Montag, 05. Dezember 2016


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Huml baut augenärztliche Versorgung in Pflegeheimen aus

Bayerns Gesundheitsministerin: Telemedizin bringt Fachwissen direkt zum Patienten

(lifePR) (München, ) Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml will die augenärztliche Versorgung in Alters- und Pflegeheimen durch Telemedizin verbessern. Huml betonte am Montag anlässlich der Vorstellung des telemedizinischen Augen-Projekts am Rande der Kabinettsklausur in St. Quirin: "Mit dem Projekt soll der Zugang zu einer hochwertigen augenärztlichen Versorgung gerade für Patienten in Pflegeheimen erleichtert werden. Das ist wichtig, denn: Eine bessere augenärztliche Versorgung kann für Heimbewohner viele Erleichterungen im Alltag mit sich bringen. So können beispielsweise Stürze durch ein besseres Sehvermögen vermieden werden. Außerdem können Pflegebedürftige besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben, wenn sie zum Beispiel selbst Zeitung lesen können. Darüber hinaus kann mit Hilfe mobiler Untersuchungsgeräte und der Nutzung von Kommunikationsstrukturen die augenärztliche Versorgung im ländlichen Raum verbessert werden."

Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert das Projekt zur "Entwicklung eines mobilen, telemedizinisch-vernetzten Augenuntersuchungssystems" (MTAU) mit knapp 300.000 Euro. Träger des Projekts sind niedergelassene Augenärzte in Kösching und Hof. Weitere Partner des Projekts sind das Tele-Ophthalmologische Institut als augenärztlicher Konsiliarius und die talkingeyes&more GmbH als technischer Partner. Die Bayerische TelemedAllianz ist Projektbegleiter.

Die Ministerin ergänzte: "Mein Ziel ist es, Digitalisierung und Vernetzung in der medizinischen Versorgung zum Wohle der Patienten voranzutreiben. Außerdem möchte ich die digitalen Möglichkeiten in der Pflege für mehr Selbstbestimmung im Alter nutzen. Die Digitalisierung kann dazu beitragen, die Versorgung von Patienten und Pflegebedürftigen zu verbessern und älteren Menschen lange und anstrengende Fahrten zur Arztpraxis zu ersparen. Das ist gerade in einer älter werdenden Gesellschaft wichtig."

Die Ministerin unterstrich: "Telemedizin ersetzt jedoch nicht die sprechende Medizin und die menschliche Zuwendung. Im Mittelpunkt stehen immer der Mensch und das persönliche Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient."

Mit Blick auf den Datenschutz betonte Huml zugleich: "Voraussetzung für den Einsatz von Telemedizin ist immer der verantwortungsvolle Umgang mit persönlichen Daten. Hier gilt es, die Balance zwischen dem Nutzen für den Einzelnen und den gebotenen Anforderungen des Datenschutzes zu finden."

Das telemedizinische Augen-Projekt MTAU kommt gerade Patienten mit eingeschränkter Mobilität zugute, da von Augenärzten keine Hausbesuche durchgeführt werden. Mit Hilfe mobiler Untersuchungsgeräte können behandlungsbedürftige Diagnosen gestellt werden, die eine ausgenärztliche Weiterbetreuung erfordern. Das mobile Tele-Augenkonsil ermöglicht dann eine weitere Betreuung und hochwertige Versorgung. So kann augenärztliches Fachwissen direkt zu den Patienten gebracht werden.

Mehr Informationen zum Projekt unter: http://www.stmgp.bayern.de/krankenhaus/telemedizin/projekte_detail.php?id=185.

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