Freitag, 15. Dezember 2017


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Mehr Natur im Jenfelder Bach

NABU sucht Anwohner zur Renaturierung des Stadtbaches

Hamburg, (lifePR) - Am Samstag, 25. August 2007 veranstaltet der Naturschutzbund NABU einen Gewässernachbarschaftstag am Jenfelder Bach auf Höhe der Manshardtstraße. Dabei wird der NABU in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte und dem Rückenwind e.V. den Bach naturnäher gestalten. Anwohner, die sich für die Natur in ihrer Umgebung interessieren und aktiv zum Umweltschutz beitragen möchten, sind herzlich willkommen. Die Vattenfall Europe Umweltstifung fördert das Projekt "Gewässernachbarschaftstage für Hamburg", bei dem in diesem Jahr in jedem Bezirk Hamburgs Stadtbäche mit einfachen Mitteln renaturiert werden.

Bei dem Aktionstag am Jenfelder Bach stellen die Naturschützer wieder naturnahe Gewässerstrukturen im Bachbett her. Wie viele der Stadtbäche Hamburgs wurde auch der Jenfelder Bach begradigt und verbreitert. Einst war die Gewässersohle fest und bestand aus Kies, größeren Steinen, Totholz und sandigen Abschnitten. Es gab Bereiche, in denen das Wasser schneller floss und Stellen mit geringerer Strömung: so genannte Rauschen (flache Bachabschnitte) und Kolke (tiefe Stellen). Derzeit ist das Bachbett in Breite und Tiefe sehr einförmig. Es besteht fast ausschließlich aus Sand. Dort gibt es nur Lebensraum für wenige Pflanzen- und Tierarten. Bei trockener Witterung fließt das Wasser in dem Bach fast gar nicht, weil ein so genanntes Niedrigwasserprofil fehlt. Das flache, langsam strömende Wasser heizt sich in der Sonne stark auf. Fische und Kleintiere leiden dann unter Temperaturstress und Sauerstoffmangel. Beim Gewässernachbarschaftstag werden die Gewässerschützer deshalb durch den Einbau so genannter Strömungslenker ein Niedrigwasserprofil aus Kies und Totholz in das vorhandene, viel zu breite Profil bauen. Der NABU Hamburg hat bereits in anderen Stadtteilen Bachabschnitte auf diese Weise erfolgreich umgestaltet. Tobias Ernst, Referent für Gewässerschutz beim NABU Hamburg: „Bäche brauchen eine feste Sohle aus Sand, Kies und Geröll. Totholz und Wurzeln sind der Lebensraum für Insektenlarven, Krebse, Muscheln und Würmer. Gibt es die Kleintiere, haben auch Fische ausreichend Nahrung. Ein Bach mit Fischen wird auch vom Eisvogel aufgesucht. Unsere Stadtbäche sind aber über weite Strecken nur tote Kanäle mit einer lockeren Sandsohle. Es gibt keinen Grund, warum wir auf Libelle, Lurch und Lilie - erlebenswerte Natur vor unserer Haustüre - verzichten müssen."

Der Einsatz findet am 25. August 2007 von 9.30 bis 16 Uhr statt. Für ein einfaches Mittagessen im gemeinsamen Kreis ist gesorgt. Arbeitskleidung für den Arbeitseinsatz sowie eine Anmeldung bis Freitag, 24. August 2007, 12 Uhr sind unbedingt erforderlich. Dabei werden der Treffpunkt und weitere Hinweise bekannt gegeben. Infos, Kontakt und Anmeldung: Tobias Ernst, NABU Hamburg, Osterstraße 58, 20259 Hamburg, Tel.: 040/697089-13, Fax: -19, tobias.ernst@NABU-Hamburg.de. Eine Übersicht über alle Gewässernachbarschaftstage gibt es unter www.NABU-Hamburg.de/wasser in der Rubrik "Termine".
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