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Stadtbahn wirbt für "gesunden" Umgang mit Aids

Diagnose HIV positiv - zehn Frauen und Männer zeigen Gesicht und erzählen ihre Lebensgeschichten auf einem Silberpfeil der üstra / Kunstaktion "Leben. Mit AIDS." - die Lebensbahn fährt ein halbes Jahr lang durch Hannover

(lifePR) (Hannover, )
Ohne die Diagnose "HIV positiv" hätten sich ihre Wege vermutlich nicht gekreuzt: Drei Frauen und sieben Männer von Aids-Selbsthilfegruppen aus den niedersächsischen Regionen Braunschweig, Celle, Göttingen und Hannover zeigen vom 7. Juni an bis Mitte Dezember auf einer Stadtbahn der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe ihre Gesichter und erzählen ihre Lebensgeschichten. Der hannoversche Künstler und Fotograf Hannes Malte Mahler hat die "Lebensbahn" mit ihren Porträts und Texten gestaltet: Inspiriert von Linien auf Fahrplänen, hat er den ProtagonistInnen individuelle Farblinien, eigene Lebensbahnen, zugeordnet.

Am Dienstag vormittag sind Schirmherr Hauke Jagau, Präsident der Region Hannover, und André Neiß, Vorstandsvorsitzender der üstra (Hauptsponsor), gemeinsam mit den zehn Aids-AktivistInnen, zahlreichen Gästen und UnterstützerInnen erstmals in dem außergewöhnlichen "Silberpfeil" durch die Landeshauptstadt gefahren - begleitet von Musik der Braunschweiger Gruppe "Solid Jazz" und den wandelnden Kondomen der hannoverschen Prostituierten-Beratung "Phoenix".

Gesunder Umgang mit HIV und Aids
Im Vorfeld des 5. Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses (DÖAK) - vom 15. bis 18. Juni werden mehr als 1000 Experten in Hannover erwartet - werben die Aidshilfen in Niedersachsen mit der Kunstaktion "Leben. Mit AIDS." erneut auf spektakuläre Weise für den "gesunden" Umgang mit der Infektionskrankheit, gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung.
Imke Schmieta, Geschäftsführerin der Niedersächsischen AIDS-Hilfe (NAH), erinnerte an die Straßenbahn-Aktion "Aids braucht positive Gesichter" der Braunschweiger Selbsthilfegruppe 2009/2010. "Damals haben wir weit über die Region Braunschweig hinaus Aufmerksamkeit erregt und erfolgreich für die Vorurteile, Ängste und Probleme sensibilisiert, denen Menschen mit HIV und Aids nach wie vor ausgesetzt sind. Ich bin sicher, das wird uns auch mit der hannoverschen Stadtbahn gelingen", betonte Schmieta.

Mutig sein und Zeichen setzen
Auf der Lebensbahn erzählen Doreen, Fatma, Marika, Jean-Luc, Günter, Jürgen, Hubert, Michael, Uwe und Jürgen über ihr Leben mit HIV und Aids. Sechs Monate setzen sie im öffentlichen Raum der Stadt Hannover ein Zeichen für einen verantwortlichen Umgang mit der infektiösen Krankheit, gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung von Menschen mit HIV und Aids. "Wer glaubt, dass es 30 Jahre nach Entdeckung des Virus eine Selbstverständlichkeit ist, in der Öffentlichkeit mit einer Aidsinfektion und ihrer Verbindung zu Sexualität, Schwulsein oder Drogen zu stehen, irrt sich. Es gilt heute noch als mutig", betonte der Sprecher des Lebensbahn-Projekts, Jean-Luc Tissot. "Wir müssen so lange mutig sein, bis wir mit HIV und Aids frei und ohne Benachteiligungen aller Art leben können."

Der Krankheit Gesichter geben
Regionspräsident Hauke Jagau war sofort bereit, die Schirmherrschaft für die Kunstaktion zu übernehmen. Das Projekt verbinde Kunst mit einer wichtigen Botschaft: "Menschen mit HIV und Aids sind Bestandteil unserer Gesellschaft. Die Lebensbahn ist ein gutes Zeichen gegen Ausgrenzung und für einen positiven Umgang mit Aids", betonte Jagau während des Auftakts der Kunstaktion. In den vergangenen Jahren sei das Thema trotz aller Kampagnen mehr und mehr in den Hintergrund geraten. Das sei bedenklich. "Menschen mit HIV und Aids leben unter uns. Wir kennen sie als Kollegen, Verwandte, Freunde oder Bekannte. Doch häufig genug wissen wir nicht, dass sie mit HIV infiziert sind. Noch immer gibt es so viele Vorurteile, dass die Betroffenen Sorge haben, sich zu ihrer Infektion zu bekennen. Deshalb ist es gut, dieser Krankheit ein Gesicht oder auch viele Gesichter zu geben, anstatt sie anonym zu behandeln", unterstrich der Regionspräsident.

Mitgefühl und Hilfe
"Die Hannoverschen Verkehrsvertriebe wollen dazu beitragen, dass Aids-Kranke und HIVpositive Menschen nicht länger diskriminiert werden", sagte der Vorstandsvorsitzender der üstra, André Neiß. "Mit der Stadtbahn zu diesem Thema wird deutlich, dass diese Krankheit jeden treffen kann: den Nachbarn, den Kollegen, den Fahrgast neben mir. Die Betroffenen dürfen nicht ins Abseits geschoben werden. Sie brauchen unsere Hilfe und unser Mitgefühl", betonte Neiß.
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