Sonntag, 17. Dezember 2017


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NABU schafft mehr Lebensraum für Wassertiere in der Mittleren Bille

Bonn, (lifePR) - Am Sonntag, 4. August bauten ehrenamtliche Naturschützer des NABU, Jugendliche des Rückenwind e.V. und Anwohner Kies, Geröll und Wurzelstöcke in das Gewässerprofil der Mittleren Bille auf Höhe der Straße "Auf der Bojewiese" ein. Bei dem Gewässernachbarschaftstag, der in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Bergedorf stattfand, wurde damit ein naturnahes Bachbett geschaffen, dass mehr Lebensraum für Insektenlarven, Krebse, Würmer, Muscheln, Fische und Wasserpflanzen bietet. Das Projekt „Gewässernachbarschaftstage für Hamburg“ wird von der Vattenfall Europe Umweltstiftung gefördert. Von April bis November 2007 finden Einsätze in jedem Bezirk Hamburgs statt.

Bei trockener Witterung steht das Wasser fast im überbreiten, künstlichen Gewässerprofil. Das flache, langsam fließende Wasser heizt sich dabei in der Sonne stark auf. Fische und Kleintiere leiden dann unter Temperaturstress und können an Sauerstoffmangel verenden. Durch die Strömungslenker wird das überbreite Bachbett eingeengt, so dass das Wasser schneller fließt sowie kälter und sauerstoffreicher bleibt. Gleichzeitig bilden sich hinter den Strömungslenkern Ruhezonen, in denen sich Wasserpflanzen dauerhaft halten können. Diese sind selbst wieder Voraussetzung für das Vorkommen einiger Schnecken und Insektenlarven. Das ganze Bachbett wird abwechslungsreicher - neue Lebensräume für spezialisierte Arten entstehen. Schon im August 2006 hatten die Naturschützer so genannte Strömungslenker in einen angrenzenden Abschnitt der Mittleren Bille eingebaut. Tobias Ernst, Referent für Gewässerschutz beim NABU Hamburg: "Mit unseren einfachen Maßnahmen gelingt es, in künstlichen Gewässerprofilen ein naturnahes Bachbett nachzuahmen. Ein Bach mit Prachtlibellen und Fischen ist ein Naturerlebnis, auf das wir auch in einer Großstadt nicht verzichten müssen." Auch Uwe Wehling, zuständig beim Bezirksamt für die Gewässer Bergedorfs, freut sich: "Durch den Einsatz der Ehrenamtlichen können wir mit sehr überschaubaren finanziellem Einsatz für Kies und Geröll viel für den Lebensraum Stadtbach tun."
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