Samstag, 21. Januar 2017


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Solidarität mit französischen Landwirten

(lifePR) (Freiburg, ) Seit Sonntagabend blockieren französische Landwirte mehrere Übergänge entlang der deutschen Grenze. Ihr Protest richtet sich gegen Niedrigpreise im Handel. Der BLHV erklärt sich mit der Aktion solidarisch. Wie in Frankreich fordert auch der BLHV seit Jahren faire Erzeugerpreise für die deutschen Landwirte. Der Bauernverband beklagt, dass die Reglementierungen stetig zu-nehmen, das Einkommen der Bauern aber nicht in akzeptabler Relation steht. Vielmehr ergibt sich für den Handel eine große Gewinnspanne, die vorwiegend zu Lasten der Bauern geht. Und zwar in allen Bereichen der landwirtschaftlichen Erzeugung. Zuletzt war die Diskussion während der Erdbeersaison entbrannt. Doch auch auf dem Milch- und Fleischmarkt entwickelt sich die Situation in Besorgnis erregender Weise. Nicht zuletzt trifft jüngst auch unsere Bauern die anhaltende Dürre. Die französischen Berufskollegen haben davon nun die Nase voll. Sie sind wütend, weil die Lebensmittelimporte aus anderen EU-Staaten den Druck auf ihre Erzeugerpreise verstärken. Mit den Grenzblockaden wollen sie auf ihre verzweifelte Situation aufmerk-sam machen. Mit den Forderungen ihrer französischen Berufskollegen erklären sich die Bauern Südbadens in vollem Umfang solidarisch. Vor allem die Discounter übernehmen bei der Preisgestaltung eine unrühmliche Führungsrolle, wodurch die Erzeugerpreise auch in Deutschland unter stetem Druck stehen. Die deutschen Landwirte zahlen ihren Erntehelfern seit diesem Jahr ebenso einen Mindestlohn. Wie ihre französischen Kollegen machen sie die Erfahrung, dass der Handel, in keiner Weise höhere Produktionsstandards und Produktionskosten honoriert. Im Gegenteil: Einheimische Erzeuger werden nach Ansicht des BLHV gegen die Konkurrenz aus Ländern mit einem Mindestlohn, der mit 2 bis 3 Euro deutlich unter dem hiesigen liegt, ausgespielt. Nach Informationen des Deutschen Bauernverbandes ist die Handelsbilanz zwischen Deutschland und Frankreich bei Agrarprodukten ausgewogen. Deutschland importierte 2014 französische Agrargüter im Wert von 6,0 Milliarden Euro, vor allem Wein, Käse, Ölsaaten, Fleischwaren sowie andere Milchprodukte. Im Gegenzug exportierte es nach Frankreich Agrargüter im Wert von 5,6 Milliarden Euro, insbesondere Käse, Milchprodukte, Fleisch- und Backwaren.

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