Dienstag, 06. Dezember 2016


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Banken-Arbeitgeber rufen zu maßvoller und pragmatischer Tarifrunde auf

(lifePR) (Berlin, ) .
- Ulrich Sieber: "Die weitere Stabilisierung der Branche hat jetzt Priorität"
- Thomas Christian Buchbinder: "Angespannte Lage erfordert beschäftigungsorientierten Abschluss"
- Verdi-Forderungen nach Tarifregelungen zu Vertrieb und Gesundheitsschutz auf die Betriebsebene verwiesen

Mit einem Aufruf zu maßvollen und pragmatischen Verhandlungen gehen die Arbeitgeber in die Tarifrunde 2010 im privaten und öffentlichen Bankgewerbe, die am kommenden Montag, 19. April, in Berlin beginnt. Die Finanzmarktkrise sei noch nicht vorbei und werde auf absehbare Zeit noch zu weiteren erheblichen Belastungen führen. 2010 werde erneut ein schwieriges Bankenjahr.

"Der Blick auf andere Branchen zeigt, dass die Gewerkschaften den Ernst der Wirtschaftslage erkannt haben. In diesem Sinne tragen jetzt auch die Tarifparteien im Bankgewerbe eine besondere Verantwortung", sagt Ulrich Sieber, Verhandlungsführer der Banken-Arbeitgeber. "Die weitere Stabilisierung der Branche hat jetzt Priorität. Dies ist auch im Sinne unserer Mitarbeiter." Für die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken betont deren Vorsitzender Thomas Christian Buchbinder: "Die Situation vieler Institute ist äußerst angespannt. In dieser Lage brauchen wir einen beschäftigungsorientierten Abschluss." Die Arbeitgeber sehen deshalb beim Gehalt nur sehr begrenzten Spielraum und erwarten von den Gewerkschaften Verdi, DBV und DHV Lohnzurückhaltung.

Die Forderungen von Verdi nach einer Vielzahl von Regelungen zum Umbau der Vertriebssteuerung und zum Gesundheitsschutz weisen die Banken-Arbeitgeber als nicht tarifierbar zurück. "Unsere Branche nimmt diese Themen sehr ernst, aber sie erfordern zwingend maßgeschneiderte betriebliche Lösungen", sagt Ulrich Sieber. Zudem seien beide Aspekte gesetzlich umfassend geregelt. "Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns Arbeitgebern sehr wichtig. Unsere betrieblichen Regelungen sind auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter vor Ort zugeschnitten", so Ulrich Sieber.

Zum Forderungspaket von Verdi zur Beschäftigungssicherung verweisen die Arbeitgeber auf die bislang separat geführten Verhandlungen zur Fortentwicklung des Rationalisierungsschutzabkommens. Aus diesen Gesprächen gebe es verschiedene Anknüpfungspunkte, die man nun in der Tarifrunde wieder aufgreifen werde. Ein Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bei Rationalisierung gehöre jedoch nicht in den Tarifvertrag.

AGV Banken - Arbeitgeberverband des privaten Bankengewerbes e.V.

Der AGV Banken führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken. Die Verhandlungsgemeinschaft vertritt insgesamt rund 240.000 Beschäftigte.

Dem AGV Banken gehören rund 140 Institute (Großbanken, Regionalbanken, Pfandbriefbanken, Spezialbanken, Privatbankiers und Bausparkassen) mit 160.000 Beschäftigten an. Vorsitzender des AGV Banken ist Ulrich Sieber, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG.

Der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken gehören 50 Mitgliedsinstitute des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) an, unter anderem Landesbanken, Förderinstitute, Bausparkassen und einzelne Sparkassen. Vorsitzender der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken ist Thomas Christian Buchbinder, Vorstandsvorsitzender der SaarLB.

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