Samstag, 03. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 545365

Gründerinnen und Unternehmerinnen verändern Unternehmenslandschaft und Arbeitswelt

(lifePR) (Stuttgart, ) .
- bundesweite gründerinnenagentur (bga) veröffentlicht neuesten Forschungsstand zur unternehmerischen Selbstständigkeit von Frauen
- steigender Anteil der Unternehmerinnen in Deutschland wesentlich für volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung
- neue bga-Broschüre gibt Wirtschaft, Politik, Praxis, Medien und Wissenschaft wesentliche Daten und Fakten an die Hand

Die zunehmende berufliche Selbstständigkeit von Frauen ist eng mit der allgemeinen Verbesserung der Ausbildung von Frauen verknüpft. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Auswertung unterschiedlicher Erhebungsverfahren und Datenquellen der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) zu den Gründungs- und unternehmerischen Aktivitäten von Frauen. Das Gründungsgeschehen entwickelt gerade in den Branchen, die angesichts des demografischen Wandels von wachsender Bedeutung sind, vonseiten der Frauen zunehmende Dynamik.

Aufschluss über unternehmerische Selbstständigkeit von Frauen
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Vorhaben "Gründerinnen-/Unternehmerinnen-Barometer" stellt Wirtschaft, Politik, Praxis und Medien wesentliche Informationen zu Gründungen und unternehmerischen Aktivitäten von Frauen zur Verfügung. Die hieraus entstandene neue bga-Publikation "Gründerinnen und Unternehmerinnen in Deutschland - Daten und Fakten IV" bündelt aktuelle Daten und wesentliche Fakten zur unternehmerischen Selbstständigkeit von Frauen und bietet ein umfassendes Bild zum Forschungsstand. Gleichzeitig dient sie als Ausgangspunkt für eine vertiefende Beschäftigung mit dem Thema.

Wie gründen Frauen - und warum?
Der Anteil der Unternehmerinnen hat sich im vergangenen Jahrzehnt beständig erhöht. Laut KfW-Gründungsmonitor 2013 lag der Anteil der Gründungen durch Frauen bei rund 43 Prozent. Darin liegt ein großes wirtschaftliches Potenzial, das die zukünftige Unternehmenslandschaft und Arbeitswelt deutlich prägen wird. Die aktuelle Veröffentlichung beschäftigt sich mit der Entwicklung der unternehmerischen Selbstständigkeit von Frauen, den Unternehmenscharakteristika sowie den Persönlichkeitsmerkmalen von Gründerinnen und Unternehmerinnen.

Datenanalyse verdeutlicht Veränderungsbedarf
Das Kapitel "Quantitative Daten und Fakten" konzentriert sich auf die quantitative Entwicklung zu Gründerinnen und Unternehmerinnen. Auf der Grundlage unterschiedlicher Statistiken werden Entwicklungsprozesse der unternehmerischen Selbstständigkeit von Frauen in Deutschland nachverfolgt.

Das Kapitel "Unternehmensbezogene Daten und Fakten" vermittelt wichtige Befunde zu Branchenschwerpunkten, strukturellen Charakteristika, Unternehmensstrategien und Zielsetzungen. Die Informationen werden in den Kontext aktueller Forschungsarbeiten gestellt.

So kann aufgrund der ausgewerteten Daten ein Zusammenhang zwischen wachsender Nachfrage nach personenbezogenen Dienstleistungen - wie im Gesundheits- und Pflegebereich oder den wissensintensiven Dienstleistungen - und der hohen Relevanz von Soloselbstständigkeit der Frauen (2013 etwa 38 %) gezeigt werden. Gerade auch im Bereich der wirtschaftsnahen Dienstleistungen sind verstärkte Gründungsaktivitäten von Frauen festzustellen, von welchen wichtige Impulse in einem sich verändernden Wirtschaftsleben ausgehen.

Die Analyse legt zudem eine weitere Entwicklung offen: Der Anteil der Gründungsaktivitäten von Frauen im Nebenerwerb an allen Nebenerwerbsgründungen erreichte 2013 mit knapp 49 Prozent einen neuen Höchstwert. Angesichts dieser hohen Quote ist es umso dringender notwendig, adäquate Arbeitsmodelle für die Zukunft zu entwickeln und zu verwirklichen.

