Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Erfolgreicher Start ins erste Ausbildungsjahr

Vorrang für duale Ausbildung

(lifePR) (Chemnitz, ) Im März gaben Staatsminister Martin Dulig und Dr. Klaus Schuberth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, den Startschuss für das Programm "Vorrang für duale Ausbildung". Das Projekt setzt damit den Ansatz der assistierten Ausbildung um, mit dem Ziel insbesondere für junge Menschen mit Startschwierigkeiten die Chancen auf eine Berufsausbildung zu verbessern. Mittlerweile hat das Programm Fahrt aufgenommen.

"Die mit Programmstart geplanten 430 Teilnehmer für die nächsten zwei beginnenden Ausbildungsjahre werden wir wohl aufstocken müssen", so Dulig. Bereits jetzt sind schon rund 200 Teilnehmer in die Projekte vermittelt worden und ein Mehrbedarf zeichnet sich ab. Eine positive Zwischenbilanz kann auch schon gezogen werden. 25 junge Menschen haben bereits einen Ausbildungsvertrag in der Tasche, 60 weitere Ausbildungsverhältnisse gelten für das neue Ausbildungsjahr als sicher.

"Mit diesem Projekt sind wir in Sachsen bundesweit Vorreiter. Wir haben die Chance genutzt, frühzeitig mit der Programmumsetzung zu beginnen und können im Vergleich zu vielen anderen Ländern bereits in diesem Jahr Jugendlichen, die es besonders schwer haben, einen erfolgreichen Start in den neuen Lebensabschnitt und in ihre berufliche Zukunft ermöglichen", so Arbeitsminister Martin Dulig. Die Teilnehmer werden bereits bei der Ausbildungssuche unterstützt und nach dem erfolgreichen Übergang in eine betriebliche Berufsausbildung bei Bedarf bis zu deren Abschluss betreut. "Damit hoffen wir auch, den hohen Ausbildungsabbrüchen etwas entgegenwirken zu können", ergänzt Dulig.

Das Programm lebt insbesondere durch die gute Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion Sachsen, deren regionaler Arbeitsagenturen und Jobcentern und den zugelassenen kommunalen Trägern. Aber auch die Unternehmen sind aufgerufen, das Angebot zu nutzen. Denn oftmals lohnt der zweite Blick. Personalentscheider sollten auch Bewerber in die Auswahl einbeziehen, die auf den ersten Blick nicht alle Anforderungen vollständig erfüllen. Das Projekt hilft dabei, begleitet die Jugendlichen und kann so vorzeitige Abbrüche vermeiden. Zum Vorteil für beide Seiten.

"Arbeitgeber sichern ihren Bedarf an Fachkräften, bleiben damit wettbewerbsfähig und unabhängig vom Arbeitsmarkt. Sie binden geeignetes Personal langfristig an ihren Betrieb und bringen mit selbst ausgebildeten Nachwuchskräften immer wieder frischen Wind in ihren Betrieb. Jugendliche hingehen haben mit einem Berufsabschluss bessere Chancen auf eine qualifizierte Beschäftigung, sind seltener arbeitslos und haben bessere Verdienstaussichten, als ohne Berufsabschluss", so Dr. Klaus Schuberth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit. "Unser gemeinsames Ziel muss es daher sein, das Modell der assistierten Ausbildung in Sachsen zu verankern und weiter auszubauen."

Das Projekt startete zu Jahresbeginn und umfasst ein Fördervolumen von rund 8,5 Millionen Euro aus ESF- und Landesmitteln bis Mitte 2020. Die duale Berufsausbildung ermöglicht dem Fachkräftenachwuchs in Sachsen eine sehr gute Ausbildung und Qualifikation. Bei der dualen Ausbildung steht Sachsen im ostdeutschen Vergleich an der Spitze: 2014 haben hier 92,1 Prozent der Auszubildenden eine betriebliche Ausbildung begonnen.

Hintergrund:

Aus demografischen Gründen, dem Trend zu höherwertigen Schulabschlüssen und der steigenden Studierneigung nahm in den vergangenen Jahren die Zahl der Ausbildungsbewerber deutlich ab. So haben im Jahr 2014 insgesamt 22.100 Jungen und Mädchen mit Hilfe der Berufsberatung eine Ausbildungsstelle gesucht, über 31.000 weniger als im Jahr 2005. Gleichzeitig stieg die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen. So wurden im vergangenen Jahr 18.600 betriebliche Ausbildungsstellen angeboten, 3.100 mehr als vor zehn Jahren.

Damit ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt nahezu ausgeglichen. Durch regionale Unterschiede, Differenzen im Anforderungsprofil der Betriebe und den Leistungen der Schüler sowie durch feste Berufswünsche der Jugendlichen bleiben jedes Jahr Ausbildungsstellen unbesetzt und viele junge Menschen haben keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche. Um das zu ändern, werben die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung verstärkt für die duale Ausbildung.

Inhalte/Ablauf: http://www.sab.sachsen.de/media/esf/fzr1420/bekanntmachungen/2014-09- 08_Foerderkonzept_Vorrang_fuer_duale_Ausbildung.pdf

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