Sonntag, 04. Dezember 2016


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Berlin Hyp: Das Ergebnis zum ersten Halbjahr 2008

(lifePR) (Berlin, ) .
- Stabiler Zins- und Provisionsüberschuss
- Wieder leicht rückläufiger Verwaltungsaufwand
- Betriebsergebnis steigt auf € 84,5 Mio.
- Halbjahresüberschuss liegt bei € 28,6 Mio. - trotz schwieriger Märkte
- Erfolgreiches Immobilienfinanzierungsneugeschäft: € 1,5 Mrd.

Die Berlin Hyp erreichte erneut ein gutes Halbjahresergebnis - trotz schwieriger Märkte. Das operative Ergebnis (Betriebsergebnis vor Risikovorsorge) stieg um 6,6 Prozent auf € 84,5 Mio. (6/12 von 2007:€ 79,3 Mio.). Ausschlaggebend dafür waren eine stabile Entwicklung im Zins- und Provisionsüberschuss und leicht rückläufige Verwaltungsaufwendungen. Die Berlin Hyp konnte somit das erste Halbjahr mit dem guten Ergebnis vor Steuern in Höhe von € 36,1 Mio.(€ 38,4 Mio.) abschließen. "Unser Geschäftsmodell erweist sich als zukunftsgerichtet und tragfähig - auch unter erschwerten Bedingungen", kommentiert Jan Bettink, Vorstandsvorsitzender der Berlin Hyp. "Die Finanzmarktkrise führte zwar zu Belastungen aus der Bewertung von Wertpapieren, doch dank unserer konservativen Anlagestrategie blieben die Auswirkungen überschaubar."

Zusammen mit der Landesbank Berlin wurden die Finanzierungsaktivitäten erfolgreich fortgeführt: Der Vertriebsbereich im gemeinsamen Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung wurde mit einer erweiterten Führungsstruktur in den ersten sechs Monaten den veränderten Marktbedingungen angepasst. Damit soll dem wachsenden Geschäftsvolumen angemessen Rechnung getragen werden. Unverändert konzentrieren sich die Neugeschäftsaktivitäten mit 87 Prozent auf das Investorengeschäft. Der Rest entfällt auf Wohnungsunternehmen und zu einem sehr geringen Anteil auf Developer.

Das Immobilienneugeschäftsvolumen betrug zum 30. Juni 2008 € 1,5 Mrd. (€ 1,5 Mrd.). Somit konnte die Bank trotz insgesamt rückläufiger Transaktionsvolumina an die sehr guten Vorjahresvergleichszahlen anknüpfen.

Der Pfandbrief hat sich trotz schwieriger Marktbedingungen einmal mehr als krisenfestes Refinanzierungsinstrument bewährt. Die Berlin Hyp hatte durchgängig einen guten Zugang zum Kapitalmarkt und platzierte im ersten Halbjahr des Jahres Jumbo-Emissionen mit einem Gesamtvolumen von € 2,6 Mrd. Alle Emissionen verliefen sowohl hinsichtlich der Konditionierung als auch der Marktresonanz sehr erfreulich.

Entwicklung der Berlin Hyp im ersten Halbjahr 2008:

Die Berlin Hyp erreichte einen Zinsüberschuss in Höhe von € 116,0 Mio. (6/12 von 2007: € 112,8 Mio.) und übertraf somit den Vorjahreswert um € 3,2 Mio. Hierin wirkten sich positiv vereinnahmte Zinserträge aus der intensiven Betreuung notleidender Kreditengagements sowie realisierte Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten aus.

Der Provisionsüberschuss entwickelte sich dank einiger Sondereffekte erfreulich und übertraf mit € 7,8 Mio. den Vergleichswert (€ 4,5 Mio.) mit € 3,3 Mio. deutlich. Die gute Entwicklung ist zudem auf das lebhafte Immobilienfinanzierungsneugeschäft zurückzuführen, das zu höheren Erträgen aus Kreditbearbeitungsentgelten führte.

