Montag, 16. Januar 2017


  • Pressemitteilung BoxID 345735

Bioland fordert größere Anstrengungen für den Schutz der Gewässer

(lifePR) (Mainz, ) Anlässlich des heutigen Naturschutztages "Meeresschutz" in Schleswig-Holstein fordert Bioland größere Anstrengungen für den Schutz von Gewässern.

"Unsere Gewässer dürfen nicht länger durch Dünger, Pestizide und Medikamentenrückstände verschmutzt werden", sagt Bioland-Präsident Jan Plagge. Ihr Einsatz in der konventionellen Landwirtschaft müsse drastisch reduziert werden. "Wer Böden und Gewässer belastet, muss für Folgeschäden aufkommen. Dies könnte durch eine Einführung von Abgaben auf Stickstoff-Dünger und Pestizide erreicht werden", so Plagge.

Die Stärkung des ökologischen Landbaus wäre gleichzeitig eine Stärkung des vorsorgenden Gewässerschutzes. Bio-Bauern sorgen für saubere Gewässer, indem sie auf Ackergifte verzichten - Boden, Grundwasser, Binnengewässer und die Meere werden gar nicht erst belastet. Die Teilnehmer der Weltwasserwoche in Stockholm können die negativen Auswirkungen der Wasserverschmutzung in der Ostsee direkt vor ihrer Haustür beobachten: "Überdüngung durch Stickstoff und Phosphor führt zu starkem Algenwachstum und damit zu einer verminderten Sauerstoffzufuhr. Pflanzen und Tiere sterben, Fachleute sprechen von "toten Zonen", sagt Plagge. Zehn bis 20 Prozent der Ostsee seien bereits jetzt biologisch tot. Hauptverursacher ist die konventionelle Landwirtschaft, die für 77 Prozent der Stickstoffeinträge und 63 Prozent der Phosphoreinträge verantwortlich ist.

Bioland erinnert die Bundesregierung an ihr Ziel, 20 Prozent der Agrarfläche auf Biolandbau umzustellen. Erreicht sind bislang nur sechs Prozent. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sieht zusätzlich vor, die durchschnittlichen Stickstoff-Verluste pro Hektar auf 80 Kilogramm zu senken. Auch dies kann durch mehr Biolandbau schneller erreicht werden. "Die anstehende EU-Agrarreform muss den ökologischen Landbau stärken und dessen Leistungen für Mensch und Umwelt besser honorieren", fordert der Bioland-Präsident.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage: http://www.bioland.de/presse/pressemitteilung/article/1803.html

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Tourismus: Tourismus und Tierschutz im Einklang

, Energie & Umwelt, Landesjagdverband Bayern e.V.

Aus gegebenem Anlass warnt der Bayerische Jagdverband (BJV) vor Wintersportaktivität­en nach Sonnenuntergang, besonders in den bayerischen Alpen. „Afterwork...

23. Januar, 18 Uhr: "'Blue Growth' -Nachhaltigkeitsherausforderung für ein Kreuzfahrtunternehmen"

, Energie & Umwelt, Hochschule Bremen

Mit dem Vortrag „’Blue Growth‘ -Nachhaltigkeitsherau­sforderung für ein Kreuzfahrtunternehme­n“ schließt die Hochschule Bremen am Montag, dem...

Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit

, Energie & Umwelt, Städtisches Klinikum Karlsruhe GmbH

Seit dem Spatenstich im April vergangenen Jahres hat sich beim Neubau der Kältezentrale einiges getan. Begleitend zu den Baumaßnahmen lobte das...

Disclaimer