Mittwoch, 24. Mai 2017


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ValuePrice begrüßt die Verschärfung der Transparenzdebatte durch die deutsche Finanzaufsicht

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die ValuePrice AG, einer der wenigen unabhängigen Dienstleister zur Bewertung von illiquiden und komplexen Finanzinstrumenten, begrüßt die verschärfte Transparenzdebatte der Politik um die Bilanzierung von Finanzinstrumenten.

Viele Käufer solcher verbriefter, also in Wertpapiere umgewandelter Kredite, hätten diese "erworben, ohne die geringste Ahnung von den Risiken zu haben". Sie hätten zudem auch "blind den guten Ratings der Ratingagenturen vertraut", so der verbale Frontalangriff von Jochen Sanio, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), auf das Risikomanagement der Banken und die Qualität der Bewertungsresultate der internationalen Rating-Agenturen. Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden von ValuePrice, Alexander Pockrandt, greift diese Kritik noch deutlich zu kurz: "Die Krisenverursachung ist doch nur die eine Seite der Medaille. Mindestens so problematisch sehe ich den Umgang der Emittenten und Investoren mit Transparenz, Risikoeinschätzung und Valuierungsverfahren in Krisenzeiten". Ein unabhängiges, internationales Gremium zur Überwachung der Rating-Agenturen und ein vernünftiger Regulierungsrahmen seien sicherlich ein richtiger Ansatz, aber viel wichtiger wäre es laut Pockrandt, den vorhandenen Instrumentarien der Finanzaufsicht, wie sie sich aus Gesetzen und Richtlinien (Basel II, MIFID, IFRS/IAS, zukünftig BilMog und FINREP) ergeben, stärker zu nutzen und durchzusetzen.

Die Vertrauenskrise in der Finanzindustrie mit ihren hohen außerordentlichen Wertberichtigungen sowie die anhaltende Diskussion über Bewertungsverfahren und Bilanzierungsregeln offenbarten, dass eine Konformität des Finanzmarktes mit den regulatorischen Anforderungen nur teilweise besteht. Zur Verfügung stehende Kontrollmechanismen würden offensichtlich weder durch die Aufsichtsbehörden noch durch die Wirtschaftsprüfer konsequent angewandt und durchgesetzt.

Bei klarer Definition des Handlungsrahmens und vor allem bei konsequenter Anwendung des gesamten zur Verfügung stehenden Kontrollkatalogs auf alle Marktteilnehmer, egal wie einflussreich ihre Lobby auch immer sei, ergäbe sich die erforderliche Klarheit und Transparenz bereits in einer sehr frühen Phase eines Wertberichtigungsprozesses. Das wiederum würde Krisenszenarien wie der aktuell herrschenden Suprime-Krise ganz automatisch vorbeugen.

Daher, meint Pockrandt, sei die aktuelle verschärfte Diskussion um Transparenz in der Finanzindustrie umso begrüßenswerter, da sonst die Abschreibungen (Verluste) von heute zu einem nicht unerheblichen Teil die Zuschreibungen (Gewinne) von morgen würden.
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ValuePrice AG

Die ValuePrice AG bietet Dienstleistungen zur Berechnung von illiquiden und komplexen Finanzinstrumenten an. Für das Unternehmen arbeiten Kapitalmarktspezialisten, Finanzexperten, Projektmanager, Mathematiker, Physiker sowie IT-, Hardware- und Software-Ingenieure an den Standorten Frankfurt, London und Luxemburg. Das Kundenspektrum umfasst u.a. verschiedene deutsche Landesbanken sowie namhafte internationale private Finanzinstitute. Das unabhängige Unternehmen bietet seine neutralen Bewertungen Corporate Treasuries, Asset-Managern, internationalen Banken, Depotbanken, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und anderen Finanzdienstleistern an. Dazu bedient sich ValuePrice neben eines großen Front Offices zur Beurteilung des aktuellen Marktgeschehens eigenentwickelter Berechnungsmethoden und Finanzmodelle. Zusätzlich stellt ValuePrice seinen Kunden einen qualifizierten Beratungsservice zu Bewertungsmethoden und -prozessen zur Verfügung. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Frankfurt am Main.

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