Sonntag, 22. Januar 2017


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Aus Meister wird Master - Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte erleichtert

"Praktische Konsequenzen müssen folgen"

(lifePR) (Bremen, ) Wer seinen Meister gemacht hat, kann jetzt auch den Master bekommen: Nach dem zweiten Hochschulreformgesetz, das heute in der Bürgerschaft debattiert wurde, erhalten nun auch Meister und Menschen mit vergleich-baren Fachabschlüssen, den Zugang zu Hochschulen. Damit wird auch im Land Bremen der Beschluss der Kultusministerkonferenz vom März 2009 umgesetzt. Dies bedeutet, dass sowohl Meister/innen als auch Fachwirt/innen, Fachkaufleute und Betriebswirt/innen mit ihrem Abschluss der Weg in die Hochschule geöffnet wird.

"Wir begrüßen diesen Schritt ausdrücklich", so Hans Endl, Hauptgeschäfts-führer der Arbeitnehmerkammer. "Die Bildungswege müssen durchlässiger werden - die Übergänge für beruflich Qualifizierte an die Hochschule müssen aber auch praktisch attraktiver und einfacher gestaltet werden."

Zum einen ist dafür Sorge zu tragen, dass beruflich und im Rahmen von Weiterbildung erworbene Kompetenzen auf die zu erbringenden Studien-leistungen angerechnet werden. Hierzu laufen bereits Modellprojekte, die beispielhaft ein solches Anerkennungssystem entwickelt haben.

Zum anderen können erfolgreiche Übergänge in den Bereich der akademischen Ausbildung nur erfolgen, wenn auch Studienangebote vorhanden sind, die für diesen Personenkreis zugänglich sind. Das derzeitige Studienangebot, das maßgeblich durch Vollzeitstudiengänge geprägt ist, bietet weder inhaltlich noch strukturell diese Möglichkeiten. "Die ,neuen' Studierenden werden ein Studium selbst finanzieren und vielleicht auch ihre Familie weiter ernähren müssen. Sie werden es sich dann nicht leisten können, ihre Berufstätigkeit ruhen zu lassen oder gar aufzugeben." - so Hans Endl. "Es geht bei der neuen Regelung auch um Bildungsgerechtigkeit. Dieses Ziel wird konterkariert, wenn keine berufsbegleitenden Studiengänge vorhanden sind, die prinzipiell allen beruflich Qualifizierten diesen Weg ermöglichen."

Die Arbeitnehmerkammer fordert daher praktische Konsequenzen aus der Reform: berufsbegleitende Studienangebote müssen im Land Bremen entwickelt werden. Kompetenzen, die außerhalb der Hochschule erworben wurden, müssen beim Studium berücksichtigt werden.

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