Sonntag, 22. Oktober 2017


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Verregnetes Städteprogramm mit Improvisation

Rietberg, (lifePR) - "Womit haben wir das verdient", fragten sich gestern Halles Ehrenamtler und professionelle Tourismuswerber. Sie erwischten zu ihrer Städtepräsentation bei der NRW-Landesgartenschau in Rietberg wahrlich einen rabenschwarzen Tag. Nach knapp drei Wochen Frühsommersonne satt, erhielt die LGS das, was sie für ihre Grünflächen dringend benötigte, richtig ausgiebigen westfälischen Landregen. Die Delegation der Süßwarenstadt aber konnte genau das nicht gebrauchen. Kalte Temperaturen und immer wieder das Nass von oben weckten wenig Appetit bei den verbliebenen, unerschrockenen Besuchern aus vorwiegend Ostwestfalen-Lippe, sich in der Freiluft-Bühne, der sogenannten Volksbank-Arena, niederzulassen. Und so blieb man dort zumindest am Samstag quasi fast unter sich. Der Stimmung allerdings tat das wenig Abbruch, die Vereinsvertreter, der Haller Willem, die Delegation aus Politik und Verwaltung und vor allem die Akteure aus den Vereinen nahmen ohne Murren hin, was sowieso nicht zu ändern war. Die Jazztanz-Show-Formation des SC Halle mit ihren drei Turnierteams zeigte ihr ganzes Können und wurde dafür zum Ende des Auftritts hin mit kurzzeitig aufklarendem Wetter belohnt. Das wiederum lockte dann doch einmal ein paar Zuschauer an und so traten die Tanzexperten kurzerhand ein zweites Mal auf. Die Johanniskantorei hatte zur Werbung für die musische Stadt den Kinderchor mitgebracht. Kirchenmusikdirektor Martin Rieker und die Kids gaben ihr Bestes, schließlich hörte die heimische Delegation gemeinsam mit den Eltern gerne und begeistert zu. Und zollte der kleinen Solistin Katharina Kleinhans ganz besonderen Beifall, die Schülerin wurde am Samstag 9 Jahre alt. Statt mit den Freundinnen zu Hause eine passende Party zu feiern, wollte sie lieber in Rietberg auftreten. Eine Tatsache, die ihr die ganz besondere Gratulation von Bürgermeisterin Anne-Elisabeth Rodenbrock-Wesselmann einbrachte. Die verzichtete auf die geplante Nachmittagsansprache in der Open-Air-Arena, überreichte dem Kinderchor eine Riesenportion "Merci" aus Storckscher Produktion und versuchte, sich nicht über das Wetter zu ärgern. "Das ist natürlich traurig für unsere Akteure", sagte sie mit Blick ins leere Rund der 2000 Zuschauer fassenden Aktionsfläche. Komplett geändert werden musste am Samstag spontan der Programm-Ablauf für Opus Arte Opera, Nichts wars mit werbendem Flanieren in historischen Kostümen unter strahlendem Sonnenleuchten quer über das weitläufige LGS-Gelände, das parkartig die Stadtteile Rietberg und Neuenkirchen auf einer Länge von 3,7 Kilometern verbindet. Schnellen Schrittes auf dem kürzesten Weg marschierten die Mitglieder des Opernchores unter schützenden Schirmen ins große Gastronomiezelt, das damit schon zum zweiten Mal an einem Tag als Ausweichquartier für heimische Künstlergruppen dienen musste. Der heutige Sonntag konnte dann ansatzweise wieder versöhnen, mehr Besucher, mehr Interesse, und mit Tanzschuh und Co, GAM und dem Haller Jugendzentrum weitere gute Botschafter für die Nordkreis-Stadt, es muss ja nicht der letzte Auftritt zur Landesgartenschau gewesen sein. Wie Anne Prell von der Stadtverwaltung erklärte sei es durchaus denkbar, sich noch einmal mit einem Stand am sogenannten Schauplatz der Regionen zu zeigen, "dann, wenn das Wetter wieder besser ist".
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