Samstag, 10. Dezember 2016


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Arbeitslosenquote steigt saisonbedingt auf 4,2 Prozent

Jugendliche besonders vom Anstieg betroffen - Ältere profitieren

(lifePR) (München, ) Im Berichtsmonat ist die Zahl der Arbeitslosen im Raum München aus jahreszeitlichen Gründen gestiegen. Die Arbeitslosigkeit erhöht sich gegenüber Juli 2012 um 1.499 auf 51.759 Personen. Die Arbeitslosenquote steigt von 4,1 auf 4,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 430 Frauen und Männer bzw. 0,8 Prozent. Die Quote lag im August 2011 ebenfalls bei 4,2 Prozent.

- Arbeitslos gemeldete Menschen im August 51.759
- Arbeitslosenquote im August 4,2 Prozent

"Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Ferienzeit ist saisonbedingt und nicht ungewöhnlich, die Herbstbelebung wird im September starten", sagt der kommissarischer Leiter der Agentur für Arbeit München, Manfred Jäger, anlässlich der monatlichen Berichterstattung. Jäger erklärt: "Davon betroffen sind überwiegend Jugendliche unter 25 Jahren, die sich nach Schul- oder Ausbildungsabschluss vorübergehend arbeitslos melden. Natürlich macht sich die Urlaubszeit auch in den Münchner Personalbüros bemerkbar: Neueinstellungen werden vertagt; viele Unternehmen rekrutieren erst nach den Sommer- bzw. Werksferien wieder neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Insgesamt zeigt sich der Münchner Arbeitsmarkt jedoch stabil.

"Als einen stabilen positiven Trend verzeichnen wir die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei den älteren Personen. Auffällig ist, dass dies die einzige Personengruppe ist, die im August einen Rückgang der Arbeitslosigkeit verbuchen kann und das ist überaus erfreulich für unsere älteren Arbeitnehmer", so Jäger weiter.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB III (plus 5,0 Prozent) fällt höher aus als im Rechtskreis SGB II (plus 1,3 Prozent). Im Bereich SGB III (betreut von der Arbeitsagentur) sind im August 23.456 Menschen arbeitslos gemeldet, im Bereich SGB II (betreut von den Jobcentern) 28.303 Personen. In der Arbeitslosenversicherung steigt die Quote von 1,8 auf 1,9 Prozent. In der Grundsicherung bleibt die Arbeitslosenquote unverändert bei 2,3 Prozent.

Mehrzahl der Landkreise unter Drei-Prozent-Marke; Landeshauptstadt erstmals wieder eine 5 vor dem Komma

Die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen liegt auf einem sehr niedrigen Niveau, wenngleich sich die Arbeitslosenquote in fast allen Kreisen um 0,1 Prozentpunkte erhöht hat. In Ebersberg gibt es 96 arbeitslose Frauen und Männer mehr als im Vormonat, insgesamt sind es 1.688. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte). Im nördlichsten Landkreis des Agenturbezirkes steigt die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent, das sind aktuell 1.965 arbeitslose Menschen (plus 195) in Dachau. Das ist der deutlichste Anstieg im Agenturbezirk München. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Landkreis Starnberg um 43 Personen auf 1.742 Frauen und Männer gestiegen. Einzig im Landkreis Starnberg bleibt die Quote unverändert, diese beläuft sich auf 2,8 Prozent. Im Landkreis München sind aktuell 5.074 Menschen ohne Arbeit, 199 mehr als noch im Juli 2012. Die Quote erhöht sich auf 3,0 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte). Das Schlusslicht ist Fürstenfeldbruck mit einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte). Aktuell sind dort 3.391 Personen arbeitslos, 130 mehr als im Vormonat.

Binnen Monatsfrist waren in der Landeshauptstadt 37.899 Personen arbeitslos, dies sind 836 Menschen mehr als im Juli 2012. Die Arbeitslosenquote beläuft sich aktuell auf 5,0 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte). Im Vorjahrjahresmonat waren in der Landeshauptstadt 158 Personen (minus 0,4 Prozent) weniger ohne Arbeit.

