Montag, 29. Mai 2017


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FX Daily

Spaniens Ministerpräsident Rajoy hat noch keine Entscheidung über einen Antrag auf EU-Hilfen getroffen; Bedingungen für möglichen Hilfsantrag müssten geprüft werden / Asiens Aktienmärkte tendieren überwiegend schwächer

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum ESM (Mittwoch, ab 10:00 Uhr) dominiert die Marktkommentare. Obwohl die diesbezügliche Verunsicherung der Marktteilnehmer recht groß erscheint, zeigt sich der Euro zu Beginn der Woche gut behauptet. Auch die EWU-Spreads zeigen weitere, leichte Einengungen.

Datenseitig gibt es in der Eurozone keine nennenswerten Veröffentlichungen und so richtet sich der Blick in die USA. Es sind jedoch auch hier Daten, die eher der zweiten Reihe zuzuordnen sind. Die US-Handelsbilanz dürfte zu Beginn des dritten Quartals wieder etwas negativer ausgefallen sein, denn die erhöhten Ölpreise treiben die Importrechnung. Ob es dabei auch zu einem größeren realen Defizit gekommen ist, muss abgewartet werden. Das reale Defizit dient der Berechnung des Außenbeitrags im BIP und ist daher beachtenswert. Des Weiteren stehen mit dem NFIB-Index, dem Stimmungsbarometer der US-amerikanischen Mittelstandsunternehmen, und dem IBD/TIPPIndex, Umfragewerte auf der Agenda. Letzterer bezieht sich auf den laufenden Monat und liefert einen Hinweis auf das kommende Michigan Sentiment (Freitag). Der NFIB-Index gibt über die breitere wirtschaftliche Entwicklung Aufschluss.

EUR-USD: Der Euro konsolidierte auf hohem Niveau und hielt sich im Tagesverlauf in einer engen (50-Pips) Range. Technisch betrachtet ist das Bild weiterhin konstruktiv, da Indikatoren wie MACD und DMI im Tageschart unverändert im Kauf sind. Angesichts der überkauften Marktlage, wie sie Stochastic und RSI anzeigen, sind aber Verschnaufpausen möglich. Zudem wirft das Urteil des Bundesverfassungsgerichts seine Schatten voraus. Widerstände zeigen sich bei 1,2819 und 1,2858 sowie in einer Zone unterhalb von 1,30. Trading-Range: 1,2700 - 1,2871.

EUR-CHF: Im Zuge der EZB-Entscheidung und schon im Vorfeld dazu hat sich der Euro befestigt, denn Spekulationen über den Zerfall der Eurozone wurden durch das Engagement der EZB eingedämmt. In der Folge konnte sich der EUR-CHF-Kurs von der durch die SNB definierte Kursuntergrenze bei 1,20 lösen und im Hoch bei 1,2156 notieren. In den letzten Handelstagen wurde deutlich, dass EUR-CHF sich - erstmals nach sehr langer Zeit - wieder im Einklang mit den Bewegungen anderer EUR-Wechselkurse befand. Insbesondere ein hoher Gleichlauf zum Währungspaar Euro-Yen war zu beobachten. Noch scheint es verfrüht, den EUR-CHF-Kurs zurück in der Normalität zu wähnen, denn an der erklärten Untergrenze hat sich nichts verändert und eine Euroschwäche würde erneute Interventionen knapp oberhalb von 1,20 EUR-CHF hervorrufen. Erwähnenswert: Die SNB tagt am Donnerstag dieser Woche. Bislang gibt es keine Signale, die auf eine Anhebung der Kursgrenze - etwa auf 1,22 oder 1,25 - schließen lassen.

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