Montag, 05. Dezember 2016


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Skulpturengruppe für Boltenhagen

Von der BUGA ins Ostseebad

(lifePR) (Schwerin, ) Eines der meistfotografierten Objekte der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin steht seit gestern auf der Paulshöhe, dem Kirchberg im Ostseebad Boltenhagen. Mehrere Angebote hatte die "Kirche am Ufer" für den Erwerb der Skulpturengruppe "Menschen im Sturm".

Sie kostet Geld, aber was wichtiger war: sie sollte auch einen guten Platz in der Öffentlichkeit bekommen, nicht in irgendeinem Innenhof einer Institution stehen. So fiel die Entscheidung auf den Ort Boltenhagen, auf die Paulshöhe, dem Kirchberg in Boltenhagen.

Die Kirchgemeinde, mit Pastor Philipp Busch und dem Kirchgemeinderat, zusammen mit der Stadt und vielen großzügigen Spendern entschieden sich für den Erwerb der Gruppe.

Gestern, bei stürmischem noch immer kaltem Wind, wurde sie willkommen geheißen. Die Bläsergruppe spielte und die Teilnehmenden sangen: "Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer....wie Wind und Wellen und wie ein Zuhaus....".

Das Lied hat eine Geschichte, wie die Holzgruppe eine Geschichte hat: Entstanden ist die Eichenholzskulptur in einem gemeinsamen Projekt zwischen der "Kirche am Ufer" und der Justizvollzugsanstalt Bützow. Sechs inhaftierte Frauen der JVA haben die Figuren an vier Wochenenden geschaffen. Geholfen und angeleitet hatte es Bildhauerin Barbara Wetzel. Auf der Buga 2009 wurde das Werk, das den schlafenden Jesus und neun seiner Jünger auf einem Schiff zeigt, ausgestellt.

Alle diese inhaftierten Frauen hatten kaum Bezug zur Bibel, aber sie wussten etwas mit Menschen anzufangen, die im Sturm stehen und leben. Der Anstaltspastor Friedemann Preuss aus Bützow war auch bei der Einweihung dabei. Er wird in nächster Zeit eine Spende aus dem Erlös des Objektes erhalten. Gedacht ist das Geld für den kirchlichen Aufenthaltsraum in der JVA und dessen Ausgestaltung.

Einen Ortsbezug zum Ostseebad Boltenhagen stellte gestern noch Pastor Busch her. Er erinnerte an die Sturmflut im Jahr 1872, bei der damals niemand zu Tode kam, obwohl nur die Paulshöhe, der Kirchberg mit der Kirche, aus den Fluten ragte.

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