Montag, 18. Dezember 2017


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Fortbildung für besseren Mitarbeiter-, Daten- und Patientenschutz

Verband medizinischer Fachberufe e.V. organisiert seine erste Fachtagung für Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte am 26. November in Augsburg

Dortmund, (lifePR) - Einen Fortbildungstag der besonderen Art organisiert der Landesverband Süd des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. am 26. November 2011 im Bildungs- und Begegnungszentrum Zeughaus in Augsburg.

Bei der ersten Fachtagung Süd können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Arzt- und Zahnarztpraxen in 20 Seminaren über aktuelle Entwicklungen in ihrem Berufsalltag auf dem Laufenden halten. Groß geschrieben werden dabei die Themen Mitarbeiter-, Daten- und Patientenschutz.

"Dass Mitarbeiterschutz noch zu wünschen übrig lässt, haben wir erst vor Kurzem erfahren", erläutert Sabine Ridder, Präsidentin des Verbandes. "Wir fragten online gemeinsam mit der Initiative SAFETY FIRST! nach, ob sich die Medizinischen Fachangestellten ausreichend vor blutübertragbaren Infektionen geschützt fühlen. Denn schon durch kleinste Verletzungen an Kanülen oder Spritzen können Keime vom Patienten auf das medizinische Personal übertragen werden. Die Befragung ergab aber, dass gerade in Arztpraxen bestehende sicherheitstechnische Regeln leider nicht überall umgesetzt werden. Wir haben uns vorgenommen, auf diese Problematik in unseren Veranstaltungen verstärkt aufmerksam zu machen. Die Veranstaltung in Augsburg zeigt, dass wir die Aktion umsetzen."

In einer Online-Befragung, an der über 200 Medizinische Fachangestellte teilgenommen hatten, haben 66 Prozent der Befragten angeben, mindestens eine Nadelstichverletzung in ihrem Berufsleben gehabt zu haben. Die meisten davon sind mit 27 Prozent bei der Blutentnahme passiert. Wegen dieses hohen Risikos ist unter anderem für Blutentnahmen gemäß der Technischen Regel für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) 250 seit über drei Jahren der Einsatz von so genannten verletzungssicheren Instrumenten verpflichtend. "Wir gehen jedoch davon aus, dass nur in 25 Prozent der Arztpraxen verletzungssichere Blutentnahmekanülen zum Einsatz kommen", so Prof. Dr. Andreas Wittmann, wissenschaftlicher Leiter der Initiative SAFETY FIRST!, der auch als Referent bei der Fachtagung dabei sein wird.

In den anderen Seminaren gehen die Referenten auf besondere Schwerpunktes des Daten- und Patientenschutzes ein, so die Hygienevorschriften, den Umgang mit Notfällen und das Wundmanagement. Außerdem stehen Themen auf dem Programm, die sich den Fragen der täglichen Praxisorganisation und -verwaltung widmen.

Im Preis von 75 Euro für Verbandsmitglieder und 85 Euro für Nichtmitglieder ist die Verpflegung enthalten. Auszubildende zahlen als Verbandsmitglieder 45 Euro, sonst (ebenso wie Studenten) 55 Euro, Ärzte und Zahnärzte 105 Euro.
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Verband medizinischer Fachberufe e.V.

Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. wurde 1963 als Berufsverband der Arzthelferinnen (BdA) gegründet und vertritt als Gewerkschaft seit 1980 auch die Interessen der Zahnarzt- und Tierarzthelferinnen. Mit den neuen Ausbildungsordnungen, die im Jahre 2001 für Zahnarzthelferinnen (neu: Zahnmedizinische Fachangestellte) und im Jahre 2006 für Arzthelferinnen bzw. Tierarzthelferinnen (neu: Medizinische bzw. Tiermedizinische Fachangestellte) in Kraft traten, wurde eine Namensänderung notwendig. Seit dem 6. Juni 2006 trägt der ehemalige BdA den Namen Verband medizinischer Fachberufe e.V.
Seit 2010 können auch angestellte Zahntechniker/innen dem Verband beitreten.
Neben der gewerkschaftlichen Vertretung ist der Verband medizinischer Fachberufe e.V. gleichzeitig Berufsverband und engagiert sich auf für die Aus- und Weiterbildung der Berufsangehörigen. Dazu organisiert er - auch in Zusammenarbeit mit seinem Bildungswerk für Gesundheitsberufe - Fachtagungen, Kongresse, Seminare, Workshops und Lehrgänge. Infos unter: www.vmf-online.de

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