Geflügelfleisch aus Deutschland ist sicher

Sachliche Fakten zu Antibiotika-Vorwürfen bei Geflügel

Gutes Stallmanagement für gesundes Geflügel
(lifePR) ( Berlin, )
Die kürzlich veröffentlichte Studie im Auftrag des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums zum Antibiotika-Einsatz in der Hähnchenaufzucht ist auf großes Interesse in Medien und Öffentlichkeit gestoßen. Durch unsachliche Interpretation der Studie oder verkürzt dargestellte Zusammenhänge werden diffuse Ängste geschürt, die bei den Verbrauchern für Unsicherheit sorgen können. Fakt ist jedoch: Deutsches Geflügelfleisch ist ein sicheres Lebensmittel, das frei von gesundheitlich bedenklichen Antibiotikarückständen ist. Im Folgenden sind einigen Behauptungen sachliche Erläuterungen entgegengestellt, sodass sich jeder selbst eine Meinung bilden kann.

"In der Geflügelhaltung werden Antibiotika vorbeugend verabreicht."

Fakt ist, dass Antibiotika nur nach Verordnung durch den Tierarzt verabreicht werden, wenn die Tiere krank sind. Jede Vergabe von Medikamenten wird im Betrieb dokumentiert. Darüber hinaus hat die deutsche Geflügelwirtschaft die Einrichtung eines bundesweiten Monitoring-Programms in die Wege geleitet - ein derartiges Instrument gibt es in der deutschen Veredlungswirtschaft bislang noch nicht. Ziel ist es, auf Basis der dadurch erhaltenen Daten durch ein kontinuierlich optimiertes Tierhaltungsmanagement den Antibiotika-Einsatz in fünf Jahren um weitere 30 Prozent zu verringern.

"In der Geflügelhaltung werden Antibiotika als Wachstumsbeschleuniger eingesetzt."

Fakt ist, dass die deutschen Geflügelhalter Vorreiter beim Verbot des sogenannten "Wachstumsdopings" waren und das EU-weit seit 2006 geltende Verbot des wachstumsfördernden Einsatzes von Antibiotika bereits deutlich früher im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung umgesetzt haben.

"Geflügelhalter können so viele Antibiotika verwenden, wie sie möchten."

Fakt ist, dass Antibiotika nur nach Verordnung durch den Tierarzt eingesetzt werden und jede Behandlung im Betrieb dokumentiert wird. Weil es derzeit keine verlässlichen bundesweiten Statistiken gibt, hat die deutsche Geflügelfleischwirtschaft bereits im Frühsommer die Initiative ergriffen und Voraussetzungen für eine lückenlose Auswertung des Antibiotika-Einsatzes bei Geflügel in die Wege geleitet. Künftig sollen sämtliche Antibiotika-Anwendungen bundesweit innerhalb des QS-Systems gemeldet werden. Dieses prüft seit 2001 stufen- und unternehmensübergreifend die Qualität bei Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln und gewährleistet diese durch das QS-Prüfsiegel.

"Schlechte Haltungsbedingungen bei Geflügel machen die regelmäßige Antibiotika-Gabe notwendig."

Fakt ist, dass die deutsche Geflügelfleischwirtschaft das Tierhaltungsmanagement kontinuierlich auf Basis wissenschaftlicher Studien und praktischer Erfahrungen weiterentwickelt, um Krankheiten und damit den Einsatz von Antibiotika zu vermeiden. Zu den vorbeugenden Maßnahmen zählen zum Beispiel die Optimierung der Aspekte Hygiene, Einstreu, Stallklima oder Futter. So soll der Einsatz von Antibiotika in der Geflügelhaltung innerhalb der nächsten fünf Jahre um weitere 30 Prozent reduziert werden.

"Die Aufnahme von Antibiotika über die Nahrung, zum Beispiel durch Geflügelfleisch, kann bei Menschen dazu führen, dass sie bei Krankheit nicht mehr wirken."

Fakt ist, dass Geflügelfleisch durch gesetzlich definierte Wartezeiten nach der Verabreichung frei von gesundheitlich bedenklichen Antibiotika-Rückständen ist. Die Unbedenklichkeit deutscher Geflügelprodukte wird durch die Ergebnisse des jährlichen Nationalen Rückstandskontrollplans des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bestätigt. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest vom Oktober 2010 belegt dies ebenfalls: Kein einziges Produkt wurde von den unabhängigen Prüfern beanstandet, 17 von 19 Proben erreichten sogar das Qualitätsurteil "sehr gut".

"Multiresistente Bakterien in Geflügelfleisch führen zu einer Verbreitung dieser gefährlichen Erreger beim Menschen."

Fakt ist, dass sich multiresistente Erreger wie MRSA (Methicillinresistenter Staphylococcus aureus), die bei Nutztieren und auf rohem Fleisch nachgewiesen wurden, grundlegend von dem gefährlichen MRSA-Typ in Krankenhäusern unterscheiden, vor allem in den krankmachenden Eigenschaften und in der Resistenz. Wie eine Analyse des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) zeigt, spielen die Infektionen mit multiresistenten Bakterien aus Nutztieren beim Menschen "eine sehr untergeordnete Rolle". Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese MRSA über Lebensmittel auf Menschen übertragen werden, nach Einschätzung des BfR "sehr gering". Genauer: Keiner der in der BfR-Studie untersuchten Krankheitsfälle konnte mit einer Infektion über Nahrungsmittel in Verbindung gebracht werden. Durch die üblichen Maßnahmen der Küchenhygiene, wie Durchbraten von Geflügel und gründliche Reinigung von Händen und Arbeitsgeräten, lassen sich bakterielle Infektionen zudem generell vermeiden.

Umfassende Einblicke in die Geflügelhaltung bekommen Interessierte auf www.geflügel.tv: In zahlreichen Videos vermitteln zum Beispiel Geflügelhalter, Veterinäre und weitere Mitarbeiter aus der Praxis heraus die hohen Standards, die für die heimische Geflügelfleischerzeugung gelten. Ergänzt werden die Filme um Informationen und Fakten zu den häufig pauschal vorgetragenen Kritikpunkten zur Geflügelaufzucht.

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