Hohe Dynamik auf dem Münchner Arbeitsmarkt

Im Agenturbezirk München meldeten sich im aktuellen Berichtsmonat 14.697 Personen arbeitslos, 935 weniger als im August 2011. Zeitgleich konnten 13.176 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden, 1.200 Personen weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Kurzarbeit verliert an Bedeutung

Als Hochrechnung liegen die aktuellsten Zahlen für April 2012 vor. Im April waren 82 Betriebe und 660 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. Im März 2012 waren es 79 Betriebe und 535 Beschäftigte.

Jugendarbeitslosigkeit steigt deutlich; Weniger Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen

Im aktuellen Berichtsmonat sind im Agenturbezirk 4.735 Jugendliche von 15 bis 25 Jahren ohne Arbeit, das sind 1.019 mehr als im Juli 2012. Die Arbeitslosenquote erhöht sich von 3,1 auf 3,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Plus von 207 bzw. 4,6 Prozent. Auch die Personengruppe der unter 20-Jährigen weist im Vergleich zum Juli 2012 einen deutlichen Anstieg von 482 bzw. 63,8 Prozent auf. Aktuell sind 1.238 Jugendliche unter 20 Jahren arbeitslos, das entspricht einem Anstieg gegenüber August 2011 um 77 bzw. 6,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote dieser Personengruppe steigt um 1,5 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent. Der Agenturchef beruhigt: "Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist hoch, aber nicht ungewöhnlich in einem August. Schon im nächsten Monat - mit Beginn der Ausbildungs- und Studiengänge - wird die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen wieder deutlich sinken."

Lediglich die Zahl der älteren Arbeitslosen (50 Jahre und älter) ist im Berichtsmonat gesunken: 16.061 Personen sind arbeitslos, das sind 57 Personen weniger als noch im Juli 2012. Im Vergleich zum August 2011 ist die Arbeitslosenzahl dieser Personengruppe allerdings gestiegen und zwar um 323 bzw. 2,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote bleibt aktuell unverändert bei 5,3 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage entwickelt sich weiterhin günstig

Die Münchner Unternehmen fragen im Berichtsmonat mehr Personal nach. Im August haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit München 4.686 neue Stellen akquiriert. Ein Anstieg gegenüber Juli um 744 bzw. 18,9 Prozent und gegenüber dem vergangenen Jahr von über 17,5 Prozent (697). Im Stellenpool der Agentur für Arbeit München befinden sich derzeit 11.328 Angebote, 390 mehr als im Juli. Im Vergleich zum August 2011 ist dies ein Plus von 1.279 Stellen. Besonders hoch ist der Bedarf an Arbeitskräften im Bereich der Zeitarbeit, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Baugewerbe. "Dass die Münchner Unternehmen wieder vermehrt Personal nachfragen, spiegelt die hohe Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen im August wider. Wir werden versuchen, diesen Trend zu verstetigen und bieten unter der Service-Nummer 01801 / 66 44 661 den Betrieben an, weitere freie Stellen und das Anforderungsprofil zu melden. Der Arbeitgeber-Service berät außerdem zu allen Fragen der Personalsuche und Fördermöglichkeiten für Beschäftigte, die Qualifizierungsbedarf haben", betont Jäger.

Zwischenbilanz Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober vergangenen Jahres haben insgesamt 8.690 Bewerber die Berufsberatung bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle zu Rate gezogen. Das waren 364 Jugendliche bzw. 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig wurden von den Münchner Unternehmen 12.890 offene Ausbildungsstellen gemeldet, 193 oder 1,5 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

"Unsere Ausbildungsvermittlung hat aktuell noch über 3.350 freie Lehrstellen im Angebot, die sicherlich in den kommenden Wochen erfolgreich besetzt werden können. Aktuell suchen noch fast 1.500 Bewerber eine Lehrstelle. Rein rechnerisch können somit jedem Bewerber mehr als zwei Berufsausbildungsstellen angeboten werden. Die Branchenvielfalt der offenen Lehrstellen ist immens und bietet motivierten Jugendlichen eine Vielfalt an Möglichkeiten. Ich appelliere an alle Eltern, ihre Kinder bei der Berufswahl aktiv zu unterstützen: Kommen Sie gemeinsam zur Berufsberatung, der Markt ist derzeit sehr dynamisch und aufnahmefähig", so Jäger abschließend.

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