Trading Range: 137.50-138.74

Tendenz: behauptet

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Gute Vorgaben von den chinesischen Einkaufsmanagern und dem deutschen Arbeitsmarkt beflügelte auch am Dienstag weiter die internationalen Aktienbörsen. Mit steigendem Risikoappetit verloren Anleger dagegen das Interesse an deutschen Staatsanleihen und schichteten aus Rententitel in Dividendenpapiere um. Die Handelsvolumina blieben jedoch weiter unterdurchschnittlich.

Die Kurse deutscher Staatsanleihen gaben den zweiten Tag in Folge nach. Besonders standen im Vorfeld der heutigen Auktion 10-jährige Titel unter Druck, der jedoch im Handelsverlauf etwas nachließ. Der Abstand 10-jähriger spanischer Bonds (5.22 %) zu vergleichbaren deutschen Staatsanleihen weitete sich nach der Meldung über ein höheres Defizit im Jahr 2011 um 20 BP aus. Die Risikoaufschläge belgischer (4.19 %), französischer (3.27 %) und portugiesischer Papiere mit gleicher Laufzeit (12.21 %) stiegen zwischen 5 und 13 BP. Italienische Anleihen (6.84 %) hielten sich infolge Käufen von heimischen Investoren und Interventionen der EZB recht gut. Die Notenbanken fragten auch Preise für portugiesische und irische Bonds an.

In den Vereinigten Staaten zogen die Renditen der Staatsbonds angesichts des freundlichen Jahresauftaktes der Aktienmärkte und positiver Konjunkturdaten ebenfalls kräftig an. So stieg der ISM- Index im verarbeitenden Gewerbe von 52.7 auf 53.9 Punkte und die Bauausgaben legten deutlich zu.

Bund- (138.20) und Schatz- Kontrakt (110.275) schlossen nahezu unverändert, der Bobl (124.77) ging 3 Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 1.90 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen weitete sich auf 171 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren 7 BP höher bei 1.95 %, der JGB- Future (142.39) verliert infolge freundlicher Aktiennotierungen 13 Stellen. Der Euro notiert etwas höher bei 1.303 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 102.6 Dollar.

Heute richtet sich die Aufmerksamkeit zunächst auf die Einkaufsmanager für den Dienstleistungssektor in Deutschland, Frankreich und der Eurozone (48.3). Daneben stehen Verbraucherpreise aus Italien (+0.2 %/3.5 %), die Inflationsprognose für den Euroraum im Dezember (2.8 %) sowie die Verbraucherausgaben Frankreichs (+0.3 %/-1.8 %) im November auf der Agenda. In den USA werden Industrieaufträge im November (+2 %) und die Kfz- Verkäufe im Dezember (13.5 Mio.) veröffentlicht.

Am Primärmarkt stockt die Finanzagentur des Bundes heute die 10-jährige Bundesanleihe um 5 Mrd. Euro auf. . Großbritannien begibt Gilts mit Fälligkeit 2017 im Volumen von 3.75 Mrd. GBP.

Frankreich versteigert morgen OATs mit Fälligkeiten Oktober 2021 und 2023 sowie April 2035 und 2041 im Volumen von insgesamt 7-8 Mrd. Euro.

Neuemissionen im Covered- Bond- Segment trafen allesamt auf lebhafte Nachfrage, boten sie doch Aufschläge zwischen 5 und 20 BP über Sekundärware. CRH kam mit einer 10 1/2 - jährigen Anleihe im Volumen von 2 Mrd. Euro bei Midswap +160 BP (20 BP über Sept. 2022). UBS AG begab einen 5-jährigen Covered Bond unter Garantie der UBS Hypotheken AG im Volumen von 1.5 Mrd. Euro bei Midswap + 61 BP (+5 BP). ING Bank N.V. platzierte einen 10-jährigen niederländischen Covered Bond über 1.75 Mrd. Euro bei Midswap +110 BP (+15 BP). DNB Boligkreditt AS ist mit einem 5 1/4- jährigen norwegischen Covered Bond im Benchmarkformat am Markt, der zu einem Spread von Midswap + 70 BP angeboten wird. Credit Agricole Home Loan SFH bietet ebenfalls 10-jährige gedeckte Papiere bei +165-170 BP an. Der EFSF kommt in Kürze mit einem 3-jährigen Bond im Volumen von 3 Mrd. Euro, Rabobank mit einer ungesicherten 10-jährigen Anleihe.

Technik :

Der Bund- Future markierte zu Handelsbeginn sein Tagestief bei 137.79, konnte sich dann aber erholen und schloss (138.20) 3 Stellen unter Vortagsniveau. Der Ausblick hat sich mit dem Bruch der Trendlinie etwas eingetrübt, die Indikatoren zeigen eine Tendenz zur Schwäche. Auf Wochensicht scheint die Welt noch in Ordnung, nur negative Divergenzen bei MACD und RSI mahnen zur Vorsicht. Widerstände liegen bei 138.37 (38.2 %- Fibonacci von 139.32 bis 137.79), 138.48 (Hoch v. 03.01.), 138.74 (61.8 %), 139.13 (Hoch v. 30.12.), 139.32/33 (Hoch v. 02.01./15.11.) und 139.65 (Allzeithoch v. 10.11.). Unterstützung sehen wir bei 138.01 (38.2 %- Fibonacci von 136.69 bis 139.32), 137.79/69 (Tief v.03.01./61.8 %) 137.50 (Tief v. 27.12.) und 137.15 (Tief v. 22.12.).

Unterstützungen: 138.01 137.79/69 137.50
Widerstände: 138.37 138.48 138.74

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