Freitag, 09. Dezember 2016


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Umweltverbände und Atomkraftgegner fordern: Atomausstieg auch in NRW umsetzen

Atomkraftgegner kündigen massive Proteste an

(lifePR) (Berlin, ) Heftige Kritik am "atomfreundlichen Kurs" der Landesregierung und des Essener Energiekonzerns RWE übten heute Vertreter von Umweltverbänden und Anti-Atomkraft-Initiativen in Düsseldorf. Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Umweltorganisation urgewald sowie das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen forderten einen sofortigen Atomausstieg und riefen zu verstärkten Protesten gegen die Atompolitik von Landesregierung und Energiekonzernen sowie gegen die geplanten Atommülltransporte nach Ahaus auf.

Der atompolitische Sprecher des BUND, Dr. Michael Harengerd, forderte von einer neuen Landesregierung einen "klaren Beschluss zum sofortigen Atomausstieg und die Schließung aller Atomanlagen in NRW." Die von Schwarz-Gelb gewünschten Laufzeitverlängerungen der AKW widersprächen in eklatanter Weise dem im Grundgesetz verankerten Schutzanspruch der Bevölkerung. "Nach der Verfassung hat jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Atomkraft aber ist und bleibt unbeherrschbar", sagte Harengerd.

BUND, urgewald und das Aktionsbündnis legten einen "Sieben-Punkte-Plan" zum Atomausstieg in NRW vor. In dem "Sieben-Punkte-Plan" wird von der nächsten Landesregierung unter anderem die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau sowie der Atommüllkonditionierungsanlage Duisburg gefordert. Auch ein Einlagerungsstopp für das Zwischenlager Ahaus und eine verbindliche Kinderkrebsstudie für alle NRW-Atomstandorte sind zentrale Forderungen.

Bereits für den 22. April kündigten die Aktivisten anlässlich der RWE-Jahreshauptversammlung in Essen internationale Proteste an. Heffa Schücking, Geschäftsführerin von urgewald: "RWE hat aus der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und den erfolgreichen Protesten gegen den geplanten Bau des bulgarischen AKW Belene nichts gelernt. Im hessischen Biblis sollen die Pannenreaktoren von RWE trotz aller Sicherheitsmängel ungestört weiterlaufen, während im rumänischen Cernavoda bei ähnlichen Risiken wie in Belene ein neues AKW errichtet werden soll. Das ist absolut unverantwortlich und zeigt, dass für den RWE-Vorstand die Sicherheit der Bevölkerung nur ein Lippenbekenntnis ist. Wir fordern deshalb von RWE, den Neubau von AKW in Rumänien und anderswo einzustellen."

Für den kommenden Samstag (24. April) rufen die Atomkraftgegner zur landesweiten Großdemonstration unter dem Motto "Tschernobyl mahnt - Atomausstieg jetzt" in Ahaus auf. Die Großdemonstration wird von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aus rund 150 Initiativen, Verbänden und Parteien sowie zahlreichen KünstlerInnen und Einzelpersonen getragen.

Matthias Eickhoff, Sprecher des Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen: "Die Anti-Atom-Bewegung nimmt auch in Nordrhein-Westfalen seit Monaten wieder Schwung auf, denn NRW ist ein Zentrum der Atomindustrie. Seit 1998 haben wir keine derart breite Unterstützung zu einer Anti-Atom-Demonstration in NRW erlebt wie für die Atomausstiegsdemo am 24. April in Ahaus. Die nächste Landesregierung wird an der Atomfrage nicht vorbeikommen. Sollten die angekündigten Atommülltransporte nach Ahaus im Frühjahr stattfinden, wird es zu massiven Protesten kommen."

Zeitgleich finden am AKW Biblis sowie zwischen den AKW Krümmel und Brunsbüttel eine Großdemonstration und eine Menschenkette statt.

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