Flüchtige Kunst mit nachhaltiger Wirkung

Tino Sehgal mit „This this“ im Umweltbundesamt in Dessau

(lifePR) ( Dessau, )
Das gab es im Umweltbundesamt noch nie: Kunst, die man nicht betrachten kann. Mit „This this“ geht das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau neue Wege, um Arbeitsformen und Lebensstile zu thematisieren. Im Vordergrund der ungewöhnlichen Arbeit des deutsch-britischen Künstlers Tino Sehgal steht die Kommunikation zwischen Erwachsenen und Kindern, die Begegnung unterschiedlicher Lebenswelten. Bis zum Ende des Jahres trifft sich eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Amtes einen Tag lang mit einer Schülerin oder einem Schüler aus Dessau. Ohne Vorabsprache gestalten sie eine von Sehgal künstlich geschaffene experimentelle Situation: Den Vormittag verbringt das Schulkind im UBA, nachmittags übernimmt es die Führung und zeigt, was ihm wichtig ist.

In Sehgals Werk ersetzen Gespräche, Handlungen und Ereignisse das materielle Kunstwerk. Sehgal stellt damit die zunehmende Fixierung auf materielle Werte in Frage. Sein Projekt „This this“ reflektiert die Schnittstellen Kunst, Umwelt und Bildung und trifft so auf ein Kernthema des UBA. „Ziel unserer Arbeit ist es, die natürlichen Lebensgrundlagen – auch in Verantwortung für die künftigen Generationen – zu schützen, die nachhaltige Entwicklung voranzubringen und den Umweltschutz im Denken und Handeln Aller als Selbstverständlichkeit zu fördern. In diesem generationenübergreifenden Kunstprojekt machen wir dies mit jungen Menschen aus Dessau“, so Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des UBA.

Drei Dessauer Schulen nehmen an „This this“ teil. Den Anfang machte das Liborius-Gymnasium. Schulleiter Benedikt Kraft: „Schule ist mehr als 45 Minuten Kreidestaub. Wir versuchen, die Schule ins Leben, das Leben in die Schule zu holen, weil das letztlich die Schüler motiviert. Und Umweltengagement ist für uns als christliche Schule auch ein Teil unseres Bildungskerns. Da lag die Kooperation mit dem UBA nahe.“

Bei „This this“ gibt es keine Betrachter, sondern nur Teilnehmer in einmaligen, nicht wiederholbaren Situationen und Interaktionen. Das Werk wird auf Wunsch Sehgals nicht dokumentiert – kein Aufsatz muss geschrieben, keine Aktennotiz gefertigt werden. Es existiert allein in der Erinnerung der Beteiligten. „This this“ wurde von der Bundeskunstsammlung erworben und als erstes an das UBA ausgeliehen, wo es im Rahmen der UBA-Reihe „Kunst und Umwelt“ läuft. Der 31 Jahre alte Sehgal sorgte vor zwei Jahren auf der Biennale in Venedig für internationale Aufmerksamkeit. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Museen und Galerien zu sehen.

Mehr zu „This this“ hören und lesen Sie im Internet: http://kunstundumwelt.uba.de
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