Studienvorbereitungskurse an der Technischen Hochschule Wildau für 43 Geflüchtete aus Krisengebieten gestartet

Vizepräsidentin Prof. Dr. Ulrike Tippe stellte das Gesamtangebot der Hochschule vor (lifePR) ( Wildau, )
Die Technische Hochschule Wildau stellt sich ihrer Verantwortung als internationale Hochschule und baut ein umfangreiches Programm zur Unterstützung von Geflüchteten aus Krisengebieten auf. Das „Welcome Center der TH Wildau“ startete am 4. Oktober 2016 zwei spezielle Kurse zur Studienvorbereitung. Daran nehmen 43 Bewerber teil, unter ihnen sechs Frauen.

Das Studienvorbereitungsprogramm für Geflüchtete umfasst einen einjährigen Kurs für diejenigen an, die bereits gute bis sehr gute Deutschkenntnisse besitzen (ab Niveaustufe B1).Ein zweijähriger Kurs richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die kein bzw. wenig Deutsch sprechen (Niveaustufen A0 bis A2). Zusätzlich zum Intensivmodul „Deutschfür Ausländer“ werden die Fächer Deutschlandkunde und Interkulturelle Kompetenzen, Mathematik und Informatik, Grundlagen der Wirtschaft bzw. Grundlagen der Technik, Englisch sowie Fachdeutsch Wirtschaft oder Technik unterrichtet. Das Programm wird vorwiegend aus Mitteln des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD finanziert.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen überwiegend aus Syrien und Afghanistan, aber auch aus Iran, Pakistan, Ägypten und Kamerun. Sie sind in Unterkünften der Region um Wildau untergebracht. Einige von ihnen haben bereits in ihren Heimatländern studiert, größtenteils aber keine akademischen Abschlüsse.

Die Studienvorbereitungskurse enden mit einer Sprachprüfung auf dem Sprachniveau C1. Dies ist die Voraussetzung für eine Bewerbung an den meisten deutschen Hochschulen und Universitäten. Nach erfolgreichem Abschluss der Kurse wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Studium unter anderem in den Fachrichtungen Maschinenbau, Automatisierungstechnik, Informatik, Telematik oder Kommunikations- und Informationstechnik aufnehmen.

Das Welcome Center der TH Wildau ist die zentrale Koordinierungs- und Anlaufstelle der Hochschule zur Unterstützung von Geflüchteten aus Krisengebieten. Zu seinen Aufgaben gehören die Studienberatung, die Durchführung von Sprach- und IT-Kursen, die Bereitstellung persönlicher Betreuer – so genannter Buddys, aber auch die Organisation von sportlichen und Freizeitaktivitäten.
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