Tote und Verletze bei friedlichen Demonstrationen im Sudetenland

Sudetendeutsche Landsmannschaft gedenkt der Opfer des 4. März 1919

Amtssiegel der Landesregierung von Deutschböhmen in Reichenberg (lifePR) ( Stuttgart, )
97 Jahre sind vergangen seit im ganzen Sudetenland Menschen friedlich gegen die gewaltsame Besetzung ihrer Heimat durch tschechisches Militär und die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechtes durch den neu gegründeten Tschechoslowakischen Staat demonstrierten.

Die geschichtlichen Hintergründe sind bekannt. Die erste Tschechoslowakische Republik wurde am 28. Oktober 1918 ausgerufen. Die deutsche Minderheit, 30 % der Gesamtbevölkerung, war gegen eine Angliederung an den neuen Staat und trat für einen Anschluss „Deutschböhmens“ an Deutschösterreich ein. In Reichenberg (Liberec) wurde Lodgman von Auen, der spätere Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Landeshauptmann Deutschböhmens aus. Zwischen 1. November 1918 und 31. Januar 1919 besetzte das Tschechische Militär die Gebiete. Wahlunterdrückung sorgte dafür, dass keine Vertreter aus den sudetendeutschen Gebieten mehr an der am 4. März 1919 in Wien zusammentretenden Nationalversammlung teilnehmen konnten. Eine am gleichen Tag eingetretene Geldabwertung war ein weiterer Grund dass es zu friedlichen Demonstrationen im gesamten Sudetenland kam. Initiiert wurden die Demonstrationen von dem in Schönborn bei Reichenberg geborenen Rudolf Seliger, damals führender Kopf der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Partei in der Tschechoslowakischen Republik.

Mit Waffengewalt wurden die Demonstrationen auseinandergetrieben. 54 Tote und viele Verletzte gab es auf deutscher Seite zu beklagen.

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft gedenkt der Opfer, die sich vor fast 100 Jahren für das Selbstbestimmungsrecht der Völker, das der US-amerikanische Präsident Woodrow Wilson zum Ende des Ersten Weltkriegs als notwendigen Bestandteil seines Friedensplanes forderte, einsetzten.

Landesobmann Klaus Hoffmann, seit vergangenem Wochenende auch stellvertretender Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft, wird als Festredner der Veranstaltung am 6. März.2016 im Haus der Heimat Baden-Württemberg in Stuttgart Paul Nemeth, MdL und vertriebenenpolitischer Sprecher der CDU, begrüßen.
Die musikalische Umrahmung hat der mit dem Kulturpreis für Volkstumspflege der Sudetendeutschen Landsmannschaft ausgezeichnete Herbert Preisenhammer inne.
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