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Die Zukunft der Medizinwirtschaft

Der Businessplan Wettbewerb der Startbahn Ruhr prämiert die besten deutschen Unternehmenskonzepte

(lifePR) (Essen, )
Mit insgesamt 50.000 Euro Preisgeld und zwei Sonderpreisen zeichnete der bundesweit erste und einzige Businessplan Wettbewerb in der Medizinwirtschaft innovative Gründer aus. 99 Teilnehmer aus 58 Teams haben in den vergangenen drei Monaten intensiv daran gearbeitet, ihre Geschäftsideen in fundierte Businesspläne umzusetzen. Diese sind die Grundlage für die anstehenden Unternehmensgründungen und damit auch für die Entstehung zukunftsweisender neuer Arbeitsplätze. Zehn der Unternehmerteams haben als Nominierte ihr Konzept vor einer hochkarätigen Jury vorgestellt. Bei der feierlichen Prämierungsgala im RWE Pavillon der Philharmonie Essen wurden jetzt die Besten der Besten ausgezeichnet.

Mit dem ersten Platz und einem Preisgeld von 30.000 Euro zeichnete die Jury das Team „InBio“ aus Mönchengladbach aus. Als der Biologe Dr. Peter Klauth zusammen mit seinem Mitstreiter Prof. Dr. Manfred Rietz vor 8 Jahren noch in einem Forschungsinstitut beschäftigt war, wurde die Idee des Teams geboren. Heute stehen die innovativen Entwickler, zu denen auch der Elektrotechniker Prof. Dr. Jürgen Büddefeld aus Duisburg zählt, kurz vor der Gründung Ihres Unternehmens. Die Idee Hochtechnologie aus dem Medizin- und Hygiene-bereich soweit zu „verpacken“, dass die Bedienung leicht fällt und auch Laien die Anwendung nicht scheuen, bringt eine hohe Kosten- und Zeitersparnis mit sich und war für die Juroren ebenso simpel wie auch überzeugend.

Den zweiten Platz und ein Preisgeld von 15.000 Euro konnte sich das Team „VD2tec“ aus Göttingen sichern. Ein eher zufälliges Zusammentreffen mit einem Kollegen aus der Biologie brachte den Chemiker Dr. Heiko Manninga auf die Idee, spezielle leere Virushüllen wie ein „trojanisches Pferd“ zu nutzen, um Wirkstoffe in Zellen einzubringen. In der Forschung und Medizin, vor allem im Bereich der Gentherapie, müssen Wirkstoffe direkt in die Zelle eingebracht werden, zum Beispiel um genetische Fehler zu beheben oder die Funktionen einzelner Gene zu studieren. Dies ist heute jedoch noch nicht für alle Zellen und Stoffe möglich. Gerade für sehr spezielle Zellen wie Immun- oder Nervenzellen bietet Dr. Manninga hier eine neue, sehr variable und sichere Lösung an.

Dr. Philipp Daumke und sein aus Freiburg stammendes Team „Averbis“ belegen den mit 5.000 Euro dotierten 3. Platz. Auf Morpho-Semantic Indexing (MSI), einem innovativen Verfahren zur Analyse und Normalisierung natürlicher Sprache, basiert die von den Gründern entwickelte Software, welche medizinische Texte in verschiedenen Schritten sprachlich analysiert, relevante Textpassagen erkennt und Wörter mit der gleichen Bedeutung inhaltlich miteinander vernetzt. Dabei vereinheitlicht die Software medizinische Experten- und Laiensprache und ermöglicht es, entsprechend dem Kenntnisstand des Benutzers, mit variierenden Suchanfragen alle relevanten Informationen zu einem Thema zu finden. Für das Wiederfinden von Informationen bietet „Averbis“ eine Search Platform und zur gezielten Extraktion bestimmter Informationen eine Extraction Platform an.

Neben den ersten drei verfügen jedoch auch die weiteren sieben Teams der Top10 über die besten deutschen Businesspläne der Branche.

