Dienstag, 06. Dezember 2016


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Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) (Stuttgart, ) An den internationalen Aktienmärkten geht die Schaukelbörse weiter. Nachdem es Ende letzter Woche zu starken Kursrückgängen kam, begann die neue Woche geradezu euphorisch, bedingt durch die Zusage, dass die beiden großen US-Hypothekenbanken vom Staat übernommen werden. Eigentlich ein Alarmsignal, da kein anderer Ausweg gefunden wurde. Zu dieser Erkenntnis kamen die meisten Börsianer aber erst zwei Tage später und ließen sich durch die Konjunktursorgen die Stimmung wieder verderben. Zusätzlich kamen noch die schlechten Immobiliendaten aus den USA und als weiteres Manko das Gerücht, dass der Investmentbank Lehman Brothers die dringend benötigte Kapitalspritze versagt bleibt. Überraschend auch die weitere Talfahrt des Euro, der nun knapp vor der wichtigen psychologischen Marke 1,40 steht. Ebenso rasant abwärts ging in den letzten Tagen der Ölpreis, der nun erstmals wieder unter 100 Dollar das Barrel notiert. Diesen Turbulenzen tragen auch die Indizes Rechnung. Deutlich zu sehen am DAX, der kurzfristig seine 6.100-Punkte-Marke getestet hat, um danach ruckartig wieder über die 6.300 zu schnellen, und der nun wieder an seiner alten Marke von 6.200 Punkten liegt. Es sieht sehr danach aus, als ob er weiterhin zwischen 6.000 und 6.400 Punkten hin- und herschwankt. Der Euro Stoxx 50 hat ebenfalls eine starke Schwankungsbreite in den letzten Tagen vollzogen. Ein Rückschlag bis zur Unterstützungslinie von 2.750 Punkten und gleichzeitig wieder ein Test auf die Linie von 2.950 Punkten, die allerdings nicht erreicht werden konnte. So liegt er auch weiterhin in seiner Bandbreite zwischen 2.750 und 2.950 Punkten. Auch der Dow Jones Index bleibt in seiner breiten Spanne zwischen 11.800 und 11.200 Punkten.

Für den weiteren Verlauf der Aktienmärkte wird auch entscheidend sein, wie sich der Ölpreis zukünftig entwickeln wird. Sollte er stabil bleiben, ist auch davon auszugehen, dass der Dollar an Stärke gewinnen wird. Kommt es allerdings wieder zu einer Umkehr und der Ölpreis geht in Richtung der alten Hochs, ist nicht nur mit einer Dollarschwäche zu rechnen, sondern auch mit einer klaren Reaktion an den Aktienmärkten. Ein weiteres Augenmerk richtet sich auf die Dramatik bei den US-Kreditinstituten. Die Verstaatlichung von Fannie Mae und Freddy Mac zeigt das ganze Chaos. Die Kurse dieser Institute dürften voraussichtlich von der Börse ganz herausgenommen werden. Lehman Brothers bleibt ebenfalls noch im negativen Rampenlicht. Dieses Szenario strahlt auch auf die europäischen und asiatischen Länder aus. Es scheint so, dass sich die Märkte in einer ständigen Reflexbewegung befinden. Positive wie negative Nachrichten werden mit extremen Kursschwankungen belohnt bzw. bestraft. Schlussendlich bleiben aber nach wie vor keine klaren Erkenntnisse, wohin die Reise in den nächsten Monaten gehen wird. Da davon auszugehen ist, dass die Abschwächung in der Weltwirtschaft noch gut 4 bis 5 Monate anhalten wird, bis sie ihren Tiefstpunkt erreicht hat, wird uns die Schaukelbörse auch in den nächsten Wochen und Monaten begleiten. Dem Anleger bleibt nur eins übrig, sofern er sich nicht ganz vom Markt fernhalten möchte: starke Übertreibungen nach unten zu nutzen, um vorsichtig die ein oder andere Position langfristig aufbauen zu können. Wir bleiben somit positiv für die Branchen Versorger und Pharma. Bei den Einzelwerten sehen wir die RWE, Nestlé und Bayer kaufenswert.

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