TÜV SÜD unterstützt Forderung nach Smart Grid-Geräte-Standard

Umsetzung der IEC 61850

(lifePR) ( München/Brüssel, )
Mit intelligenten Stromnetzen soll die Energiewende möglich werden. Entscheidend für die Realisierung von Smart Grids sind die eingebettete Mess-, Steuer- und Regeltechnik zur Automatisierung der Stromverteilung und ein standardisierter Informationsaustausch. TÜV SÜD unterstützt die Forderung der Europäischen Vereinigung der Übertragungsnetzbetreiber zur besseren Umsetzung der maßgeblichen Norm IEC 61850.

"Die Norm IEC 61850 bietet zwar einen passenden einheitlichen Kommunikationsstandard für das Stromnetz der Zukunft, aber bei der Umsetzung besteht noch deutlicher Nachholbedarf", sagt Maurizio Scavazzon, Produktmanager IEC 61850 der Abteilung Embedded Systems bei der TÜV SÜD AG in München. Mit dem Kommunikationsstandard IEC 61850 ist der wechselseitige Datenaustausch zwischen Stromerzeugern, Stromverbrauchern und Stromverteilern über Ethernet möglich. Basis sind unter anderem das TCP/IP-Übertragungsprotokoll und die einfache Konfiguration über XML-Files.

Bisher sind vor allem die deutschen Hochspannungsnetze für die IEC 61850 ausgelegt. Im Mittelspannungs- und Niederspannungsbereich gibt es noch nicht genügend Geräte, die den Standard unterstützen. Die Netzbetreiber stehen vor der Herausforderung, die gesamte Infrastruktur zum Smart Grid umzubauen. Dabei sind sie auf Gerätehersteller angewiesen, deren Produkte einheitliche Standards erfüllen müssen. Maurizio Scavazzon: "Ein hohes Maß an Standardisierung ist die grundlegende Voraussetzung dafür, dass auch einzelne Komponenten unterschiedlicher Hersteller zuverlässig miteinander kommunizieren", erklärt Maurizio Scavazzon. "Damit ist die Standardisierung die unverzichtbare Basis für die Sicherheit und Verfügbarkeit eines künftigen Smart Grid."

Das European Network of Transmission System Operators for Electricity (ENTSO-E) mit Sitz in Brüssel verlangt, dass Standardisierungsgremien einen stärkeren richtungsweisenden Einfluss bezüglich der einheitlichen Implementierung der IEC 61850 ausüben sollen. Verbesserungspotenzial bestehe zudem bei den Schnittstellen zwischen Smart Grid-Komponenten unterschiedlicher Hersteller bzw. ihrer Echtzeit-Interoperabilität während der gesamten Lebensdauer. Weitere Forderungen des ENTSO-E sind die verstärkte Zertifizierung der Produktkonformität sowie technische Innovationen, um das Verhältnis von Leistungsqualität und Wirtschaftlichkeit bei der Instandhaltung der Netze weiter zu verbessern. Das ENTSO-E vertritt 41 Übertragungsnetzbetreiber aus 34 Ländern Europas.
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