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Keine erhöhte Feinstaubbelastung durch Biodiesel

(lifePR) (Berlin, )
Dieses Ergebnis wiesen jetzt Forscher am Institut für Technologie und Biosystemtechnik der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Braunschweig unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Axel Munack sowie Prof. Dr. Jürgen Krahl, Hochschule Coburg, nach.

Vor dem Hintergrund der geführten Diskussion zur Feinstaubbelastung in Innenstädten wurden an einem Nutzfahrzeugmotor Abgasmessungen mit vier Kraftstoffen (Biodiesel, Dieselkraftstoff, Shell V Power Diesel® sowie einem Blend aus Aral Ultimate® mit 5 Prozent Biodieselbeimischung) durchgeführt. Ein besonderes Ziel dieses Forschungsprojektes mit dem Titel "Messung ultrafeiner Partikel im Abgas von Dieselmotoren beim Betrieb mit Biodiesel" war es, den bei Biodiesel versus Dieselkraftstoff beobachteten Anstieg von ultrafeinen Partikeln aufzuklären, um schließlich auch Aussagen zur möglichen Gefährdung durch eine Feinstauberhöhung mit Biodiesel treffen zu können.

Parallel wurden limitierte Emissionen vergleichend bestimmt. Bei diesen war für Biodiesel – mit Ausnahme von NOx – ein deutlicher Vorteil gegenüber den anderen Kraftstoffen zu erkennen. Durch den Einsatz eines Dieseloxidationskatalysators (DOC) konnten die oxidierbaren Komponenten zum Teil drastisch abgesenkt werden. Die Untersuchungen der Partikelmasse ergaben für Biodiesel einen vergleichsweise hohen Anteil an unverbranntem Kraftstoff. Der DOC minderte diesen erwartungsgemäß.

Für die Messung der ultrafeinen Partikel wurde zunächst die Probenahme optimiert. Durch heiße Verdünnung des Abgases vor dem Messgerät konnte ein deutlicher Rückgang an ultrafeinen Partikeln im Nukleationsbereich (aerodynamischer Durchmesser von 10 bis 20 nm) erzielt werden. Mit DOC waren die Nukleationspartikel ebenfalls stark vermindert und ließen sich durch heiße Verdünnung nicht weiter absenken. Somit ist darauf zu schließen, dass es sich bei den ultrafeinen Nukleationspartikeln überwiegend um Tröpfchen aus unverbrannten Kraftstoff handelt und nicht um Ruß, der als gesundheitsrelevant eingestuft ist.

Mit optimierten Probenahmen gelang es nachzuweisen, dass bei der Verwendung von Biodiesel die niedrigsten Emissionen ultrafeiner Partikel nachgewiesen werden konnten, während die drei anderen Kraftstoffe untereinander eine ähnliche Partikelverteilung zeigten.

Die Forscher kommen damit zu dem Ergebnis, dass Biodiesel nicht zu einer gegenüber Dieselkraftstoff erhöhten Feinstaubbelastung beiträgt, sondern im Gegenteil hier ein Verminderungspotenzial besteht.

Das Projekt wurde von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) und dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e. V. (VDB) gefördert und im Institut für Technologie und Biosystemtechnik der FAL in Kooperation mit dem Steinbeis-Transferzentrum Biokraftstoffe und Umweltmesstechnik, Coburg (Prof. Jürgen Krahl), durchgeführt.
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