Mittwoch, 22. November 2017


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„Wollgrasblüte“ schmückt Moore

Renaturierung weiterhin wichtige Aufgabe im Nationalpark

Hohenzieritz, (lifePR) - Momentan zieren die Früchte des Scheidigen und des Schmalblättrigen Wollgras viele Moore im Nationalpark. Sehr gut lassen sich diese Pflanzen mit ihren langen „Wollschöpfen“ vom Moorsteg nahe Serrahn (Landkreis Mecklenburg-Strelitz) oder vom Beobachtungsstand am Großen Serrahnsee aus beobachten. Die auffälligen Früchte dienen der besseren Wind-Verbreitung der Art ähnlich wie bei der bekannten Butterblume. Neben dem Wollgras steht dort auch der Sumpfporst in voller Blüte und außerdem leuchtet das Weiß der Blüten des Fieberklees.

Moore nehmen im Müritz-Nationalpark ca. 8 % der Fläche ein. Viele dieser Moore wurden in den zurückliegenden Jahrzehnten entwässert. Mit Schaffung des Nationalparks begannen umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen. Neben der Vermeidung eines weiteren Artenrückgangs dienen diese Bemühungen auch dem Klimaschutz. In intakten Mooren wird pflanzliche Biomasse langfristig als Torf gespeichert. Werden Moore entwässert, wird diese Torfbildung unterbrochen. Entwässerte Moore geben somit Kohlendioxid und andere klimarelevante Gase in die Atmosphäre ab und tragen zum sogenannten Treibhauseffekt bei.

Im Teilgebiet Serrahn des Nationalparks konnte die Wiedervernässung der Moore schon weitgehend abgeschlossen werden. Von 470 ha Moorfläche waren insgesamt 400 ha durch Entwässerung beeinträchtigt. Über 300 ha sind mittlerweile renaturiert.

Im Müritz-Teil konzentrierten sich viele Aktivitäten auf das EU-LIFE-Gebiet rund um den Zotzensee, welches im Jahr 2003 erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Im Müritz-Teil stehen noch weitere Anstrengungen zur Renaturierung an.
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