Donnerstag, 08. Dezember 2016


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BIOPETROL setzt starkes Wachstum fort

(lifePR) (Zug, ) - Umsatz wächst um mehr als 50 %
- Verlust in Q2 gestoppt
- Aussichten leicht aufgehellt

Auch das 2. Quartal 2008 war, wie schon die ersten drei Monate, von steigenden Preisen für Raps- und Sojaöl, hoch subventionierten Biodiesel-Importen aus Übersee (B99) sowie der hohen Steuerlast von 15 EuroCent pro Liter belastet, so dass die Margen weiter unter Druck blieben. Dennoch verlief das 2. Quartal für den BIOPETROL Konzern wie erwartet insgesamt besser als das zuvor. Es gelang, das internationale Handelsgeschäft mit Biodiesel und Biodieselkomponenten durch Nutzung der logistischen Vorteile der Seehäfen Rotterdam und Rostock zu verstärken. Der Umsatz stieg gegenüber dem 1. Halbjahr 2007 um 51,3 % auf EUR 139,9 Mio. (Vj.: EUR 92,4 Mio.). Dabei legte der Umsatz des 2. Quartals 2008 mit EUR 83,3 Mio. nochmals kräftig gegenüber dem 1. Quartal 2008 zu, in dem er EUR 56,6 Mio. erreicht hatte. BIOPETROL verkaufte im 1. Halbjahr dieses Jahres 138.307 t (Vj. 2007 116.729 t) Biodiesel und 5.557 t Pharmaglycerin (Vj. 7.341 t).

Die Preisentwicklung auf dem deutschen Dieselmarkt bewirkte eine leichte Entlastung, da die Preisdifferenz zwischen Biodiesel und fossilem Diesel an den Tankstellen häufiger als im 1. Quartal den für den Biodieselabsatz im B100-Markt erforderlichen 10 EuroCent- Abstand zum fossilen Dieselpreis erreichte. Die Einführung einer Beimischungsquote von aktuell 5 % volumetrisch führte hingegen auch im 2. Quartal weder wert- noch mengenmässig zu der von der Politik erwarteten Verbesserung der Absatzsituation, da der Markt sich weiterhin billigerer Importe (B99) bedient oder die niedrigen Importpreise bei den Verhandlungen mit der europäischen Biodieselindustrie als Benchmark nutzt.Infolgedessen haben auch in diesem Quartal wieder mehrere Biodieselproduzenten ihre Anlagen stillgelegt oder Insolvenz angemeldet. Viele der noch produzierenden Anlagen werden weit unter Kapazität gefahren.

Zum 30.Juni 2008 betrug der Personalstand bei BIOPETROL insgesamt 153 (Ende 2007:120) Mitarbeiter. Die neueste Zunahme ist im Wesentlichen auf die Einstellung von Mitarbeitern im Werk Rotterdam zurückzuführen, welche die Inbetriebnahme vorbereiten.

Margen bleiben unter Druck

Weiterhin im Durchschnitt zu hohe Rohstoffpreise, steigende Energiekosten sowie die Vorlaufkosten im Zusammenhang mit dem Bau der Anlagen in Rotterdam verhindern noch, dass die Ergebnisse mit der Umsatzentwicklung mithalten. Auf der Angebotsseite bringen die Billigimporte von B99 aus Amerika sowie die europäischen Überkapazitäten die Margen zusätzlich unter Druck. Das EBITDA sank im 1. Halbjahr auf TEUR -1.605 (Vj.
TEUR 4.556) und das EBIT reduzierte sich auf TEUR -3.179 (Vj. TEUR 3.143).Dementsprechend gingen EBITDA- und EBIT-Marge auf -1,1 (Vj. 4,9)% bzw. - 2,3 (Vj.3,4)% zurück. Der zeitanteilige Konzernreinverlust erreichte TEUR - 7.148, nach einem Gewinn von TEUR 2.695 im 1. Halbjahr des Jahres zuvor. Verglichen mit dem 1. Quartal dieses Jahres ist jedoch ein deutlicher Fortschritt im Jahresverlauf zu erkennen: Ende März 2008 hatte das EBITDA noch -TEUR 5.521 betragen und das EBIT TEUR -6.314.

Der Konzernreinverlust blieb gegenüber Ende März 2008 nahezu unverändert, d.h. das 2.Quartal wurde fast "zu Null" abgeschlossen. Das Ergebnis ist auch durch die nach IFRS bewerteten derivativen Finanzinstrumente zu Marktpreisen am jeweiligen Stichtag sowie die Rückstellung für Drohverluste aus Verkaufskontrakten zum Bilanz- bzw.
Berichtsstichtag beeinflusst. Saldiert ergibt sich ein Bewertungsgewinn gegenüber dem Jahresende 2007 von TEUR 1.848. Ohne diesen Effekt wäre das Halbjahresergebnis (vor Steuern) um diesen Betrag schlechter. Das unverwässerte Reinergebnis je Aktie wird wie im Jahr zuvor auf der Basis von 37.000.000 Aktien ermittelt. Es erreichte Ende des 1.
Quartals EUR -0,19 und blieb bis Ende des Halbjahres unverändert bei diesem Wert. In der gleichen Periode des Vorjahres hatte es EUR 0,07 betragen.

