Mittwoch, 13. Dezember 2017


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Kraniche früh in Hochzeitsstimmung

Pärchen an vielen Orten zu beobachten

Hohenzieritz, (lifePR) - Aufgrund der momentan bereits frühlingshaften Witterung hat das Balzen der Kraniche in unserer Region begonnen. Die Vögel sind damit etwa zwei Wochen früher dran als üblich. Die Paare des einheimischen Grauen Kranichs (Grus grus) sind in diesen Tagen in der offenen Landschaft in der Nähe von Feuchtgebieten häufig zu sehen.

Im Müritz-Nationalpark bieten sich beispielsweise die Äcker und Wiesen um Goldenbaum, Kratzeburg, Granzin, Speck, Schwarzenhof und Federow zur Kranichbeobachtung an. Die Niederung des Zotzensees ist ebenfalls ein beliebtes Kranichbrutgebiet. Das vor fünf Jahren abgeschlossene EU-LIFE-Projekt sorgte hier für eine erhebliche Erweiterung der Vernässungsflächen. Davon profitieren die Kraniche nicht nur zur Brutzeit. Es entstanden hier auch neue Rast- und Schlafplätze der "Vögel des Glücks".

Kraniche paaren sich mit einem typischen Verhaltensmuster, dass am frühen Morgen gut zu beobachten ist. Es kommt dabei wie zu einem "Tanz" der Tiere, wobei das Männchen einen sog. Prahlmarsch vollführt. Anschließend findet die eigentliche Paarung statt, wonach Männchen (Hahn) und Weibchen (Henne) spezifische Duettrufe anstimmen. Diese sind weithin hörbar. Sie unterscheiden sich von den schmetternden Trompetenrufen, die die Altvögel sonst von sich geben.

In der Regel bleiben die Paare bis zum Tod eines Partners zusammen. Doch es gibt auch Ausnahmen von der Dauerehe.

Von den ca. 5.500 in Deutschland brütenden Kranichen, brüten nach Einschätzung von Ornithologen die Hälfte in Mecklenburg-Vorpommern. In den Landkreisen Müritz und Mecklenburg-Strelitz konnte eine besonders hohe Dichte an Kranichpaaren festgestellt werden. Allein im Müritz-Nationalpark sind 70-80 Brutpaare bekannt.
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