Samstag, 03. Dezember 2016


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Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel beim „Forscherinnen-Camp“

Nachwuchs-Ingenieurinnen heben in die Welt der Luftfahrttechnik ab

(lifePR) (München, ) Welche Möglichkeiten haben Ingenieure, um die Verschleißbeständigkeit von Beschichtungen zu verbessern? Welche Methoden stehen ihnen zur Verfügung? Und überhaupt - wie sieht eigentlich das Arbeitsumfeld von Ingenieuren und Ingenieurinnen aus? Mit solchen Fragen beschäftigen sich die Teilnehmerinnen des "Forscherinnen-Camps" beim Triebwerkshersteller MTU Aero Engines und an der Hochschule München. Bei diesem Projekt, das das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. in Kooperation mit Unternehmen und Hochschulen veranstaltet, haben zwölf junge Frauen aus ganz Bayern den Auftrag, eine verschleißbeständige Beschichtung für ein Triebwerksbauteil zu entwickeln - zuerst in der Theorie, dann in der Praxis. Begleitet und fachlich unterstützt werden sie dabei von Professoren und Dozenten der Hochschule München sowie von einem MTU-Projektteam.

Insgesamt fünf Tage haben die Jung-Ingenieurinnen Zeit, sich mit ihrer Aufgabenstellung vertraut zu machen und grundlegende Kenntnisse rund um ihr Forschungs-Vorhaben zu erwerben. Die ersten Ergebnisse präsentierten sie heute, am dritten Camp-Tag, Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel. "Die Jung-Forscherinnen sammeln hier wichtige Erfahrungen bei technischen Themen und erleben, dass Technik und Naturwissenschaft keine reine Männersache sind", so Goppel. Eine Gesellschaft könne es sich nicht erlauben, das Potenzial von Frauen in technischen Berufen ungenutzt zu lassen.

"Die 'Camps' tragen zu einer praxisnahen, aktiven Berufs- und Studienorientierung bei den Teilnehmerinnen bei und fördern erste Kontakte zwischen den jungen Frauen einerseits und den Unternehmen und Hochschulen andererseits", erklärte Michael Mötter, stellvertretender Geschäftsführer des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. Die Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen seien eine sehr attraktive Zielgruppe an künftigen Fachkräften für die Unternehmen: "Immerhin haben Mädchen häufig bessere Noten und Schulabschlüsse als die jungen Männer. Und über 50 Prozent aller Studierenden sind Frauen."

Die Verbände der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie BayME und VBM unterstützen als Hauptsponsoren das Bildungsprojekt "Technik - Zukunft in Bayern?!", in dessen Rahmen die Camps stattfinden. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von BayME und VBM, begründete dieses Engagement zur Halbzeit im Camp: "Mit diesem Projekt wollen wir junge Frauen für technische Berufe begeistern. Viele dieser jungen Frauen interessieren sich oft nicht für technische Studiengänge, weil sie denken, sie hätten keine Begabung dafür. Durch das ,Forscherinnen-Camp' wollen wir ihnen zeigen, dass Technik Spaß macht und sie in diesem Bereich sehr gute berufliche Chancen haben." Gerade die Metall- und Elektrobranche biete Mädchen und Frauen viele abwechslungsreiche und vielversprechende Perspektiven, so Brossardt.

Die "Forscherinnen-Camps" wollen Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen ab 15 Jahren für Ingenieurberufe begeistern und sie über technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge informieren. Sie haben das Ziel, den weiblichen Nachwuchs vor allem in den klassischen Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik zu stärken. Zu Beginn eines jeden Camps wird jeweils ein "Forscherinnen-Auftrag" vergeben. Die Teilnehmerinnen haben dann fünf Tage Zeit, für dieses Projekt eine wissenschaftliche, aber auch praxisnahe Lösung zu erarbeiten. Während der gesamten Woche werden die Teilnehmerinnen in der Nähe der jeweiligen Partnerfirma und der Partnerhochschule untergebracht und rundum betreut. Die Camps sind, bis auf die Kosten für An- und Abreise, für die Mädchen kostenlos.

Die "Forscherinnen-Camps" werden vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert. Die bayerische Wirtschaftsministerin Emilia Müller hat dafür die Schirmherrschaft übernommen. An diesem Projekt des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. beteiligen sich in diesem Jahr acht Unternehmen aus ganz Bayern in enger Zusammenarbeit mit namhaften Hochschulen. Das verhältnismäßig junge Projekt, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet, erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Für die bayernweiten Camps liegen regelmäßig mehr Anmeldungen vor als Camp-Plätze zur Verfügung stehen.

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