Sonntag, 04. Dezember 2016


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Neue Expertengruppe zur Verbesserung der Ausbildungs­situation der Videospielbranche in Deutschland

(lifePR) (Berlin, ) .
- Branchenexperten sollen Vorschläge zur Verbesserung der Ausbildungssituation von Fachkräften für Computerspielbranche in Deutschland erarbeiten
- Auftaktveranstaltung am 6. August im Rahmen des gamescom congress

Der BIU - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware sowie die Netzwerkplattform der deutschen Computerspielbranche, BIU.Dev und BIU.Net, wollen die Ausbildungssituation der Videospielbranche in Deutschland verbessern. Hierzu wird eine Expertengruppe bestehend aus Vertretern von Hochschulen und der Computerspielindustrie eingerichtet, die die aktuelle Ausbildungssituation von Fachkräften für die Computer- und Videospielbranche in Deutschland genauer analysieren soll. Arbeitshintergrund bildet die Frage, ob Absolventen deutscher Studiengänge rund um Computer- und Videospiele optimal auf die Anforderungen der Branche vorbereitet sind und welcher konkrete Handlungsbedarf zu einer Verbesserung der Ausbildungssituation besteht. Hierfür soll zunächst der aktuelle Status der Ausbildungs- und Beschäftigungssituation in Deutschland analysiert sowie gemeinsam mit Hochschulen und Industrie der Bedarf und die Inhalte skizziert werden, die auf dem Arbeitsmarkt benötigt werden. Weiter soll überprüft werden, welchen Beitrag die Computer- und Videospielindustrie leisten kann, um die Rahmenbedingungen der Hochschulen und damit die Ausbildungsbedingungen in Deutschland zu verbessern.

"Der Fachkräftemangel ist einer der größten Bremsklötze der deutschen Computer- und Videospielindustrie", erklärt Dr. Maximilian Schenk, BIU-Geschäftsführer. "Der Austausch zwischen Hochschulen und Unternehmen ist ein notwendiger und wichtiger Schritt, um die Rahmenbedingungen der Ausbildung und den Bedarf der Industrie besser aufeinander abzustimmen und so den Fachkräftebedarf nachhaltig und dauerhaft decken zu können."

"Die Ausbildung in der Games-Industrie braucht zeitweilig ebenso viel Ausdauer wie ein Marathonlauf, daher braucht es für die Länge dieser Zeit verlässlicher und gestaltbarer, praxisnaher wie theoriegeleiteter Inhalte. Um diese zu vereinbaren und den regelmäßigen Austausch digital wie real zu pflegen, ist die Idee eines jährlichen Meetings zur gamescom wie in diesem Jahr ein zentraler Schritt", sagt Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow vom Institut für Medienwissenschaft der Universität Paderborn. Prof. Dr. Müller-Lietzkow ist BIU.Net-Mentor, insbesondere zum Themenschwerpunkt Fachkräftebedarf und Ausbildung.

Zum Start der Expertengruppe findet am 6. August von 9:00 bis 10:30 Uhr der Empfang "Computer- und Videospiele in Deutschland 2018 - Anforderungen an Fachkräfte, Hochschulen und Unternehmer" im Rahmen des gamescom congress im Congress Centrum Nord der Koelnmesse statt. Der Empfang richtet sich an Hochschulen, Ausbilder und Personalverantwortliche der Unternehmen und soll den Diskurs über Anforderungen und Voraussetzungen in der Ausbildung qualifizierter Fachkräfte initiieren. Vier Impulsvorträge sollen Diskussionsgrundlage für die anschließende Debatte liefern: So sprechen mit Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow (Universität Paderborn) und Uke Bosse (Mediadesign Hochschule Berlin) zwei Hochschul-Vertreter und mit Kevin Moore (Crytek) sowie Andrej Mabaum (Blue Byte) zwei Personalverantwortliche aus der Branche über ihre Sicht auf den Status Quo bei der Ausbildung für die Computer- und Videospielindustrie in Deutschland.

Eine Anmeldung ist per E-Mail unter office@biu-online.de möglich.

Weitere Stimmen aus der deutschen Computer- und Videospielbranche

"Bei Crytek arbeiten Hunderte gut ausgebildete Fachkräfte, die das Fundament für unsere Produkte bilden. Ohne unsere Mitarbeiter wären wir heute nicht Vorreiter in neuer Technologie, wie etwa Virtual Reality. Daher ist es uns wichtig, dass lokale Talente gezielt gefördert werden", sagte Avni Yerli, Geschäftsführer von Crytek.

"Das Berufsbild des 'Spieleentwicklers' existiert nicht. Die Gamesbranche benötigt hochqualifizierte Fachkräfte in unterschiedlichen Arbeitsbereichen wie Programmierung, Game-Design oder Grafik & Animation. Daher plädieren wir für spezialisierte Studiengänge statt einer reinen Allrounder-Ausbildung. Mit unserem Projekt 'Blue Byte goes Campus' treten wir in den Dialog mit Hochschulen, um konkrete Praxisinhalte in Lehre und Ausbildung einzubringen", sagt Blue Byte-Studioleiter Benedikt Grindel.

Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V.

Der BIU - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V. ist der Verband der deutschen Computer- und Videospielindustrie. Seine 25 Mitglieder sind Entwickler, Publisher und Anbieter von digitalen Spielen und repräsentieren über 85 Prozent des deutschen Marktes. Der BIU ist beispielsweise Veranstalter der gamescom. Als kompetenter Ansprechpartner für Medien sowie politische und gesellschaftliche Institutionen beantwortet der BIU alle Fragen rund um das Thema digitale Spiele.

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