Sonntag, 04. Dezember 2016


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Analytik Jena und Bruker vereinbaren Strategische Kooperation für Detektion von Biologischen Gefahrenstoffen

Parallel wurden ein Entwicklungsvertrag für vollautomatisierte Gerätesysteme zur Detektion biologischer Gefahrenstoffe und ein exklusiver Vertriebsvertrag bereits verfügbarer Produkte für den Behördenbereich unterzeichnet

(lifePR) (Jena / Leipzig, ) AJeBiochip Systems GmbH in Itzehoe, ein Tochterunternehmen der Analytik Jena AG, schloss Ende September 2008 mit der Bruker Daltonik GmbH (Leipzig und Bremen) einen Entwicklungsvertrag sowie ein exklusives Vertriebsabkommen für ein automatisiertes Gerätesystem zur Detektion biologischer Gefahrenstoffe ab. Der Jenaer Konzern und das Leipziger Unternehmen stärken damit ihr Potential im Bereich der zivilen Sicherheit. Insbesondere erweitert dies die Zusammenarbeit der bereits vor einigen Monaten begonnenen Kooperation beider Firmen für ein vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Vorhaben. Analytik Jena erhielt als Bestandteil der High-Tech-Strategie "Forschung für die zivile Sicherheit" des BMBF den Zuschlag für ein Verbundprojekt mehrerer Unternehmen, an dem auch Bruker Daltonik wesentlich beteiligt ist.

Der nun abgeschlossene Entwicklungsvertrag beinhaltet die Entwicklung von vor Ort einsetzbaren, automatisierten und integrierten Analysensystemen für die universelle Identifizierung biologischer Gefahrstoffe. Auf Basis der bereits bei AJeBiochip vorhandenen Gerätetechnik sollen gerätetechnische und analytische Parameter noch weiter verbessert, bzw. erweitert werden. So sollen zusätzlich einfach zu verteilende, und damit große Teile der Bevölkerung bedrohende, giftige Substanzen (Toxine) wie Ricin, Butolinum oder Staphylococcos aureus Entertoxin schnell und sicher detektiert und identifiziert werden. In der praktischen Anwendung können neben dem Einsatz bei der militärischen Aufklärung vor allem Feuerwehr, Zivilschutz oder andere Einsatzkräfte diese Technologie nutzen, um Sofortmaßnahmen einzuleiten.

Das automatisierte, portable zukünftige System soll alle bisherigen Laborschritte sowie die Programmsteuerung, Datenanalyse und Alarmfunktion integrieren. Eine Detailkontrolle und Ergebnisbegutachtung wird online durch Experten aus der Ferne möglich sein. Analytik Jena und Bruker Daltonik erhoffen sich damit, einen weltweit hohen Absatzmarkt zur Abwehr biologischer Gefahrenstoffe zu eröffnen.

Parallel mit dem Entwicklungsvertrag vereinbarten beide Unternehmen einen Marketing- und Liefervertrag für das bereits kommerziell verfügbare System ePaTOX. Das portable Messgerät ePaTOX wird derzeit zur Vor-Ort-Detektion von biologischen Agenzien eingesetzt und detektiert je 5 Toxine und 5 gefährliche Erreger mittels elektrischer Biochips. Bruker Daltonik wird auf exklusiver Basis den weltweiten Vertrieb für beschriebene Märkte übernehmen. Der Vertriebsvertrag bezieht auch die neu zu entwickelnden Produkte der AJeBiochip für die genannten Anwendungen mit ein.

Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG, und Sebastian Meyer-Plath, Geschäftsführer von Bruker Daltonik, erklärten zu der Vertragsunterzeichnung:

"Die abgeschlossen Verträge zielen auf eine schnelle und sichere Erkennung eines möglichen terroristischen Einsatzes von extrem toxischen, biologischen Substanzen ab. Diese globale Gefahr stellt eine große Herausforderung dar und ist leider sehr real. Wer heute an den internationalen Handel, den globalen Flug- und Schifffahrtsverkehr, oder weltweite Großveranstaltungen wie die Fußball-WM oder die Olympiade denkt - in all diesen Anwendungsbereichen ist die Vor-Ort Aufklärung der biologischen Gefahrenlage notwendig. Wir erheben mit dieser Gerätetechnik den Anspruch auf eine Spitzenstellung im Weltmarkt", so Berka und Meyer-Plath.

"Mit dem Vertrag schließen Analytik Jena und Bruker Daltonik eine wichtige Kooperation zur Entwicklung neuer Sicherheitstechnologien und stärken den Standort der deutschen Sicherheitsindustrie. Das Bundesministerium hat mit dem Forschungsprogramm einen Keim gesät, den wir gemeinsam im Bereich der B-Erkundung zu marktfähigen Produkten gemacht haben und weiter ausbauen wollen. Unsere Produkte werden den Schutz der Bevölkerung vor Bedrohungen verbessern, die u. a. durch Terrorismus, organisierte Kriminalität oder Naturkatastrophen ausgelöst werden. Für die Detektion von biologischen Schadstoffen wie Pathogenen und Toxinen gibt es bisher am Markt keine oder für die heutigen Anforderungen nicht ausreichende portable und automatische Systeme mit integrierter Probenaufbereitung. Ob bei der DNA-Detektion (z.B. aus Anthrax oder Pocken) oder RNA-Detektion (z.B. der Ebola-Viren oder Vogelgrippe) können wir so die Identifizierung deutlich beschleunigen."

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