Mittwoch, 18. Januar 2017


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Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) (Stuttgart, ) Die letzten Tage standen an den Aktienmärkten im Fokus der Wirtschaftsdaten. Insbesondere die "Wachstumslokomotive Deutschland" bekommt von den Indikatoren etwa des Ifo-Instituts inzwischen schlechte Noten. Auch im Hinblick auf die restlichen Monate des Jahres scheinen die Prognosen der Konjunkturdaten keine Besserung zu signalisieren. Bleibt die Frage, ob die EZB sich gezwungen sieht, trotz unvermindert hoher Inflationsdaten doch noch in diesem Jahr die Zinsen zu senken? Nach den Kommentaren aus der EZB scheint dies nicht der Fall zu sein. Der amerikanische Aktienmarkt konnte wieder mit etwas positiveren Daten aufwarten. So hat sich das Verbrauchervertrauen etwas aufgehellt und die Rettung der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac scheint möglich. Die übrigen Einflussfaktoren für die Aktienmärkte wie Unternehmensdaten und Ölpreis sind zur Zeit wieder etwas in den Hintergrund gerückt. Die Aktienindizes zeigen weiterhin ein uneinheitliches Bild. Der DAX konnte zwar seine Unterstützungslinie von 6.250 Punkten bisher halten. Allerdings müsste er sich oberhalb der 6.400-Punkte-Marke etablieren, um dann 6.600 Punkte erreichen zu können. Andernfalls droht noch einmal ein Rückschlag analog zum Juli dieses Jahres an die 6.000-Punkte-Marke. Beim Euro Stoxx 50 konnte zwar die 2.800-Punkte-Marke halten, aber erst über 2.900 bzw. 3.000 Punkten kann von einer Erholungsphase gesprochen werden. Auch hier bleibt das Risiko des Rückschlags bis zur 2.600-Punkte-Marke. Der Dow Jones Index liegt zwischen der Unterstützungslinie bei 11.200 Punkten und 11.800 Punkten in einem breiten Band. Daran dürfte sich auch in nächster Zeit nicht viel ändern.

Für den Anleger bleibt ein unverändertes Bild. Die starke Schwankungsbreite bleibt erhalten und der DAX hangelt sich zwischen 6.250 und 6.450 Punkten hin und her. Ansätze für eine wirkliche Trendwende sind nicht vorhanden. Auch der kommende Monat September, von vielen Investoren als Negativmonat betrachtet, verspricht insofern nicht viel Gutes. In die gesamten Konjunkturdaten sind bisher noch nicht die politischen Rahmenfaktoren von Georgien eingepreist. Auch hier versteckt sich noch ein Unsicherheitsfaktor für die Anleger. Aber solche unsicheren Zeiten bergen durchaus Chancen. Gerade Szenarien, in denen sich viele Marktteilnehmer zurückhalten, bieten die Möglichkeit, einzelne Unternehmen günstig ins Depot aufzunehmen. Die Branchen Versorger und Pharma sollten übergewichtet werden. Ebenso der Nahrungsmittelbereich. Positiv sehen wir die RWE, Nestlé und Bayer.

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