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Pressemitteilung BoxID: 5535 (Münchner Mineralientage Fachmesse GmbH)
  • Münchner Mineralientage Fachmesse GmbH
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  • 82034 Oberhaching
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„Monte“ Bolca – eine Schüssel voller Urzeit-Fische

(lifePR) (Oberhaching, ) Ein ganz besonderes Menü gerade erst ausgestorbener Fische kommt in diesem Jahr in einer Sonderschau der Münchner Mineralientage auf den Tisch. Es stammt vom „Monte“ Bolca, einer Fossilien-Lagerstätte nahe Verona, die aufgrund ihrer extrem gut erhaltenen Meeresfossilien für die Paläontologie besondere Bedeutung hat. Mehr als 300 fossile Fischarten wurden hier in einer 30 Meter dicken und zirka 50 Millionen Jahre alten Kalksteinschicht entdeckt. Der Grund, weshalb der Ort auch unter dem Namen „Pescaria“ (Fischschüssel) bekannt wurde. Die Fundstätte selbst liefert eine Momentaufnahme aus dem Eozän mit einer ungeheuren Fossildichte, die zeigt, dass die Aufspaltung in die verschiedenen Arten und Lebensformen in diesem Erdzeitalter in vollem Gange war. Sie birgt Fossilien, die zum Teil so gut erhalten sind, dass man nicht nur die Organe der Fische, sondern manchmal sogar die Färbung der Haut bestimmen kann. Die Sonderschau „Monte Bolca – die versteinerte Lagune“ in Halle A6 zeigt zum ersten Mal außerhalb Italiens spektakuläre Fundstücke, darunter ein 3 m langes Krokodil, einen 1,50 m langen Barrakuda-Hai und den größten dort gefundenen „Pesce angelo“, den Engelsfisch (Eoplatax papilio), der eine Höhe von 70 cm erreicht und sicher zu den weltweit schönsten Fischversteinerungen überhaupt zählt. Er gehört zu den Fledermausfischen, die noch heute in flacheren Gewässern des Indopazifik leben.

Ein anderer Teil widmet sich jenen aufgeschlossenen Gelehrten aus Verona, die ab dem 18. Jahrhundert die Stätte intensiv erforschten. Früher als in anderen europäischen Städten identifizierte man dort die Fossilien als Reste ehemaliger Lebewesen. Wohlhabende Adlige und wissenschaftsinteressierte Bürger stellten die außergewöhnlichen Funde in Naturalienkabinetten zusammen. Die naturgetreue Nachbildung eines Saales aus dem Museum des Grafen Giovanbattista Gazola wird in der Sonderschau im Maßstab 1:1 zu besichtigen sein.