Das Team „cliMECS“ rund um Dr. Jan-Michael Heinrich hat ein frei kombinierbares Verfahren zur Isolierung von Zellen und Molekülen aus flüssigen Stoffgemischen wie zum Beispiel Blut entwickelt. So genannte Fängerpartikel werden mit dem Blut vermischt und heften ganz bestimmte Zellen an sich. Beim anschließenden Filtern des Blutes bleiben die Fängerpartikel mit den Zellen im „Sieb“ hängen und werden so separiert. Aus Berlin und Leipzig kommen die innovativen Unternehmer, die zur Anwendung des Verfahrens nutzerfreundliche Systemlösungen - so genannte „Kits“ - produzieren und vermarkten wollen. Die zum Patent angemeldete Plattformtechnologie „Modular Enrichment by Cascade Sieving“ (MECS) bildet die Grundlage für die Entwicklung einer großen Produktpalette solcher „Kits“ für die biologische Forschung, Diagnostik und Therapie.

Dass in unserer Gesellschaft immer mehr ältere Menschen leben, die auch im Alter oft noch sehr vital sind, brachte Karin Mußhoff und Steve Kovacs auf die Idee, den Beruf der Gesellschaftsdame wiederzubeleben. Mit ihrer Agentur „Congrego“ vermitteln die beiden jungen Unternehmer aus Sigmaring qualifizierte Honorarkräfte im Bereich der individuellen, nicht-medizinischen Seniorenbetreuung. „Geht nicht gibt es bei uns nicht“, so Mußhof. „Wir haben die richtigen Personen für kleine Reparaturen, Ausflüge, Gesellschaftsspiele, Hilfe im Haushalt oder sonstige Kundenwünsche.“

Jörg Mielebacher aus Bremen hat sich mit seinem Unternehmen „Mielebacher Informatiksysteme“ das Ziel gesetzt, mehr Effizienz und Struktur in die medizinische und biologische Datenanalyse zu bringen. Durch den technischen Fortschritt in der Diagnostik steigt die Menge der zur Verfügung stehenden medizinischen Daten stetig an. „Doch nur ein Bruchteil der Daten wird umfassend und effektiv genutzt“, so Mielebacher. „Hier liegt eine Schatzkammer, die wir für unsere Kunden eröffnen wollen“. Mit seinem Unternehmen entwickelt er, mit Schwerpunkt auf die automatische Bild- und Signalanalyse, individuelle Softwarelösungen, um umfangreiche und komplexe Daten auszuwerten und die Ergebnisse nutzerfreundlich zur Verfügung zu stellen.

Tiergestützte Therapien für psychisch kranke Patienten ermöglicht das Team von Beate Pracht, zu dem neben Mitstreiterin Andrea Eikelmann auch 5 Lamas zählen. „Prachtlamas“ nennt sich das junge Unternehmen, das auch Praxisseminare zu Gesundheits- und Stressmanagement anbietet. „Wir geben Unternehmen die Möglichkeit ihre Mitarbeiter und Führungskräfte authentisch und naturnah zu schulen“, erklärt Beate Pracht das Angebot. „Die Lamas werden durch ihr scheues und gemütliches Wesen zu wahren tierischen Anti-Stress-Therapeuten.“ Ein buntes Freizeit- und Gesundheitsangebot für Groß und Klein rundet das prämierte Konzept aus Reken ab.

Aus Bochum kommen die drei niedergelassenen Ärzte rund um Rolf-Max Berndt, welche sich zum Präventologicum zusammengeschlossen haben, um ein Zentrum für Präventionsmedizin aufzubauen. Ganz nach dem Motto „Vorsorge ist besser als Nachsorge“ sollen hier individuell konzipierte präventivmedizinische Leistungen angeboten werden. „Die Bekämpfung von Symptomen und die rehabilitativen Ansätze der Medizin können nicht alles sein“, erklärt Berndt den Anstoß zur Gründungsidee. „Wir wollen früher Ansetzen und durch Kurse, Beratung und Therapien Krankheiten schon früh vorbeugen“.

