Mittwoch, 22. November 2017


RehaScout Deutschland - CHECKLISTE für einen Reha-Aufenthalt

Was muss ich vor einem Reha-Aufenthalt beachten?

Freising, (lifePR) - Laut RehaScout Deutschland unterscheidet sich die Herangehensweise an eine Rehabilitationsmaßnahme ganz grundsätzlich zwischen einem geplanten und einem ungeplanten Krankenhaus- oder Reha-Aufenthalt.

Werden Sie abrupt in eine Krisen- oder Krankheitssituation versetzt, können Sie meist nur mehr reagieren aber nicht selbst entscheiden. Wenn Sie hingegen Zeit haben und sich in Ruhe auf einen Eingriff vorbereiten können, ist das eine gute Ausgangsbasis für planvolles Vorgehen und eine positiven Einstellung gegenüber der anstehenden Maßnahme. Klar liegt der Schwerpunkt ihrer Gedanken auch in diesem Fall beim medizinischen Teil des Eingriffs. Betrachten Sie die Maßnahmen aber einmal als Reise zu Ihrer Gesundheit.

Deren einer Teil ist die faktische Unternehmung – in Ihrem Fall der medizinische Eingriff, den Sie ebenso wenig beeinflussen können, wie Sie bei einer Urlaubsreise auch kein Flugzeug oder Schiff steuern können und deren anderer Teil Ihr persönlicher Umgang mit Ihrer Zeit ist, die Sie auf dem Flugzeug, Schiff oder Hotel verbringen. Für beide gilt laut Stephan Kesenheimer, Geschäftsführer bei RehaScout Deutschland:

"Bei guter Planung im Vorfeld ist ein gutes Ergebnis am Ende wahrscheinlicher!"

DIE AUSWAHL

Wählen Sie die Klinik oder Reha-Einrichtung mit bedacht und stimmen Sie sich eng mit Ihrer Kasse ab.

DIE VORBEREITUNG

  • Wer übernimmt pflegerische Aufgaben für Kinder, Eltern Verwandte, Nachbarn etc.
  • Informieren Sie Ihren Chef und die wichtigsten Kunden, achten Sie aber darauf keine Sorgen durchscheinen zu lassen, treten Sie nach Außen stark und sicher auf.
  • Wer kümmert sich um das Haus oder Ihre Wohnung, um Haustiere, Post, Pflanzen, Heizung, etc. während Ihrer Abwesenheit
  • Denken Sie auch an Bankgeschäfte, Monatswechsel, Überweisungen, die getätigt werden müssen
  • Wenn Ihrer Ansicht nach die Liste voll ist, belassen Sie es dabei, denn vieles ist auch nach einer Rückkehr lösbar. Konzentrieren Sie sich dann auf den Antritt in der Reha-Einrichtung / Klinik.
DIE REISECHECKLISTE

Welche Dingen benötigen Sie für den Aufenthalt in der Einrichtung:

  • Kleidung für Tag und Nacht: Wäsche, Schlafanzüge/Nachthemden zum Wechseln, Bademantel, Jogginganzüge oder ähnlich bequeme Kleidung, T-Shirts, dicke Socken, Hausschuhe.
  • Sportbekleidung: Badebekleidung, Badekappe, Badeschuhe, Badehandtuch, Sportschuhe mit heller Sohle oder gegebenenfalls andere leichte bequeme Schuhe, festes Schuhwerk, leichte Trainingsbekleidung oder andere bequeme Kleidung für die Therapie.
  • Für die Pflege: Handtücher, Seife, Duschgel, Schampoo, Zahnputzzeug, ggf. Behältnis für Zahnprothese, Kamm/Haarbürste, ggf. Haarband, ggf. Utensilien für Kontaktlinsen, ggf. Rasierapparat, Fön, Taschentücher.
  • Für die medizinische Versorgung: Medikamente, die auch zu Hause regelmäßig eingenommen werden.
  • Für die Unterhaltung/Ablenkung: Schreibzeug, Bücher und Zeitschriften, Musik und/oder Hörbücher und Abspielgerät, Spiele, Laptop, etc.
  • Sonstiges: Bargeld, Personalausweis, Versicherungskarte, Gehörschutz (Ohropacks), Adressen und Telefonnummern von Angehörigen und Freunden.
  • Nicht mitnehmen: größere Geldbeträge, Wertgegenstände oder Schmuck.
DIE MEDIZINISCHE CHECKLISTE

  • Arztberichte über stationäre Behandlungen in den letzten Jahren
  • Aufstellung von Vorerkrankungen (mit Jahresangaben)
  • Aktuelle Arztberichte über Untersuchungen bei Fachärzten
  • Medikamentenliste
  • Aktuelle Laborwerte
  • EKG
  • Röntgenbilder (aus den letzten 2 Jahren), CT-Bilder
  • Prothesendokumentationen
  • Ausweise: z. B. Allergiepass, Röntgenpass, Impfbuch, Marcumarausweis, Herzschrittmacherausweis, Diabetikerausweis, etc.
DIE RÜCKKEHR

