Samstag, 18. November 2017


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Bunte Gaukler auf Blütensuche

NABU: Viele Schmetterlinge gefährdet

Bonn, (lifePR) - Jetzt sind wieder in unserer Landschaft die farbenprächtigen Schmetterlinge unterwegs. Der NABU Hamburg weist darauf hin, dass sich leise und unauffällig aber viele Schmetterlingsarten aus unserer Landschaft verabschiedet haben. Die Gründe für diese besorgniserregende Entwicklung sind vielfältig. Sicherlich hat eine zunehmende Klimaveränderung mit einer Tendenz zu kühlen und nassen Sommern auch mit zum Verschwinden von Großinsekten wie der Schmetterlinge geführt, die Hauptursachen jedoch sind in der immer noch rasant fortschreitenden Lebensraumveränderung und -zerstörung und in übermäßigem Pestizideinsatz zu suchen.

„Nur wenige Arten wie den Kohlweißling, den Zitronenfalter, den Kleinen Fuchs oder das Tagpfauenauge trifft man noch recht häufig an“, weiß Diplom-Biologe und Geschäftsführer Stephan Zirpel vom NABU Hamburg. „Wer aber kennt den Kleinen Moorbläuling. das Waldbrettspiel oder den Brombeer-Zipfelfalter? Wo fliegen noch Schwalbenschwanz, Kaisermantel und Dukatenfalter?“ Die meisten Schmetterlinge sind vor allem im Raupenstadium auf ganz bestimmte Futterpflanzen angewiesen. So leben beispielsweise so prächtige Falter wie das Tagpfauenauge und der Kleine Fuchs als Raupe an der unbeliebten Brennnessel. Zirpel: „Werden diese vernichtet. so müssen auch die entsprechenden Schmetterlinge verschwinden.“ So sind in Hamburg derzeit 64 Arten, das sind 80% der hier vorkommenden Tagfalter gefährdet oder bereits gänzlich verschwunden! Demgegenüber können nur noch ganze 17 Arten als bislang noch nicht gefährdet angesehen werden. Bei den Nachtfaltern sieht die Situation ähnlich düster aus.

Der NABU appelliert an die Bevölkerung, die letzten noch verbliebenen naturnahen Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schützen. „Gartenbesitzer können z.B. durch den Verzicht auf Pestizide und Anpflanzen bzw. Dulden heimischer Bäume, Sträucher und Blumen einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Schmetterlinge und gleichzeitig auch vieler anderer Tiere beitragen“, gibt Zirpel einen ganz praktischen Tipp. Er ist sich sicher: „Wer diese natürlichen Zusammenhänge begreift, wird sicherlich die Vorgänge in seinem Garten und auch in der Natur zukünftig mit anderen Augen sehen.“
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