Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Moto Guzzi - Die Geschichte der Adler aus Mandello

Sonderausstellung im Auto & Technik Museum Sinsheim

(lifePR) (Sinsheim, ) In einer Sonderausstellung präsentiert das Auto & Technik Museum Sinsheim vom 29. April bis 3. Oktober 2010 zahlreiche Klassiker der Kultmarke Moto Guzzi, die alle von Guzzi verfolgten Motorenkonzepte umfasst. Highlights der Ausstellung sind u.a. eine Moto Guzzi Ercole von 1948, eine V7 Sport von 1971, eine Falcone Carabinieri von 1970, die Militärmaschine Moto Guzzi Superalce von 1946 und die legendäre Grand Prix Werksrennmaschine 500 GP aus dem Jahr 1957.

Wenn es um Tradition und Geschichte des Motorrads geht, nehmen die "Adler aus Mandello" von Moto Guzzi eine besondere Stellung ein. Zahllose Erfolge im Motorsport und die robusten Gebrauchsmotorräder, die wegen ihrer Zuverlässigkeit auch vom Militär und der Polizei hoch geschätzt wurden, haben die Marke schon früh zur Legende werden lassen. Kultstatus erlangte die Firma in den 1960er und 1970er Jahren durch ihre bulligen Tourenmotorräder mit dem charakteristischen, großvolumigen Zweizylinder-V-Motor, der noch heute das Aushängeschild von Moto Guzzi darstellt.

Die Geschichte von Moto Guzzi begann 1921 mit einer kleinen Fabrik im italienischen Städtchen Mandello del Lario. Schon mit den ersten Modellen überzeugten die Firmengründer, der Heeresflieger Giorgio Parodi und sein Freund, der Flugzeugtechniker Carlo Guzzi, die Fachwelt mit ihren robusten und zukunftsweisenden Konstruktionen. Wegen der engen Beziehung von Parodi und Guzzi zur Fliegerei wurde im Firmenzeichen ein Adler mit ausgebreiteten Schwingen verwendet, wodurch die Motorräder auch als die "Adler aus Mandello" bekannt wurden. Carlo Guzzi ging als genialer Ingenieur und Konstrukteur in die Markengeschichte ein und leitete die technische Entwicklung über vier Jahrzehnte lang bis zu seinem Tod im Jahr 1964. Die klangvollen Modellnamen aus der Frühzeit von Moto Guzzi wie Airone, Falcone, Galletto, Stornello, Lodola, Sport 14, Dondolino und Gambalunga sind in der Bikerszene noch immer wohl bekannt.

Von Beginn an hatte der Motorsport große Bedeutung bei Moto Guzzi. Bis zum Ausstieg aus der Rennszene im Jahr 1957 gab es kaum einen bekannten Fahrer, der während seiner Karriere nicht mindestens einmal eine der legendären Rennmaschinen aus Mandello bewegte: Bill Lomas, Bruno Ruffo, Archille Varzi, Enrico Lorenzetti, um nur einige zu nennen.

Im Verlauf der fast 90-jährigen Geschichte verfolgte Moto Guzzi zahlreiche unterschiedliche Motorkonzepte. Legendär wurden insbesondere die Motorräder mit liegendem Einzylindermotor mit bis zu 500 ccm Hubraum (u.a. Moto Guzzi Falcone) und die Mitte der 1960er Jahre konzipierten Maschinen mit Kardanantrieb und dem charakteristischen 90°-V2-Zylinder (z.B. V7-Sport und California), dem Moto Guzzi bis heute treu geblieben ist.

Wie viele Motorradhersteller hatte Moto Guzzi immer wieder mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen und mehr als einmal stand die Existenz der Firma auf des Messers Schneide. Heute produziert Moto Guzzi noch immer in Mandello, aber die Zukunft sieht nicht sehr rosig aus. Man kann nur hoffen, dass diese Marke erhalten bleibt.

Die Sonderausstellung "Moto Guzzi - Die Geschichte der Adler aus Mandello" ist von 29.April 2010 bis 3. Oktober 2010 täglich von 9 bis 18 Uhr im Auto & Technik Museum Sinsheim zu sehen. Weitere Infos unter www.technik-museum.de .

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