  • Organisieren Sie Ihr Nach-Hause-kommen bereits vor Antritt der Reha und Ihre ersten Tage daheim so, dass Sie bei Ihrer Rückkehr möglichst viel Zeit für sich und Ihre weitere Erholung haben und nicht sofort wieder im alten Trott landen:
  • Lassen Sie sich von einem lieben Menschen abholen, von diesem lässt sich am leichtesten erzählen, was während ihrer Abwesenheit alles passiert ist in der Familie und im Freundeskreis – auch schlechtere Nachrichten nehmen Sie über diese Person leichter auf.
  • Prüfen Sie nicht gleich, wie alles geklappt hat. Denken Sie daran: Scherben bringen Glück! Seien Sie dankbar für das Engagement Ihrer Vertreter und Kümmerer und stehen Sie für den Moment über den Dingen – denn sicher wurde Ihre Abwesenheit schmerzlich erlebt, und sie wollen ja auch gar nicht perfekt ersetzt worden sein.
  • Setzen Sie sich in Ruhe mit Ihren Vertretern zusammen und sprechen Sie von Mensch zu Mensch darüber was die Aufgaben so mit sich gebracht haben, wie Ihre Vertreter die Aufgaben gelöst haben (vielleicht ist ja auch eine Arbeitsreduzierung für Sie dabei) und erzählen Sie von sich und Ihren Erlebnissen in der Reha.
DIE ERHOLUNG

Wenn Sie es sich leisten können, planen Sie nach dem Heimkommen einen Erholungs- oder Wellness Urlaub (Wochenende), um Ihre Kräfte wieder zu bündeln. Es ist ein richtiger Trend geworden in den letzten Jahren, schwere Maßnahmen (zum Beispiel Chemotherapie) mit einem Erholungsurlaub abzuschließen.

DER ERFOLG

Legen Sie sich einen Zeitraum fest nachdem Sie für sich überprüfen, ob die Reha Ihnen auch wirklich geholfen hat und sprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrer Einrichtung oder Ihrem Arzt durch. Das wichtigste bei einer Reha ist die Erwartung, die Sie damit verbinden. Nicht jeder Erfolg stellt sich schnell ein. Prüfen Sie also erst nach einer geraumen Zeit, ob die Ursachen und Beschwerden, wegen der Sie eine Reha-Maßnahme auf sich genommen haben, beseitigt sind.

Was tun bei einem Unfall oder akuten Diagnose und einer fehlenden Vorbereitungszeit?

Wenn Sie über einen Unfall oder eine akute Diagnose ohne jede Planung in eine Klinik oder Reha-Einrichtung gekommen sind, entfällt erst einmal die Planungszeit. Für Sie gilt jetzt vielmehr mit dem emotionalen Ausnahmezustand und den ungelösten Vertretungsproblemen fertig zu werden. Diagnosen können einen Schock auslösen, nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei Ihren Angehörigen und Freunden.

Denken Sie immer daran, dass Sie nicht alleine auf der Welt sind, sondern eingebunden in ein Netz aus Beziehungen zu vielen Menschen (und seien sie Ihnen noch so fern). Vertretungsregelungen lassen sich auch im Nachhinein organisieren, informieren Sie zuerst die Ihnen am nächsten stehenden Menschen, dann Arbeit und andere.

Die wichtigste Empfehlung an Sie für diese Situation aber die folgende:

"UNTERNEHMEN SIE NICHTS UND TREFFEN SIE KEINE ENTSCHEIDUNGEN IM AFFEKT! DAS GILT AUCH FÜR IHRE ANGEHÖRIGEN UND FREUNDE, DIE JETZT NICHTS LIEBER TUN ALS FÜR SIE DAS GEFÜHLT BESTE IN DIE WEGE ZU LEITEN. VIELE SCHRITTE, DIE IM AFFEKT UNTERNOMMEN WERDEN, LASSEN SICH OFT NICHT LEICHT ZURÜCKNEHMEN. LASSEN SIE RUHE EINKEHREN UND WARTEN SIE DIE WEITEREN MEDIZINISCHEN ERGEBNISSE AB. ORGANISIEREN SIE ERST AUS EINER ÜBERSICHTLICHEN SITUATION HERAUS, IN EINEM RUHIGEN GESPRÄCH MIT LIEBEN MENSCHEN, THERAPEUTEN ODER SEELSORGERN DIE WEITEREN SCHRITTE."

Über RehaScout Deutschland

Sie suchen Hilfen und Erleichterungen im Alltag, um erste kleine oder große Einschränkungen besser zu überwinden, um länger selbständig zu sein? Sie suchen eine neue Therapie und natürlich den besten Therapeuten für Ihr körperliches Wohlsein, vielleicht auch mal etwas Ausgefallenes? Sie brauchen Rat, Unterstützung oder Mut-Macher für Ihre Reha und suchen zum Fachmann auch den Kontakt zu Menschen, die in der gleichen Situation sind wie Sie? Dann sind Sie bei RehaScout richtig | http://www.rehascout.de
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