Negativer Cashflow - aber solides finanzielles Fundament

Der operative Cashflow lag in der Periode Januar bis Juni 2008 mit TEUR 17.382 im Minus. Diese Entwicklung ist auf die dem Geschäftsverlauf entsprechenden Veränderungen überwiegend bei Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten (zusammen TEUR -13.801) sowie auf den operativen Verlust zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (inklusive einer Teilrückzahlung von erhaltenen Zuschüssen) lag bei TEUR -11.917. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist geprägt durch die Zinszahlung für die Wandelanleihe (TEUR 3.000) und die erstmalige Verwendung eines Teils der Kreditlinie zur Finanzierung von Umlaufvermögen.

Der BIOPETROL Konzern hat bereits seit 2007 eine Kreditlinie zur Finanzierung von Umlaufvermögen bei einem erstklassigen Kreditinstitut. Diese erlaubt die Finanzierung laufender Geschäfte bis zu einem Betrag von TEUR 30.000. Am Bilanzstichtag betrugen die Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten TEUR 5.461. BIOPETROL verfügte zum Stichtag über TEUR 3.742 an Flüssigen Mitteln. Die Relation zwischen Eigen- und Fremdkapital liegt gegenüber dem Jahresende 2007 nur leicht verändert bei 37,6% (31.Dezember 2007:38,3%).

Ausblick

BIOPETROL erwartet, in einem weiterhin sehr schwierigen Geschäftsumfeld besser abzuschneiden als die Konkurrenz. BIOPETROL gelingt es mehr und mehr, die guten Standorte, die moderne Technik und die Geschäftsentwicklung im Bereich Pharmaglycerin zu nutzen. Die nächsten Monate sehen wir ausserdem gekennzeichnet durch gute Ernten bei Ölpflanzen, eine weniger intensive Spekulation in Rohstoffen, zumindest die Reduzierung des Umfangs hoch subventionierter B99-Importe, den verpflichtenden Einsatz von Rohstoffen aus nachhaltigen Quellen, die Entlastung des Marktes durch Reduktion der Überkapazitäten, zunehmendes Interesse aller europäischen Staaten am Einsatz von Biodiesel, den Beginn der Pflichtbeimischung von alternativen Kraftstoffen auch in den USA und eine wieder mehr an dem ursprünglichen Ziel der Versorgungssicherheit orientierte europäische Energiepolitik.

Mit Hochdruck wird an weiteren Einsatzgebieten für Biokraftstoffe gearbeitet. So hat die Arbeitsgruppe "Bioheizöl" des Fachausschusses für Mineralöl- und Brennstoffnormung eine Vornorm für alternatives Heizöl vorgelegt. Auf dem "International Oilseed Producers Dialogue (IOPD)" am 16. und 17. Juni 2008 in Berlin haben sich die Vertreter der Erzeugerverbände für eine auf Nachhaltigkeit, aber auch auf steigende Produktivität ausgerichtete Ölsaaten- bzw. Pflanzenölproduktion ausgesprochen, die sowohl die Verwendung im Nahrungsmittel- und Futtermittelbereich als auch die stoffliche und energetische Nutzung umfasst. Der Dialog machte einmal mehr deutlich, dass nachhaltige Biodieselproduktion nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht, sondern diese durch sinnvolle Verwertung überschüssiger Pflanzenöle bei der Herstellung von Futtermitteln sogar ergänzt.

Der ausführliche Quartalsbericht (Q2 zum 30. Juni 2008) ist in deutscher und englischer Sprache auf der Homepage des Unternehmens www.biopetrol-ind.com veröffentlicht.

BIOPETROL INDUSTRIES AG

Die BIOPETROL INDUSTRIES AG mit Sitz in Zug (Schweiz) produziert und vertreibt mit ihren deutschen, niederländischen und Schweizer Tochtergesellschaften Biodiesel und Pharmaglycerin von höchster Qualität.

Zu den Kunden zählen Mineralölindustrie und -handel, große Flottenbetreiber, öffentlicher Nahverkehr sowie Land- und Bauwirtschaft. Darüber hinaus wird die Pharma- und Kosmetikindustrie mit Bioglycerin in Pharmaqualität beliefert.

Aktuell hat die BIOPETROL INDUSTRIES AG in Schwarzheide und Rostock Produktionskapazitäten von rund 350.000 t Biodiesel sowie 30.000 t Pharmaglycerin pro Jahr. Im niederländischen Rotterdam baut BIOPETROL ein Werk mit einer Produktionskapazität von 400.000 t Biodiesel und 60.000 t Bioglycerin pro Jahr. Bis Ende 2008 soll die Jahreskapazität auf dann insgesamt 750.000 t Biodiesel mehr als verdoppelt werden. Ein weiterer Ausbau der Kapazitäten in Rotterdam ist vorbereitet. An der Erweiterung der Produktpalette, basierend auf dem Kuppelprodukt Bioglycerin, wird aktiv gearbeitet.

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