Samstag, 03. Dezember 2016


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Das Leben als Inszenierung - Die Filme von Daniel Schmid 8. bis 30. Januar 2009

(lifePR) (Berlin, ) Kino war für den Schweizer Filmemacher und Opernregisseur Daniel Schmid (1941-2006) der Ausdruck reinster Künstlichkeit. Der leidenschaftliche Geschichtenerzähler interessierte sich seit jeher mehr für die Legenden, die sich durchs Erzählen bilden, als für die dahinter liegende Realität. Imaginäre Orte und die Träume und Illusionen, die dahin führen, spielten eine wichtige Rolle in seinem Filmschaffen.

Wir freuen uns, vom 8. bis zum 30. Januar eine Retrospektive mit allen 12 Kinofilmen von Daniel Schmid im Kino Arsenal präsentieren zu können.

1941 im bündnerischen Flims Waldhaus geboren, wuchs Daniel Schmid im großelterlichen Hotel Schweizerhof auf. Die Welt des Hotels, in dem Gäste aus aller Welt absteigen, wurde prägend für seine Ästhetik. Die Hotellobby bot sich ihm als Bühne der täglich wiederkehrenden Inszenierung des Hotelpersonals und der Gäste dar, in der sie zu Akteuren ihres eigenen Theaterstücks wurden. 1992 kehrte er mit HORS SAISON zurück an den Ort seiner Kindheit - eine Reise in die Welt der Erinnerung und Phantasie. In HORS SAISON findet sich alles, was Schmids Schaffen ausmacht: das Spiel zwischen Realität und Illusion, das Abtasten von Grenzräumen, die Reisen durch Zeiten und Welten, das Suchen nach der Wahrheit im Klischee und die vielfach gebrochenen Narrationen.

Nach dem Ende der Schulzeit ging Daniel Schmid nach Berlin, schrieb sich zunächst an der Freien Universität in Geschichte und Publizistik ein und bewarb sich später zusammen mit Rainer Werner Fassbinder, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbinden sollte, an der dffb. Im Gegensatz zu Fassbinder wurde Schmid angenommen. 1970 drehte er seinen ersten mittellangen Film, den labyrinthartig verschachtelten THUT ALLES IM FINSTERN, EUREM HERRN DAS LICHT ZU ERSPAREN. In der Folge bewegte er sich in einem internationalen Umfeld, drehte in der Schweiz, Deutschland und Italien, mit Schauspielern verschiedenster Länder und in deutsch, französisch und italienisch. Zum Schweizerischen Filmschaffen der 70er und 80er Jahre, das sich hauptsächlich einem sozialen Realismus verschrieben hatte, stand er immer quer. Schmid schuf sich seine eigene Welt und scharte Weggefährten wie den Kameramann Renato Berta um sich, mit dem er seit HEUTE NACHT ODER NIE jeden seiner Filme gedreht hat. Die Hinwendung auch zur Oper ab Mitte der 80er Jahre war für Daniel Schmid eine folgerichtige Selbstverständlichkeit - "Oper ist das Künstlichste und Absurdeste, was es gibt".

Im Sommer 2006 starb Daniel Schmid an Krebs. Er arbeitete an zwei Projekten: Portovero und Giulias Verschwinden, für das der Autor Martin Suter zum vierten Mal (nach JENATSCH, HORS SAISON, BERESINA) das Drehbuch verfasste. Giulias Verschwinden wurde 2009 von Christoph Schaub verfilmt und kommt im Februar in die deutschen Kinos.

Wir eröffnen am 8.1. mit THE WRITTEN FACE und einer Einführung des Filmkritikers Bert Rebhandl.

Vorab möchten wir Ihnen in einer Pressevorführung am Dienstag, 15.12., ab 10.30 Uhr im Kino Arsenal 1 eine Auswahl der Filme vorstellen:

10.30h:
SCHATTEN DER ENGEL CH/BRD 1976 105'
12.45h:
HORS SAISON Zwischensaison D/CH/F 1992 OmU 93'

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung von Swiss Films. Dank an Hanna Bruhin (Swiss Films) und die Schweizerische Botschaft.

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