Der Verwaltungsaufwand blieb mit € 38,7 Mio. um € 0,8 Mio. leicht unter dem anteiligen Vorjahreswert. Zwar erhöhte sich der Personalaufwand um € 0,7 Mio. auf € 20,2 Mio., die anderen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich jedoch um € 1,9 Mio. auf € 14,1 Mio.

Trotz des insgesamt schwierigen Marktumfelds konnte die Berlin Hyp das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge um € 5,2 Mio. auf € 84,5 Mio. erneut steigern.

Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich im Zuge dieser Entwicklung auf den im Branchenvergleich sehr guten Wert von 31,4 Prozent (33,3 Prozent).

Auch im Risikovorsorgebedarf verzeichnete die Bank weiterhin eine positive Entwicklung bei der Vermarktung und Aussteuerung risikobehafteter bzw. notleidender Darlehen. Der Abschirmungsbedarf für Immobilienkredite sank deshalb erneut auf € 24,5 Mio. (€ 29,9 Mio.).

Allerdings wurde dieser Fortschritt durch das Wertpapierergebnis überkompensiert: Die Finanzmarktkrise führte zu Kursabschlägen bei fast allen Assetklassen, denen sich die Berlin Hyp naturgemäß nicht entziehen konnte, obwohl sie nicht in strukturierten Produkten investiert ist. Es erhöhte sich der Bewertungsbedarf aus dem Wertpapiergeschäft zum anteiligen Vorjahreswert in Höhe von € 10,9 Mio. auf € 23,8 Mio.

Nach Überkreuzkompensation weist die Bank einen Risikovorsorgesaldo in Höhe von € 48,3 Mio. (€ 40,8 Mio.) aus; das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge betrug danach € 36,2 Mio. (€ 38,5 Mio.).

Zum Halbjahresschluss erreichte der Vorsteuergewinn € 36,1 Mio. (€ 38,4 Mio.), der zu einer Ertragsteuerbelastung in Höhe von € 7,5 Mio. (€ 10,9 Mio.) führte.Mit € 28,6 Mio. erzielte die Bank einen gegenüber dem Vorjahr um € 1,1 Mio. leicht erhöhten Halbjahresüberschuss.

Vermögens- und Kapitalkennzahlen per 30. Juni 2008

Die Bilanzsumme ist seit Jahresbeginn um € 2,6 Mrd. auf € 43,8 Mrd. gewachsen. Wichtigste Komponente war das Kreditgeschäft mit Kunden und Kreditinstituten, dessen Bestand um € 1,5 Mrd. auf € 32,3 Mrd. angestiegen ist. Eine besonders erfreuliche Entwicklung zeigte dabei der Hypothekendarlehensbestand, der im 1. Halbjahr um € 0,6 Mrd. auf € 14,8 Mrd. gewachsen ist. Dies ist auf die guten Ergebnisse im Immobilienneugeschäft zurückzuführen.

Die Kernkapitalquote lag am 30. Juni 2008 gemäß Solvabilitätsverordnung bei 6,0 Prozent und die Gesamtkennziffer bei 10,7 Prozent.

Ausblick

Die Berlin Hyp ist von der Kapitalmarktkrise vergleichsweise weniger betroffen als viele Wettbewerber. In ihrem Kerngeschäft der Immobilienfinanzierung ist sie weiterhin sehr erfolgreich.

Für die zweite Jahreshälfte sind die Aussichten für die Wirtschaftsentwicklung aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin getrübt. Somit ist es noch verfrüht, eine Prognose für das Geschäftsjahr 2008 abzugeben. Die Bank ist jedoch zuversichtlich, an das Vorjahresergebnis anzuknüpfen. Sie ist strategisch gut aufgestellt, um auch in der zweiten Jahreshälfte ihren Wachstumskurs fortzusetzen.

Berlin Hyp AG

Die Berlin Hyp ist Teil des Geschäftsfeldes Immobilienfinanzierung der Landesbank Berlin und einer der großen deutschen Anbieter von Immobilienfinanzierungen. Die börsennotierte Bank konzentriert ihre Neugeschäftsaktivitäten auf das Geschäft mit Investoren und Wohnungsunternehmen.

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