Samstag, 16. Dezember 2017


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Kunsthaus Zürich präsentiert Jahresprogramm 2008

Mit dem fotografischen Klassiker Edward Steichen, der europäischen Pop Art, zeitgenössischer Schweizer Kunst und Italienischer Moderne präsentiert das Kunsthaus Zürich 2008 neben seiner Sammlung ein vielfältiges Programm temporärer Ausstellungen.

Zürich, (lifePR) - Durch die Teilnahme an begleitenden Aktivitäten der Kunstvermittlung können Besucher ihr Wissen vertiefen oder ihr eigenes Können unter Beweis stellen. Erstmals führen ehemalige Kinderclub-Mitglieder andere Jugendliche durch die Sammlung. Diese bildet die Kunstgeschichte vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart ab und umfasst neben Malerei und Skulptur auch grafische Werke, Fotografie und Videos. Alle Angebote unter www.kunsthaus.ch.

EDWARD STEICHEN. IN HIGH FASHION, 1923–1937. 11. JANUAR–30. MÄRZ

Edward Steichen (1879–1973) ist einer der wichtigsten, schöpferischsten und kontroversesten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal umfassend die Originalabzüge von Steichens Arbeit für die Mode- und die Glamourindustrie, insbesondere für «Vogue» und «Vanity Fair». Steichen definiert den Modefotografen in aller Selbstverständlichkeit als einen Autor, als einen Künstler, der eben gerade in der kommerziellen Fotografie sein höchstes Talent verwirklicht.

EUROPOP. 15. FEBRUAR–12. MAI

«Pop Art» ist keine amerikanische Erfindung. Nicht nur wurde der Ausdruck Mitte der fünfziger Jahre in England geprägt; Vorläufer sind schon die Dadaisten und Surrealisten. Ab Ende der fünfziger Jahre treten in vielen europäischen Ländern Künstlerinnen und Künstler hervor, welche sich mit der Bildwelt der Werbung, des Fernsehens und der populären industriellen Massenkultur auseinandersetzen. Sie zeigen sich reflektierter, leiser, differenzierter; verknüpfen gesellschaftskritische und politische Inhalte und verbinden sich im Unterschied zu ihren amerikanischen Kollegen zwanglos mit anderen künstlerischen Strömungen.

Ein Kulturengagement der Credit Suisse – Partner des Kunsthaus Zürich.

SHIFTING IDENTITIES – SCHWEIZER KUNST HEUTE. 6. JUNI–31. AUGUST

Zeitgenössische Schweizer Kunst erlangt international wachsende Bedeutung. Diese aktive Kunstszene bildet den Mittelpunkt einer Ausstellung, in der es in erster Linie nicht um das Nationale, sondern um das Thema Identität geht. Ihr Fehlen oder ihre Auflösung sowie die Bildung neuer Identitäts-Konstruktionen widerspiegeln sich im malerischen, installativen, plastischen oder filmischen Werk vieler Künstler. Neben Reflexionen über ihre eigene Rolle geht es um Macht, Politik, Kunst und Markt. Die Ausstellung wird von Interventionen im öffentlichen Raum begleitet.

Die Ausstellung wird unterstützt von Swiss Re – Partner für zeitgenössische Kunst.

THE MARC RICH COLLECTION. 20. JUNI–3. AUGUST

Der Bogen der Marc Rich Collection, die 1989 dem Kunsthaus geschenkt wurde, spannt sich von den Foto-Pionieren der Frühzeit Mitte des 19. Jahrhunderts (Henry Fox Talbot, Charles Marville) über den Piktorialismus der «Photo-Secession» (Alfred Stieglitz, Edward Steichen), die «straight photography» (Paul Strand, Edward Weston, Ansel Adams) bis zu Surrealismus, Konstruktivismus und Bauhaus (Man Ray, László Moholy-Nagy, Herbert Bayer) und dem poetisch-dokumentarischen Realismus, der Mitte des 20. Jahrhunderts (Henri Cartier-Bresson, Robert Frank) einsetzte.

SAUL STEINBERG. ILLUMINATIONS. 22. AUGUST–2. NOVEMBER

Saul Steinberg (1914–1999) war Zeichner, Maler, Collagist und Bildhauer. Berühmt und weit verbreitet sind seine Illustrationen für den «New Yorker». Steinbergs Satire bewegt sich jenseits der Karikatur, sein Witz sprengt die Eindimensionalität des Cartoons. Eine dunkle Komik, ein scharfer Blick auf menschliche Schwächen und Eitelkeiten verbinden sich mit einer überbordenden Fantasie und virtuosen Handhabung der zeichnerischen Mittel.

