Donnerstag, 19. Januar 2017


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BDL: "Gestaltend eingreifen"

Junglandwirtelunch "boden.macht.land." auf dem Deutschen Bauerntag

(lifePR) (Berlin, ) "Boden ist unsere wertvollste Ressource - unsere landwirtschaftliche Arbeits- und Lebensgrundlage. Gleichzeitig haben wir eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber. Gesunde Lebensmittel brauchen einen gesunden Boden, der mit Leidenschaft bewirtschaftet wird." Mit diesen Worten eröffnete Henrik Schweder, stellv. Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), den Junglandwirtelunch unter dem Motto "boden.macht.land." beim Deutschen Bauerntag 2015 in Erfurt.

Bei dieser Einschätzung stand der agrarische Nachwuchs, der zur gemeinsamen Veranstaltung von BDL und Deutschem Bauernverband gekommen war, uneingeschränkt hinter ihm. Das galt auch für die Tatsache, dass die landwirtschaftlichen Flächen zunehmend knapper werden, so dass es für Junglandwirte immer schwerer wird, an Agrarflächen zu kommen.

Unterstützt wurde diese Bewertung auch von Gastredner Jobst Jungehülsing. Der Experte aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hatte mit seinen Fakten den Boden für die Diskussion bereitet. Auf Basis des Berichts der Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Bodenmarktpolitik" hatte Jungehülsing die allgemeine Situation geschildert und erste Handlungsoptionen, darunter die Aufnahme bzw. Schärfung von Flächenschutzklauseln in bestehende Rechtsvorschriften, aufgezeigt.

Mit diesem Wissen stieg der Berufsnachwuchs in die Tischkussionen ein. Beim Essen erörterte er die Chancen und Risiken für Junglandwirte am Bodenmarkt. Dabei wurde deutlich, dass das Interesse von Nicht-Landwirten und kapitalstarken, überregionalen Holdings an landwirtschaftlichen Flächen unverhältnismäßig großen Druck auf die Boden- und Pachtpreise ausübe. In den intensiven Auseinandersetzungen beim Essen wurden die Preistreiber am Bodenmarkt deutlich identifiziert. Zugleich erkannten die jungen Fachleute immer wieder, dass das eigene politische Engagement gefragt ist.

"Die Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen wird durch den Preissteigerungseffekte zunehmend unrentabel", stellte Schweder fest. "Deutlich ist heute auch geworden, dass das Grundstücksveräußerungsgesetz eine stumpfe Waffe ist, die eindeutig geschärft werden muss", fasste er die Gespräche in den Tischrunden zusammen.

Der BDL-Bundesvorsitzende Matthias Daun sagte abschließend: "Wir Junglandwirte müssen gestaltend eingreifen, damit u.a. durch gesetzliche Regelungen die bäuerlichen Betriebe gestärkt, die Flächenversiegelung gestoppt und die Eigentumsverhältnisse transparenter werden. Wir müssen uns dafür stark machen, dass das Bodeneigentum breit gestreut bleibt und sich nicht in den Händen weniger Kapitalgeber konzentriert. Nur so lässt sich die Zukunft der familienbetriebenen Landwirtschaft sichern."

Ihm und den Gästen des Junglandwirtelunches sei klarer geworden, dass alle gefragt seien: "Zum Schutz und Erhalt eines ausgewogenen Bodenmarktes, an dem auch Junglandwirte weiterhin teilhaben können, müssen wir uns engagieren und die Politik aktiv mitgestalten", so Daun in seinem Schlusswort.

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