Samstag, 10. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 155258

Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) (Stuttgart, ) Anhand der Konjunkturdaten konnten sich die Aktienmärkte in den letzten Tagen von ihrer freundlichen Seite zeigen. Insbesondere von der amerikanischen Notenbank kommen optimistische Töne dahingehend, dass die Konjunkturerholung als solide und nachhaltig bezeichnet wird. Vor allem da Verbesserungen im Einzelhandel und somit ein Wachstum in diesem Jahr von 3 % prognostiziert werden. Diese freundlichen Kommentare haben die asiatischen Börsen zum Anlass genommen, weitere Kurssteigerungen vorzunehmen. So konnte der Aktienmarkt in Tokio kurzzeitig sogar ein 18-Monate-Hoch erreichen und es ist davon auszugehen, dass trotz kleinerer Rücksetzer weitere Kurssteigerungen möglich sind. Deutlich macht dies auch der Dollar, der weiter an Stärke gewinnt. Die Anleger bringen damit ihre Skepsis gegenüber dem europäischen Wirtschaftswachstum zum Ausdruck. Außerhalb des Euroraums geht Großbritannien voran. Hier ist das Verbrauchervertrauen wiederum zurückgegangen, bedingt auch durch eine abwartende Haltung vor den Wahlen im Mai. In Deutschland wird ein Wirtschaftswachstum von knapp 1,5 % prognostiziert, dies zeigt den Abstand zu den USA deutlich. Damit tritt am deutschen Aktienmarkt auch eine gewisse Ernüchterung ein, nach den Höchstkursen wurden nun Gewinnmitnahmen durchgeführt. Der DAX legt kurz vor seinen 6.200 Punkten erst einmal den Rückwärtsgang ein und bewegt sich nun direkt an seiner Unterstützungslinie von 6.100 Punkten. Sollte diese nicht halten, wäre auch ein Unterschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 6.000 Punkten möglich. Der Euro Stoxx 50 konnte seine Widerstandslinie von 2.670 Punkten nicht überschreiten, bleibt aber im Seitwärtstrend mit der Unterstützungslinie von 2.580 Punkten. Der Dow-Jones-Index befindet sich unmittelbar an der 11.000-Punkte-Marke, hier liegt die Unterstützungslinie bei 10.750 Punkten.

Das Anlegerinteresse geht immer mehr nach Asien. Insbesondere der chinesische Aktienmarkt zeigt sich weiter dynamisch und wird unterstützt durch Neuemissionen, die für die Erstzeichner zweistellige Kursgewinne erzielen können. Von solchen Erfolgsmeldungen ist Europa weit entfernt. Die Verschuldung einzelner Staaten ist zwar nicht mehr an vorderster Stelle im Blickfeld der Anleger, wird aber die Märkte auch in den kommenden Monaten ständig begleiten. Die Zweifel, dass finanzschwache Staaten mit ihren Finanzproblemen alleine fertig werden, sind gerechtfertigt. Dabei besteht die Gefahr nicht darin, dass diese Länder immer neue Anleihen herausgeben und diese auch gezeichnet werden, sondern eher darin, dass sie nicht in der Lage sein könnten, die Tilgung und die laufenden Zinszahlungen überhaupt zu leisten, und dann doch eine ständige Unterstützung anderer Euroländer vorgenommen werden müsste. Die Aktieninvestoren schieben diese Gefahr zurzeit beiseite. Da die meisten Anleger immer noch auf hohen Cashquoten sitzen, dürfte ein Übersteigen wichtiger charttechnischer Punkte wie z.B. der 6.200-Punkte-Marke ausreichen, um weitere Höchstkurse generieren zu können. Wir bleiben weiter defensiv orientiert und würden mit starkem Anstieg der Aktienindizes selektive Verkäufe vornehmen oder durch ein Reverse-Bonus-Zertifikat auf den DAX Absicherungsstrategien einsetzen. Positiv bleiben wir für die Branchen Nahrungsmittel und Gesundheitswesen sowie unverändert für die Minenwerte. Bei den Einzeltiteln empfehlen wir Nestlé, Fresenius und Anglo American.

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