MediGene übt Option für Anti-L1-Antikörper zur Krebstherapie aus und setzt Zusammenarbeit mit DKFZ fort

(lifePR) ( Martinsried/ München, )
Die MediGene AG (Frankfurt, Prime Standard: MDG) gibt bekannt, dass die vor zwei Jahren vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg erworbene Option zur Entwicklung und Kommerzialisierung eines Antikörpers zur Behandlung verschiedener Krebsformen, u.a. Eierstockkrebs, nun wie vorgesehen ausgeübt wird. Damit erwirbt MediGene die weltweite Lizenz auf die Anwendung und Vermarktung von Anti-L1-Antikörpern in der Tumortherapie. MediGene und das DKFZ hatten im Juni 2006 eine zunächst auf zwei Jahre angelegte Kooperation zur therapeutischen Entwicklung monoklonaler Antikörper gegen den Tumormarker L1 begonnen, die nun fortgesetzt wird. Gleichzeitig mit dem Ausüben der Lizenzoption wird auch die Vereinbarung zwischen MediGene und Celltrion, Inc., Süd-Korea, abgeschlossen, die Ende 2007 zur gemeinsamen Entwicklung und Kommerzialisierung des Antikörpers vorbereitet wurde. Der L1-Antikörper befindet sich im vorklinischen Entwicklungsstadium.

Eine Forschungsgruppe um Professor Peter Altevogt und Dr. Gerhard Moldenhauer am DKFZ hatte den Antikörper gegen L1 entwickelt und deren Anti-Tumoraktivität im Tiermodell bereits nachgewiesen. Im Rahmen der zweijährigen Kooperation wurde der Wirkmechanismus der Antikörper weiter untersucht und die Erprobung in der Klinik vorbereitet.

Bei der Entwicklung und Kommerzialisierung des Antikörpers wird MediGene mit Celltrion zusammenarbeiten. Im Rahmen der bereits am 28. November 2007 bekannt gegebenen Kooperationsvereinbarung soll Celltrion Kosten und Durchführung der Prozessentwicklung und der Produktion des Antikörpers bis einschließlich der klinischen Phase II übernehmen. Dafür wird Celltrion die exklusiven Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für Asien einschließlich Japans sowie eine Option für die weltweiten Herstellungsrechte für Prüfmaterial für Phase III-Studien und für das vermarktete Produkt erhalten. MediGene behält die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für sämtliche Länder außerhalb Asiens, insbesondere Europa und USA.

Über L1: L1 ist ein Protein, das spezifisch auf Oberflächen von Zellen maligner Ovarial- und Endometrialtumoren (Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebs) sowie auf einer Reihe von chemotherapieresistenten Tumoren verschiedenen Ursprungs gefunden wird. Im entsprechenden gesunden Gewebe kommt L1 dagegen nicht vor. Daher ist das Protein als neuer Tumormarker für Diagnose und Therapie besonders geeignet.

Dr. Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der MediGene AG, kommentiert: "Während der zweijährigen Zusammenarbeit mit dem DKFZ haben wir diese vielversprechenden Wirkstoffkandidaten erfolgreich weiter entwickelt. Und wir sehen durch die Ausübung der Lizenzoption die Möglichkeit, MediGenes Entwicklungspipeline durch einen attraktiven Medikamentenkandidaten im Bereich Onkologie zu ergänzen. Wir planen gemeinsam mit dem DKFZ und Celltrion die Entwicklung und Kommerzialisierung dieses Antikörpers gegen verschiedene Krebsarten, wobei Eierstockkrebs die erste Indikation sein wird. Hier bietet L1 als neuer Marker die Möglichkeit, eine große Lücke in der Therapie zu schließen."

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