Forschungsvorhaben für intelligente Netze

v.l.: B.Sc. Mareike Redder, Projektassistenz, Marcus Böske, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck Netz GmbH und Prof. Dr. Cecil Bruce-Boye, Leiter des Wissenschaftszentrums für intelligente Energienutzung an der FH Lübeck (Foto: Pressestelle FH Lübeck)
(lifePR) ( Lübeck, )
Die Fachhochschule zu Lübeck und die Stadtwerke Lübeck Netz GmbH haben am Freitag eine Kooperationsvereinbarung für ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsvorhaben unterzeichnet. Vor dem Hintergrund der Energiewende und dem damit verbundenen Trend zur dezentralen Energieerzeugung und Einspeisung sollen Technologien und Lösungen für eine effiziente und umweltfreundliche Energienutzung und -verteilung untersucht werden.

Verbunden mit dem Projekt ist eine Forschungsstelle am Wissenschaftszentrum für Intelligente Energienutzung (WiE) an der FH, die von der Netzgesellschaft gefördert wird. Die Vereinbarung ist zunächst auf 2 Jahre angelegt.

"Smart Grids und intelligente Netze und Zähler sind in aller Munde. Rund 92 Millionen Treffer hierzu liefert Google. Nur wie genau die Steuerung der Erzeugungsanlagen vor Ort geschehen kann, in welcher Form und über welche Schnittstellen der hierfür notwendige Datenaustausch schnell und effektiv vorgenommen werden soll, - für einen Großteil dieser Fragestellungen gibt es bisher keine Antworten, die die Aspekte von Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit überzeugend und praxisorientiert - kurzum: intelligent - miteinander verknüpfen", erläutert Marcus Böske, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck Netz GmbH. Das gelte auch für die Einbindung und Anpassung der Haustechnik, wenn es darum geht, die Waschmaschine dann laufen zu lassen, wenn Strom besonders günstig ist und wie dies dann alles abgerechnet werden kann gegenüber den Lieferanten und den Verbrauchern von Energie.

In einem ersten Schritt sollen innerhalb des Projektes zunächst mögliche Handlungs- und Technologiefelder identifiziert werden, denen für die Netzstabilität eine besondere Rolle zukommt. Ebenfalls untersucht werden sollen Konzepte für intelligente Messsysteme und Zähler für das Last- und Erzeugungsmanagement.

Das Projekt ist Teil eines umfassenderen Netzwerkes - dem Wissenschaftszentrum für intelligente Energienutzung (WiE) - das eine Reihe von Energie- und IT-Unternehmen sowie Wissenschaftsbetriebe in Norddeutschland bündelt. Die Etablierung dieses WiE-Netzwerkes wurde durch die Stadtwerke Norderstedt initiiert.

"Mit dem Umdenken hin zu einer sichereren Energiegewinnung, insbesondere nach Fukushima, ergibt sich ein Handlungsbedarf in allen Bereichen der Energieerzeugung, -verteilung und -nutzung. Die Einbettung des Vorhabens in das WiE ist ein wichtiger Schritt in das komplexe Themenfeld der Energieversorgung und -wirtschaft. In diesem Zentrum befassen sich die Akteure mit neuen und innovativen Ideen, Methoden und Verfahren zum Ausbau regionaler Energieinfrastrukturen zur intelligenten Energieversorgung, Energiezähler-Konzepten für zeitnahe Eigenverbrauchskontrolle, automatisierter Lastgangskontrolle oder auch mit der Möglichkeit der Nutzung dynamischer Tarife", skizziert Prof. Dr. Cecil Bruce-Boye, Leiter des Wissenschaftszentrums für intelligente Energienutzung an der Fachhochschule Lübeck den Forschungsansatz und Projektrahmen.

"Die ausgewiesene Forschungsstelle im WiE wird durch die doppeldiplomierte Bachelor of Science Mareike Redder bestens besetzt. Das Thema ihrer Masterarbeit 'Entwicklung eines smart meter Managementsystems' ist eine hervorragende Grundlage für die Umsetzung der formulierten Forschungsziele", ergänzt Professor Bruce-Boye.

Der offizielle Beginn dieser Kooperation mit der Stadtwerke Lübeck Netz GmbH ist der 1.12.2013.

Die Stadtwerke Lübeck Netz GmbH betreibt im Wirtschaftsraum Lübeck die Strom-, Gas-, Wärme- und Wassernetze zur Belieferung von rund 130.000 Haushalten und Unternehmen mit Energie und Wasser.
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