Montag, 25. September 2017


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Streit um die Öffnungsklausel in der Gebührenordnung

Preisdumping in der PKV?

Leipzig, (lifePR) - Die von PKV-Verbandschef Volker Leienbach geforderte Öffnungsklausel in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) stößt vor allem in der Ärzteschaft auf vehementen Widerstand. Der Privaten Krankenversicherung wird vorgeworfen, eine Monopolstellung im Gesundheitswesen anstreben zu wollen. Die Kritik ist nicht ganz unbegründet, sprach Leienbach doch gleichermaßen von "mehr Einfluss auf Preise, Mengen und Qualität der Gesundheitsleistungen". Das Versicherungsportal www.private-krankenversicherung.de lässt beide Parteien - PKV und Ärztekammer - zu Wort kommen.

Die Private Krankenversicherung beabsichtige laut Verbandschef Leienbach kein Preisdumping, sondern möchte lediglich gute ärztliche Leistungen für die Versicherten gewährleisten. Aus diesem Grund kooperiere sie mit der Ärzteschaft, wie zum Beispiel der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB). Die KVB mit dem Gütesiegel "Ausgezeichnete Patientenversorgung" setzt auf ein Extra an Serviceleistungen und Beratung (http://www.private-krankenversicherung.de/...). Alle teilnehmenden Ärzte garantieren patientenfreundliche Angebote wie Abend- und Samstagssprechstunden, eine höchstens 20-minütige Wartezeit bei Terminen oder die telefonische Erreichbarkeit außerhalb der Sprechstunden.

Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Theodor Windhorst, sieht die Situation kritischer. Eine Öffnungsklausel der Gebührenordnung würde seiner Meinung nach eine Kriegserklärung an die Ärzte bedeuten. Es käme fast unweigerlich zu einem ruinösen Preiswettbewerb und in der Folge zu einer Zwei-Klassen-Medizin. Außerdem wäre die freie Arztwahl und Therapiefreiheit gefährdet. Die Begründung der steigenden Kosten im Gesundheitswesen lässt Windhorst nicht gelten. Schließlich betrugen die Einnahmen der PKV im Jahr 2008 ganze 31 Milliarden Euro, denen lediglich 21 Milliarden Euro Ausgaben gegenüber standen. Die angebliche Kostenexplosion bei hohen Rücklagen von zehn Milliarden Euro wäre daher an den Haaren herbeigezogen.

Weitere Informationen:

http://news.private-krankenversicherung.de/...
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