Sonntag, 04. Dezember 2016


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100 bei Kundgebung: Uranfabrik in Gronau und AKW Lingen sofort stilllegen!

(lifePR) (Gronau / Bonn / Düsseldorf, ) In der Innenstadt von Gronau (Westfalen) haben heute (15. August 2015) rund 100 Mitglieder niederländischer und deutscher Umwelt- und Friedensorganisationen für die sofortige Stilllegung der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage (UAA) demonstriert. Aktueller Anlass der Protestaktion war der 30. Jahrestag der Inbetriebnahme der Urananreiche-rungsanlage. In Gronau wird seit dem 15. August 1985 Uran für den Betrieb in Atomkraftwerken vorbereitet. Seitdem haben sich immer wieder Störfälle in der Anlage ereignet; 2010 wurde dabei erstmals ein Mitarbeiter der Anlage verseucht. Be­trieben wird die Urananreicherungsanlage vom Urenco-Konzern, der inter­national tätig ist. Der deut­sche Zweig ist jeweils zu 50% im Besitz von E.ON und RWE

Bei der Kundgebung wurde über die Gefahren der Urananreicherung und der Uran-transporte sowie über den langjährigen Widerstand informiert. Zudem wurden in weiteren Redebeiträgen die sofortige Stilllegung der niederländischen Urananreicherungsanlage in Almelo, ein Einlagerungsverbot für weiteren Atommüll in der Ahauser Atommüllhalle und die sofortige Stilllegung der Nuklear-Brennelementefabrik in Lingen und des AKW Lingen 2 gefordert. Besonderen Beifall gab es für ein Grußwort der britischen Organisation "Close Capenhurst Campaign", die sich für die Stilllegung der britischen Schwesteranlage der UAA Gronau im britischen Capenhurst engagiert. Saxophonmusik, eine Liedermacherin, Informationen über frühere und aktuelle Proteste und ein warnender Auftritt der "Atomianer, der "Priesterschaft des Atommülls", rundeten die Gronauer Protestaktion ab.

NRW-Landesregierung in der Pflicht

Die Veranstalter der Kundgebung, der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, werteten die Aktion als deutliches Signal an die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf. "Die NRW-Landesregierung hat bisher alle Genehmigungen zum Betrieb der Gronauer Urananreicherungsanlage erteilt. Es ist ihre Pflicht zum Schutz der Bevölkerung die Genehmigungen wieder aufzuheben", so Mitorganisator und BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Atommüllprobleme auch in Gronau

Die Gronauer Uranfabrik unterliegt keiner Laufzeitbegrenzung und produziert vorwiegend Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt. Bei der Urananreicherung fällt in Gronau in großen Mengen Uranmüll an, sogenanntes abgereichertes Uranhexafluorid. Wo dieser Uranmüll letztlich verbleiben soll, ist völlig offen. Auch das vor wenigen Tagen verabschiedete "Nationale Entsorgungsprogramm" der Bundesregierung schweigt dazu. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) kritisiert, dass Bundesumweltministerin Hendricks sowie die ganze Bundesregierung, tatenlos zusehen, wie in Gronau immer mehr Atommüll produziert wird, der bisher unter freiem Himmel neben der Gronauer Urananreicherungsanlage gelagert wird - sofern er nicht bereits trotz Protesten der internationalen Anti-Atomkraftbewegung nach Russland und Frankreich verbracht wurde. Neben der Urananreiche­rungs­anlage wurde eine Halle als"Zwischenlager" für rund 60.000 Tonnen Uranoxid gebaut. Noch fehlt die Einlage­rungsge­nehmigung. Gegen Urantransporte von und nach Gronau haben Anti-Atomkraft-Initiativen immer wieder protestiert. Weitere Aktionen gegen die Urananreicherungsanlage und gegen Atomtransporte werden vorbereitet.

Weitere Proteste: Einige bereits feststehende Termine:

16.08.2015: Ahaus, 14.00 Uhr, Sonntagsspaziergang gegen Atommüll in der Ahauser Innenstadt

20.08.2015: Gronau; 20.00 Uhr, Sommerstammtisch des Natur- und Umweltschutzverein Gronau, Gaststätte Rolinck Brät, Neustraße 48. Themen u. a.: Das indische Atomprogramm / Urantransporte

September 2015: Bundesweite Aktionstage gegen Urantransporte;

Informationen: http://www.urantransport.de/aktionstage.html

25./26.04.2016: 30. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe;

Gedenkveranstaltung an der niederländischen Urananreicherungsanlage in Almelo

Spenden zur Unterstützung weiterer Pro­teste ge­gen die UAA Gronau sind willkom­men. Diese wer­den auf das Konto des Natur- und Um­weltschutzver­eins Gronau (NUG) er­beten: Volks­bank Gronau, BLZ: 401 640 24, Kontonummer: 143 196 100. Stichwort: UAA NEE! Weitere Infor­ma­tionen über die Gefah­ren der Uran­anreiche­rung gibt es u. a. unter www.bbu-on­line.de <http://www.bbu-on%C2%ADline.de> <http://www.bbu-online.de/> <http://www.bbu-online.de/> und www.urantransport.de <http://www.urantransport.de> <http://www.urantransport.de/> <http://www.urantransport.de/>. Tele­fonische Aus­künfte: AKU Gronau, 02562-23125, BBU, 0228-214032.

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