Freitag, 24. Februar 2017


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FX Daily

FOMC-Protokoll schürt Hoffnungen auf geldpolitische Lockerungsmaßnahmen / viele Notenbanker sehen Notwendigkeit für weitere Maßnahmen, es sei denn, es gibt Zeichen für eine substanzielle Verbesserung der wirtschaftlichen Erholung

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Datenveröffentlichungen der Eurozone stehen heute im Mittelpunkt des Interesses. Die Vorabschätzungen der Einkaufsmanagerindizes ziehen dabei die größte Aufmerksamkeit auf sich. In Frankreich, Deutschland und der Eurozone sind die Industrie-PMIs in den letzten Monaten auf Rezessionsniveaus gefallen. Dagegen konnten sich die Service-PMIs in Frankreich und Deutschland an der 50er Marke halten. Angesichts schwacher Stimmungswerte unter den Marktteilnehmern bezüglich der Konjunktur (ZEW- und Sentix-Umfragen) sollten die Erwartungen für die PMIs wohl nicht zu hoch gesteckt werden, per saldo rechnen wir aber mit stabilisierten Werten.

Vor allem die Stimmung in der Industrie wird wohl genauestens unter Beobachtung stehen. Weniger Beachtung findet in der Regel die Konsumentenbefragung der EU-Kommission. Eine deutliche Bewegung des Stimmungsindexes wird zudem nicht erwartet und so stehen am Nachmittag die US-Zahlen im Vordergrund. Insbesondere die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind zu beachten.

Sollte der Wert auf dem bisherigen - im Vergleich zum Frühjahr wieder ermäßigten - Niveau verharren oder sich sogar nochmals der Marke von 350 Tsd. nähern, wäre dies mit einem robusten Aufbau neuer Stellen vereinbar. Klare Anzeichen für eine substanzielle Verbesserung der wirtschaftlichen Erholung gibt es derzeit aber nicht. Daher dürften QE3-Spekulationen nach dem gestern veröffentlichten FOMC-Protokoll kaum nachlassen. Dem Protokoll zufolge könnte die Fed der US-Konjunktur schon "ziemlich bald" mit einem weiteren Anleihekaufprogramm auf die Sprünge helfen. Nähere Informationen dazu könnte es Ende nächster Woche geben, denn dann steht das alljährliche Notenbanktreffen in Jackson Hole auf dem Programm.

EUR-USD: Die US-Notenbank sorgte für einen Kurssprung über 1,25, denn das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung schürte Spekulationen auf weitere Lockerungsmaßnahmen. Der US-Dollar kam auf breiter Front unter Druck. Folglich sind bei EUR-USD die quantitativen Indikatoren weiterhin unterstützend und eine Befestigung in Richtung 1,2693 oder 1,2748, den markanten Juni-Hochs, sollte auf Sicht ins Kalkül gezogen werden. So gibt der im Vormonat etablierte Aufwärtstrend kurzfristig weiterhin den Ton an. Trading-Range: 1,2440 - 1,2620.
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