Unternehmerinnen sichtbar machen
Das Kapitel "Personenbezogene Daten und Fakten" beschäftigt sich mit den Persönlichkeitsmerkmalen von Gründerinnen und Unternehmerinnen. Es enthält zentrale Forschungsbereiche des Female Entrepreneurship wie Gründungsmotivation, Bildungsstand, Alter und Branchenkenntnisse der Gründerinnen und Unternehmerinnen. Daraus wird deutlich, dass insbesondere Frauen mit einigen Jahren Berufserfahrung und einer guten Qualifikation ein eigenes Unternehmen gründen. Zudem beleuchtet das Kapitel Konzepte der Mitarbeiterbindung, den Umgang mit Netzwerken sowie die gesellschaftliche Verankerung des Unternehmerinnenbildes.

Iris Kronenbitter, Leiterin der bundesweiten gründerinnenagentur (bga):
"Mit der neuen Broschüre "Gründerinnen und Unternehmerinnen in Deutschland - Daten und Fakten IV" trägt die bga dazu bei, die bedeutsame Rolle von Frauen im Gründungsgeschehen und Unternehmertum zu verdeutlichen und ihr hohes Potenzial für das Wirtschaftsgeschehen zu thematisieren. Als einziges bundesweites Service- und Kompetenzzentrum zur unternehmerischen Selbstständigkeit von Frauen ist es der bga ein besonderes Anliegen, den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Frauengründungen und Frauenunternehmen allen, die sich mit dem Thema befassen, zu erschließen. Denn der Wirtschaftsstandort Deutschland braucht eine vielfältige Gründungs- und Unternehmenskultur von Frauen. Das setzt voraus, dass Praxis, Politik und Wirtschaft die Spezifika der von Frauen gegründeten und geführten Unternehmen kennen und so die notwendigen Rahmenbedingungen für Gründerinnen und Unternehmerinnen schaffen können."

Das Faktenblatt Nr. 39 steht Ihnen als Download kostenlos zur Verfügung unter:
www.gruenderinnenagentur.de > Mediathek > bga-Publikationen. Die Broschüre kann auch als Printversion kostenfrei bestellt werden unter: bga@gruenderinnenagentur.de.
Auch die neuen bga-Publikationen "Gründungen von Frauen im Wachstumsmarkt Kreativwirtschaft III" (Nr. 36), "Chefinnen im Handwerk II" (Nr. 37) sowie "Unternehmensnachfolge durch Frauen in Deutschland – Daten und Fakten IV" (Nr. 38) stehen unter obengenannter Adresse kostenlos zum Download.

bundesweite gründerinnenagentur

Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) ist ein deutschlandweites Kompetenz- und Servicezentrum zur unternehmerischen Selbständigkeit von Frauen mit branchenübergreifenden Angeboten zu Existenzgründung, Festigung und Unternehmensnachfolge. Die bga ist Ansprechpartnerin für Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Medien sowie für Gründerinnen und Übernehmerinnen. Sie bündelt Kontakte und Informationen zu Expertinnen und Experten, Studien, Beratungseinrichtungen und Netzwerken in ganz Deutschland und wurde von der Europäischen Kommission als europäisches Erfolgsmodell ausgezeichnet. Die bga wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Soziale Integration durch Schulverpflegung

, Bildung & Karriere, Hochschule Osnabrück

Gerade im schulischen Umfeld gewinnt religionsadäquate, nachhaltige Verpflegung immer mehr an Bedeutung. Das Wissen darum ist zu einem wichtigen...

Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks: Acht Landessieger und fünf Bronzemedaillen aus der Region

, Bildung & Karriere, Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald

. Ein erfolgreiches Team vertritt die Region beim Bundeswettbewerb: Eine Bundessiegerin, zwei zweite Plätze und ein dritter Platz bundesweit...

Kindergeld: Steuerliche Identifikationsnummer als Voraussetzung

, Bildung & Karriere, Bundesagentur für Arbeit

Laufende Kindergeldzahlungen werden auch weiterhin nicht eingestellt. Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit (BA) meldet sich bei jedem Kindergeldbezieher,...

Disclaimer