Montag, 05. Dezember 2016


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Arbeitskammer: "Gute Arbeit" bringt Vorteile für Arbeitnehmer und Betriebe

AK-Zeitschrift nimmt im Titelthema zum Jahresbericht an die Landesregierung die Arbeitsbedingungen im Saarland unter die Lupe

(lifePR) (Saarbrücken, ) Sind die Qualität und die Bedingungen der Arbeit gut, dann profitieren davon nach Auffassung der Arbeitskammer des Saarlandes (AK) nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Betriebe. Davon sind Wachstumschancen und Innovationsfähigkeit von Unternehmen abhängig. Das erklärt der AK-Vorstandsvorsitzende Hans Peter Kurtz in einem Kommentar in der gerade erschienenen AK-Zeitschrift "arbeitnehmer" (4/2015). Die Zeitschrift widmet in ihrer aktuellen Ausgabe das Titelthema ihrem Jahresbericht an die Landesregierung, der den Titel trägt: "Gute Arbeit für das Saarland - Politikwechsel fortsetzen!".

Der Landesregierung attestiert Kurtz, dass sie dieses Potenzial erkannt und Gute Arbeit als feste Zielgröße in ihr Politikkonzept aufgenommen habe. Diesen Weg gelte es weiterzugehen. Denn die Arbeitskammer macht immer noch erhebliche Defizite aus: So muss vor allem der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz einen höheren Stellenwert bekommen. Die Belastungssituation der saarländischen Beschäftigten ist von einem hohen Zeit- und Leistungsdruck gekennzeichnet. Deshalb fordert die Arbeitskammer eine handlungsfähige Arbeitsschutzaufsicht, die die Betriebe effizient unterstützt. Die Betriebe und Verwaltungen selbst müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Instrumente der Gesundheitsförderung, insbesondere die Gefährdungsbeurteilung und das betriebliche Gesundheitsmanagement auch einsetzen.

Die AK-Experten monieren auch, dass immer noch zu viele Betriebe nur schlecht gerüstet sind für den demografischen Wandel und den Umgang mit einer alternden Arbeitnehmerschaft. Dies betrifft auch die Aus- und Weiterbildung. Dabei ist bereits heute jeder dritte Beschäftigte im Saarland über 50 Jahre alt. Auch bei der Gleichstellung sieht der AK-Bericht noch erhebliche Defizite. Viele Frauen arbeiten in Teilzeit, in prekären Beschäftigungsverhältnissen und zu Niedriglöhnen.

Defizite sieht die Arbeitskammer auch bei der Einhaltung der Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte. Die Chancen, die in einer guten betrieblichen Zusammenarbeit liegen, werden zu wenig genutzt.

Hinweise:

Die Arbeitskammer (AK) des Saarlandes ist eine Körperschaft öffentlichen Rechtes. AK-Mitglieder sind alle im Saarland sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie finanzieren die Kammer durch Beiträge. Die AK Saar versteht sich als Dienstleister für alle Arbeitnehmer im Land. Ihr Leitmotiv lautet: "beraten, bilden, forschen".

Der "arbeitnehmer" (AN) ist das acht Mal jährlich erscheinende Magazin der Arbeitskammer. Die Zeitschrift mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren bietet Berichte aus der Arbeitswelt, Experten-Interviews zu Themen, die die Arbeitnehmer betreffen, sowie Tipps und Informationen für den Arbeitsalltag; sie enthält darüber hinaus Wissenswertes aus dem Arbeits- und Sozialrecht, der Politik und dem Kulturleben. In Heft 4/2015 gibt es neben dem Titelthema beispielsweise Beiträge zur ständigen Erreichbarkeit per Mail oder Smartphone, zu einer besonderen Art der Partnerschaft zwischen Betriebsräten in Ost und West, zur Ausbildung behinderter Jugendlicher, der Bespitzelung durch den US-Geheimdienst, zum Umgang mit dem Bergbau-Erbe oder zum Singen von Arbeiterliedern, was gerade zum immateriellen Kulturgut der UNESCO erhoben wurde.

Service:

Ein PDF des "arbeitnehmer"-Titelthemas zum Jahresbericht erhalten Sie mit dieser Pressemitteilung. Das komplette Magazin kann unter www.arbeitskammer.de/arbeitnehmer-4-2015 gelesen oder als PDF ausgedruckt werden.

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