Was tun, wenn Kunstgelenke in die Jahre kommen?

Internationales Expertentreffen für Wechseloperationen von Knie- und Hüftprothesen in Regensburg

Bilder die deutlich machen wie kompliziert der Austausch defekter Hüftprothesen sein kann. Links ein verschlissenes Implantat: die Prothese hat sich gelockert und sitzt nicht mehr zentriert in der Gelenkpfanne. Rechts ein eingesetztes Zweitimplantat mit einem mittelkurzen Oberschenkelschaft und einer Abstützschale für das Becken. Foto: Asklepios Klinikum Bad Abbach
(lifePR) ( Bad Abbach, )
Jedes Jahr werden in Deutschland rund 400.000 Hüft- und Knieprothesen implantiert. Nach 12 bis 18 Jahren müssen die Kunstgelenke oftmals ausgetauscht werden. Ein Eingriff für spezialisierte Experten aus der Orthopädischen Chirurgie. Die Besten davon haben sich Mitte März beim internationalen "Regensburger Revisionssymposium" der Orthopädischen Universitätsklinik und des Regensburg Center of Biomedical Engineering getroffen.

Die Haltbarkeit eines künstlichen Gelenkersatzes ist von vielen Faktoren abhängig. Neben Patientenaktivität und -gewicht spielen auch die patientenindividuelle Anatomie, die Operationstechnik und die verwendeten Implantate bei der Erstoperation eine entscheidende Rolle für die Haltbarkeit. Moderne Hüft- und Kniegelenk-Prothesen haben heute eine mittlere Haltbarkeit von 12-18 Jahren.

Doch was tun, wenn sich die Prothesen lockern? Antworten darauf gaben beim "Regensburger Revisionssymposium" der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg und des Regensburg Center of Biomedical Engineering Professor Dr. Joachim Grifka, Professor Dr. Tobias Renkawitz und Professor Dr. Sebastian Dendorfer zusammen mit dem "who is who" der Experten aus der Orthopädischen Chirurgie, Unfallchirurgie und Biomechanik.

An den zwei Kongresstagen wurde Teilnehmern aus ganz Europa der aktuelle Stand der modernen Revisionsendoprothetik präsentiert. Fazit der Vorträge: Wichtig ist vor allem das frühzeitige Erkennen einer beginnenden Lockerung der Gelenkprothese. Zu spätes Feststellen oder langes Warten bei bekanntem Befund verschlechtert die lokale Knochensituation rasch und kann im Extremfall nicht mehr mit einer anderen Prothese versorgt werden. Im schlimmsten Fall ist das zu versorgende Gelenk dann ohne Halt.

Wegen der enorm gestiegenen Versorgungszahlen mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken ist in Zukunft mit einem ebenso hohen Anstieg der Wechseloperationen zu rechnen. Wechseloperationen von Kunstgelenken sind eine zentrale Herausforderung, betont der Klinik-Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg am Asklepios Klinikum Bad Abbach, Professor Dr. Joachim Grifka: "Wechseloperationen sind schwierige Eingriffe, die hohe Anforderungen an den Operateur stellen. Orthopädische Revisionsoperateure benötigen eine exzellente operative Technik und eine langjährige Weiterbildung an einem spezialisierten Zentrum. In unserem Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung sind wir deshalb zentraler Ansprechpartner für derartige Versorgungen in der Region und darüber hinaus".

Mittlerweile werden Patienten von behandelnden Ärzten von weither in das Bad Abbacher Klinikum zum Austausch lockerer oder abgenutzter Gelenkprothesen geschickt.

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