RIVOLUZIONE! ITALIENISCHE MODERNE VON SEGANTINI BIS BALLA. 26. SEPTEMBER 2008–11. JANUAR 2009

In der divisionistischen Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts bricht eine ganze Künstlergeneration formal und inhaltlich mit der Vergangenheit und bereitet den Boden für den Futurismus. Sie kritisiert Ungerechtigkeiten der frühen Industriegesellschaft und versteht ihre Malerei als Mittel der Aufklärung und des sozialen Wandels. Die Divisionistischen Maler teilen ein Interesse an den Theorien der optischen Wahrnehmung. Unabhängig vom französischen Neo-Impressionismus entwickeln sie ihre Technik, die Primärfarben in verschiedenen Punkten, Schlieren, Tupfen und Strichen neben- und übereinander aufzutragen, sodass sich diese erst im Auge des Betrachters mischen.

BILDERWAHL 2008. 17. OKTOBER 2008–4. JANUAR 2009

Die Mitglieder der Zürcher Kunstgesellschaft wählen ihren Favoriten aus einer Auswahl von mittelalterlichen Plastiken, denen dann eine Ausstellung gewidmet wird.

RUNA ISLAM. 28. NOVEMBER 2008–8. FEBRUAR 2009

Das Medium Film und dessen Reflexion stehen im Mittelpunkt von Runa Islams Werk. Die 1970 in Bangladesh geborene, heute in London lebende Künstlerin dekonstruiert lineare Erzählmuster und Zeitabläufe und rückt den Akt des Sehens – im Sinne des Schauens wie auch des Erkennens – in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Filmische Illusionen werden hinterfragt und politische Strukturen offengelegt, die unsere Gesellschaft – oft unbewusst – formen. Für das Kunsthaus Zürich realisiert Runa Islam eine neue Filmarbeit. Diese wird ergänzt durch bereits bestehende Werke und ein Filmprogramm.

FRIEDRICH KUHN. 12. DEZEMBER 2008–1. MÄRZ 2009

Friedrich Kuhn (1926–1972) darf als markantester Vertreter jener Kunstszene der sechziger Jahre gelten, für die das Etikett «Zürcher Schule der kleinen Wahnwelt» erfunden wurde und die sich als Gegenkraft zur damaligen dominierenden abstrakten/konkreten Kunst formierte. Kuhns Malerei ist kraftvoll und zugleich feinnervig, pendelt unabhängig zwischen Figuration und Abstraktion. Verehrt und legendenumflort, ist das malerische Werk bisher in Bezug auf die literarische Überhöhung seiner Person dargestellt worden. Die Ausstellung legt nun in einem ausgewählten Querschnitt die künstlerische Aktualität dieses eigenwilligen Malers offen.

KUNSTHAUSNÄCHTE. JEWEILS SAMSTAGS VON 19 BIS 24 UHR

2. Februar. «Picassos Frauen» von Brian McAvera. Acht Musen berichten auf einer fiktiven Pressekonferenz über ihr Leben an der Seite Pablo Picassos. Regie: Barbara Geiger. 31. Mai. Art@Service. Kunst zum Beruf machen, den richtigen Galeristen finden, Werke schätzen lassen, über das Kuratieren diskutieren… Unterstützt von Ernst & Young. 25. Oktober. Into the light. Flash Light Parcours. Intervention von Künstler Johannes Gees und Licht-Designer Carsten Bosch. Gespräche über Licht als Inszenierungsmittel in der Kunst.

Die Nächte im Februar und Oktober werden unterstützt von Credit Suisse – Partner des Kunsthaus Zürich.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN UND NEUE ÖFFNUNGSZEITEN
Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, CH–8001 Zürich
Öffnungszeiten: Sa/So/Di 10–18, Mi/Do/Fr 10–20 Uhr.

Programm, Vorverkaufsstellen, Anreise, und Agenda unter www.kunsthaus.ch

Deutsch http://www.kunsthaus.ch/...
Englisch http://www.kunsthaus.ch/...
Französisch http://www.kunsthaus.ch/...
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