Aus der Teilung eines international bereits erteilten Patents für „Stühle mit bewegter Sitzfläche“ entstand die Geschäftsidee von Gisela Schon und ihrem Team aus Langerwehe, Hennef, Stützerbach und Hannover. Die „Schonwiege“, gleichermaßen Name des Teams und des Produktes, ist eine motorbetriebene Umlagerungs-, Aufricht- und Pflegehilfe für Betten. Sie soll den oft schwierigen Alltag in der häuslichen Pflege für beide Seiten, Pfleger und zu pflegende Person, deutlich erleichtern. Der Eintrag der Pflegehilfe in das Hilfsmittelverzeichnis und die Gewinnung eines Lizenznehmers für die klinische Version der Schonwiege sind die klaren Ziele des Unternehmerteams.

Neben den Hauptpreisen wurden auch zwei attraktiv dotierte Sonderpreise vergeben. Mit dem „Essener Gründerpreis“ für die beste medizinwirtschaftliche Dienstleistung wurde das bereits unter den Top10-Unternehmen nominierte Projekt „Prachtlamas“ geehrt. Der Essener Gründerpreis ist mit einem Geldbetrag von 5.000 Euro dotiert und beinhaltet die Möglichkeit sechs Monate kostenfrei Büroräume anzumieten und kostenfreie Beratungsleistungen in Anspruch zu nehmen. Ausgelobt wird er von der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG), der Interessengemeinschaft Essener Wirtschaft e.V., dem ETEC Essener Technologie- und EntwicklungsCentrum, der Steuerberatungs-gesellschaft RST und Patentanwalt Dr. Dirk-Karsten Schleitzer aus der Kanzlei Gesthuysen, von Rohr & Eggert.

Mit dem Sonderpreis des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) wurde das Top10-Team „Mielebacher Informatiksysteme“ ausgezeichnet. Der Preis besteht in einer kostenlosen Mitgliedschaft im ZVEI für den Zeitraum von der Gründung des Unternehmens bis zum Abschluss des zweiten abgeschlossenen Geschäftsjahres. Auf der Basis des Mindestbeitrages für die Mitgliedschaft im ZVEI hat der Preis einen Wert von 6.000 Euro.

Die Hälfte aller teilnehmenden Projekte waren technologieorientiert, wovon insbesondere unter den Top10 ein Großteil als High-Tech klassifiziert werden kann. Nach Teilbranchen aufgeschlüsselt, befassten sich 12 % der Projekte mit der Entwicklung medizintechnischer Produkte, weitere 19% der Teilnehmer arbeiteten an Entwicklungen im Bereich Life Science/Biomedizin und jeder fünfte Teilnehmer nutzte den Wettbewerb, um IT-, Organisations- und Kommunikationslösungen für die Medizinwirtschaft zu entwickeln. 15% der Teilnehmer konzentrierten sich auf Dienstleistungen für Einrichtungen des Gesundheitswesens und 35 % kamen aus den Bereichen Prävention, Wellness, Rehabilitation, Homecare und Gesundheitsförderung.

Wie kaum eine andere Branche ist die Medizinwirtschaft in Deutschland in den letzten Jahren gewachsen. So sind bereits zahlreiche neue Unternehmen und Arbeitsplätze entstanden. Um diese Erfolgsgeschichte fortzusetzen, unterstützt der vom Land Nordrhein-Westfalen und der EU finanzierte Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft Gründerinnen und Gründer bei der Erarbeitung ihres Businessplans. Die persönliche Betreuung durch Mentoren und Spezialisten, ein umfassendes Qualifizierungsprogramm und die intensive Begleitung durch das Team der Startbahn MedEcon Ruhr GmbH sorgen dafür, dass die Jungunternehmer bei ihren ersten Schritten nicht alleine sind und ihre ganze Energie auf den Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens konzentrieren können.
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