Samstag, 03. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 68326

Die Marktmeinung aus Stuttgart

von Arnim E. Kogge

(lifePR) (Stuttgart, ) Nach dem Dominoeffekt, der eine Bank nach der anderen in Not gebracht hatte, kehrt nun eine gewisse Atempause ein, die insbesondere die Notenbanken nutzen, um den Kreditinstituten erneut Milliarden an Liquiditätshilfen zur Verfügung zu stellen. Die EZB steht nun auch vor der Situation, dass es zu einer schrumpfenden Wirtschaft kommen wird, die dringend eine Zinssenkung nötig machen würde. Allerdings gibt es immer noch das nicht zu unterschätzende Problem der Inflation. Insofern wird die EZB voraussichtlich auch noch in den nächsten Monaten mit einer Zinssenkung abwarten und hoffen, dass die Geldspritzen ausreichen, um den Markt zu beruhigen. Sollte dies gelingen, ist auch davon auszugehen, dass es in Deutschland zu keiner tiefen Rezession kommen wird, sondern zu einer Verflachung des Wirtschaftswachstums bzw. in diesem Jahr noch zu einer Stagnation. Die Hoffnung, dass die US-Regierung und
-Notenbank nun das Rettungspaket doch noch ermöglichen, zeigt an den internationalen Aktienmärkten nach den Kurskapriolen durchaus Wirkung und gibt den Märkten eine leichte Unterstützung. Dies ist auch an den Indizes zu erkennen. Nach dem dramatischen Kursverfall bis an die 5.600-Punkte-Marke beim DAX ist nun wieder eine leichte Beruhigung eingetreten.

Solange aber die 6.000er Marke nicht überschritten ist, kann von einer wirklichen Gegenbewegung keine Rede sein. Noch deutlicher sieht es beim Euro Stoxx 50 aus, hier wurde der Tiefstpunkt von Mitte September unterschritten. Die Erholung reicht nun bis 2.650 Punkte, hier müsste aber die 2.800er Marke überschritten werden, um eine Verbesserung anzuzeigen. Der Dow Jones Index bleibt trotz großer Verwerfungen in seiner Spanne zwischen 10.800 und 11.500 Punkten.

Nach Beendigung der Kreditkrise wird der Markt völlig anders aussehen als zuvor. Darüber muss sich auch jeder Anleger im Klaren sein. Jeder Staat scheint nun eine eigene Lösung zu suchen. Dies ist wenig hilfreich, um das Weltfinanzsystem aus der Misere herauszubringen. Eine mutige Lösung hat Irland eingeleitet, das nun für alle irischen Banken sämtliche Einlagen garantiert und mit dieser umfassenden Staatsgarantie den Mangel an Liquidität im Bankensystem aufhebt. Es ist davon auszugehen, dass wir auch in den nächsten Wochen mit einer unverändert starken Schwankungsbreite an den Aktienmärkten konfrontiert bleiben. Die verschiedenen Rettungspakete verursachen eine unverändert große Schwankungsanfälligkeit an den internationalen Aktienmärkten. Obwohl mit einer kurzfristigen Gesamtlösung nicht zu rechnen ist, bleiben wir weiterhin der Meinung, dass einzelne Branchen bzw. auch einzelne Titel bereits starke Kursrückgänge verzeichnen mussten und nun durchaus nahe an Kaufkursen sind. Positiv sehen wir Pharma, Versorger und Teile der Nahrungsmittelbranchen. Bei den Einzeltiteln bleiben wir dabei und sehen als Kauf die Nestlé, Bayer, Royal Dutch und Barrick Gold. Zusätzlich nehmen wir die Beiersdorf als Kaufkandidat auf.

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